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FM4 Frequency Festival DJ Contest

Gewinne das Closing Set beim Frequency Festival!

War es schon immer dein Traum, deine DJ-Skills auf einer großen Festival-Stage unter Beweis zu stellen? Hast du den Sound, um die wogenden Reihen in den frühen Morgenstunden nach durchtanzter Nacht noch ein letztes Mal richtig zum Bouncen zu bringen? Wenn du obendrein in Österreich lebst, der 22. August in deinem Kalender noch frei ist und du dir deinen Namen zwischen internationalen Größen wie ModestepFukkk OffPorter Robinson und Ill Skillz gut vorstellen kannst, dann ist er deine große Chance: Der FM4 Frequency 2015 DJ Contest!

In Kooperation mit volume.at vergeben wir dieses Jahr an eine Glückliche oder einen Glücklichen unter euch den Closing-Slot (!) im Nightpark des FM4 Frequency Festivals. Wer es mit seinem DJ-Mix schafft, sowohl die Play.fm-Hörerschaft als auch die Contest-Jury zu überzeugen, hat am Samstag, den 22. August, ab 5:00 Uhr morgens eine ganze Stunde Zeit, um dem Festival einen würdigen musikalischen Abschluss zu bereiten.


Was gibt´s zu gewinnen?

FM4 Frequency Nightpark
Die Stage des Nightpark am FM4 Frequency Festival – stehst du vielleicht schon bald hier?

1. Platz:

  • Einstündiger DJ-Slot am Samstag, 22. August 2015, von 5:00 bis 6:00 Uhr beim FM4 Frequency Festival in St. Pölten
  • Reisekosten nach St. Pölten und retour
  • Ein Interview im Play.fm Blog und Listung als Set of the Day auf unserer Facebook-Seite

2. und 3. Platz:

  • Goodie-Bag mit Play.fm T-Shirt und Stickern

Blut geleckt, Kalender gecheckt und Decks bereits drehbereit? Dann nichts wie los – so kannst du mitmachen:

Wie nimmst du teil?

  • Lade deinen 30 – 60 Minuten langen Mix bis Sonntag, 16. August 2015, bis spätestens 23:59 Uhr in den Channel des FM4 Frequency DJ Contest auf Play.fm hoch. Mixes, die bereits vor Beginn des Contests hochgeladen wurden, können beim Contest nicht berückstichtigt werden.
  • Trage als Titel für deinem Mix DEIN DJ NAME – Mix für FM4 Frequency DJ Contest 2015 ein.
  • Unter Genres & Tags muss jedenfalls FM4 Frequency DJ Contest 2015 eingetragen sein, sonst ist er auf der Contest-Page nicht sichtbar. Weitere Tags kannst du natürlich ganz nach Belieben vergeben.
  • Lade dir das offizielle FM4 Frequency 2015 DJ Contest Coverbild runter und verwende es für deinen Mix:

    Coverimage FM4 Frequency DJ Contest
    Verwende dieses Coverimage für deinen Mix
FM4 Frequency DJ Contest - Mix-Upload
So solltest du deinen Mix hochladen!
  • Fülle die Felder City, Tracklist und Description ebenfalls aus.
  • Sofern deine Artist Page auf Play.fm (www.play.fm/yourartistname) noch unvollständig ist, vervollständige sie mit Informationen, Fotos, Links etc. Vollständig ausgefüllte Profile und Mixe werden erfahrungsgemäß auch mehr gehört.
  • Teilnahmeberechtigt sind alle Personen mit Wohnsitz in Österreich, die zum Zeitpunkt des Festivals (22. August 2015) das 16. Lebensjahr vollendet haben.
  • Bitte beachte: Dein Mix kann bei der Wertung nur berücksichtigt werden, wenn er rechtzeitig hochgeladen wird und alle Teilnahmebedingungen erfüllt sind. Mit Teilnahme am Contest bestätigst du dein Einverständnis mit den Teilnahmebedingungen und erklärst dich bereit, den Auftritt am 22. August auch wahrzunehmen.
  • Sende deinen Mix nicht direkt an das FM4 Frequency oder an Play.fm (e-Mail, CD, DL Link).
  • Es gelten unsere allgemeinen Bestimmungen zur Nutzung von Play.fm, also Terms of Service und Privacy Policy.

Dein Mix ist online und du hast die Teilnahmebedingungen erfüllt – wie geht’s weiter?

Wie gewinnst du?

    • Rühr ordentlich die Werbetrommel für deinen Mix, damit er möglichst oft gehört wird, denn in der Vorrunde entscheiden die Play.fm Hörerinnen und Hörer: Nur die 20 Mixes mit den meisten Plays & Likes kommen in die Endrunde! Bleib dennoch fair, vermeide Spam und aufdringliches Verhalten – bei groben Verstößen behalten wir uns vor, den Mix von der Teilnahme zu sperren.
    • Aus den 20 beliebtesten Mixes wählt eine Fachjury, bestehend aus dem FM4 Frequency Team und der Play.fm Redaktion, ihre Favoritin oder ihren Favoriten. Berücksichtigt werden dabei Originalität, Track-Auswahl, Stimmigkeit, technische Fähigkeiten – und natürlich, ob der Sound für das Closing Set einer Festivalbühne geeignet ist.
    • Neben einer Fachjury entscheidet vor allem: das Publikum!
      Neben einer Fachjury entscheidet vor allem: das Publikum!

      Die Bekanntgabe der Gewinnerin oder des Gewinners erfolgt spätestens am Mittwoch, 19. August 2015, auf der Contest-Seite und der Facebook-Seite von Play.fm. Das Urteil der Jury ist endgültig, der Rechtsweg ausgeschlossen.

    • Mit der oder dem Erstplatzierten werden wir umgehend Kontakt wegen der Organisation des Gigs aufnehmen, wie auch mit Zweit- und Drittplatziertem wegen dem Versand des Goodie-Packs. Wir bitten um Verständnis, dass wir euch, wenn ihr diesmal kein Glück hattet, keine individuelle Verständigung oder Einzelfeedback geben können.
    • Der Gewinn ist nicht übertragbar und kann nicht in bar ausgezahlt werden.

Alles klar? Dann kann’s ja losgehen – wir sind bereits gespannt auf eure Mixes und freuen uns bereits, mit euch beim Frequency in den Sonnenaufgang zu rocken!

 

Und hier geht´s zum Contest:

FM4 Frequency DJ Contest 2015

>> https://www.play.fm/fm4-frequency-dj-contest-2015

Antonia (Canyoudigit)

Vienna Players #30: Antonia (Canyoudigit)

Nach zwei Monaten Features, Interviews und Exklusiv-Mixen von und mit einigen der spannendsten Wiener Artists machen wir die dreißig heute komplett, und zwar mit einem der most up-and-coming Talente der lokalen Szene: Antonia hatte erst vor etwas mehr als einem Jahr ihren ersten Gig, hat sich seitdem aber bereits zu einer festen Größe in Sachen Beats & Bass sowie zu einem festen Bestandteil der Canyoudigit-Crew gemausert. Diese hat in den letzten Jahren Quality-Bookings wie Mount Kimbie, Lil Silva oder, gerade erst, Hudson Mohawke in die Stadt gebracht, und irgendwo zwischen solchen Namen und darüber hinaus lässt sich Antonia’s Sound einordnen – doch hört selbst, denn wie bei ihren 29 Vorgängerinnen und Vorgänger gibt es auch von ihr neben dem folgenden Interview einen exklusiven Gast-Mix.

Was hat euch ursprünglich in die Musik-/Clubszene verschlagen?
Mein Interesse an elektronischer Musik und mein Bruder. Mit 14 war ich zum ersten Mal
bei seiner Veranstaltung Canyoudigit im Café Leopold und es hat mir ziemlich imponiert.

Antonia (Canyoudigit) - Photo by Markus BlahušWas macht gerade Wien zum idealen Mittelpunkt für deine musikalischen Aktivitäten?
Dass ich hier geboren bin und mir so einfach ein familiäres, musikalisches Umfeld aufbauen konnte.

Ein Freund aus Übersee kommt zu Besuch nach Wien und hat den festen Vorsatz, eine unvergessliche Nacht zu erleben. Welches Abendprogramm stellst du für ihn zusammen?
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Wienbesucher bewundern wie gemütlich das Ausgehen hier sein kann. Deshalb würde ich mit ihnen einfach im MQ rumhängen und anschließend ins Celeste gehen. Am Heimweg noch zu Bäcker Gül. Vodka Makava finden auch immer alle sehr innovativ.

Du kommst unerwartet zu 100 Euro. Wo in der Stadt wirst du sie wahrscheinlich ausgeben und wofür?
Vermutlich für Essen und Bloody Mary (mit viel Kren!) im If dogs run free.

Du hast die Chance, für einen ganzen Abend ein Line-Up ganz nach deinem Geschmack zusammenzustellen, einzige Voraussetzung: Es darf nur aus Wiener DJs bestehen. Wie sieht dein Line-Up aus?
Einige DJs denen ich in letzter Zeit genüsslich gelauscht habe sind Kidkut, Amblio, Slick,
Laho, Computerstraße, The Shambolic, k:sun, Giuseppe Leonardi, … allerdings fallen mir jetzt noch viel zu viele gute DJS aus Wien ein die ich gerne aufzählen würde. Die Frage ist unmöglich gewissenhaft zu beantworten! Es würde auch sehr auf die Location ankommen und nach welchem Genre mir gerade ist…

Was ist das Schönste an Wiens Clubszene?
Dass es sich im Club ab 5 Uhr eher wie auf einer Homeparty anfühlt.

Was ist das Nervigste an Wiens Clubszene?
Leise oder schlechte Anlagen & Ungeduld

Womit verbringst du deine Zeit, wenn du nicht gerade auflegst?
Jazz Gesang studieren, viel mit meiner Katze kuscheln, reisen, … was man eben so macht. Davor war ich in der Schule 😉

Antonia (Canyoudigit) - Photo by Lydia SalnerLass uns zum Schluss noch folgendes von dir wissen:

  • Erster Gig – wann und wo? Mein erster „richtiger“ Gig war im Mai 2014 bei Mount Kimbie im Leopold. Ich war super aufgeregt da sie zu meinen größten Idolen gehörten. Vor meinem Set gestand mir Dom, einer der beiden, dass er heute erst sein 2. DJ Set überhaupt spielen würde und sich schon sehr davor fürchtet. Es hat dann alles geklappt. Diesen Mai hab ich nach ihm in der Pratersauna aufgelegt und wir waren beide deutlich entspannter.
  • Vinyl, Digital oder ganz was anderes? Serato & Vinyl
  • Größe deiner Musiksammlung? Einige Platten und sehr viel mp3 Chaos
  • BpM-Range: Von – bis? Im Idealfall fange ich bei 105 an und arbeite mich langsam bis 160 hoch. Weil das oft nicht klappt bin ich frustriert.

Und hier die versprochenen etwas mehr als 30 Minuten Antonia in the mix – mehr davon gibt es neben den immer empfehlenswerten Canyoudigit-Nächten zum Beispiel am 3. Juli beim Prater Unser Festival, wo Antonia das Label-Showcase von Affine Records einläuten darf…

DJ Beware (FM4 Unlimited)

Vienna Players #29: Beware (FM4 Unlimited)

Unsere Serie Vienna Players widmet sich heute nicht nur einem der bedeutendsten und gefragtesten, sondern auch einem der vielfältigsten Player der Wiener Musiklandschaft: DJ Beware hat sich ursprünglich vor allem als Turntablist einen Namen gemacht und durfte 2001 und 2002 für seinen Geburtsort Hong Kong bei den DMC World Championships antreten. Zwischendurch war er einer der ersten europäischen Botschafter des brasilianischen Baile Funk Movements und hat es mit Releases auf Daniel Haaksman‘s Man Recordings Label zu internationaler Hochachtung gebracht. Heute ist er in seiner Wahlheimat Österreich wohl vor allem als Co-Host (neben DJ Functionist) der täglichen Mixshow FM4 Unlimited bekannt, die, wie der Name schon erahnen lässt, sämtliche Genre-Grenzen bewusst außen vor lässt – seiner Affinität für clubtauglichen House und Techno lässt er derweil unter dem Pseudonym Mr. Ho freien Lauf, unter dem er gemeinsam mit dem Berliner Luca Luzano das gefeierte Klasse Recordings Label betreibt und unter anderem auch auf Creme Organization veröffentlicht. Unseren Fragenkatalog zum Leben und Feiern in Wien hat er in seiner Muttersprache Englisch beantwortet, wie bei seinen 25 VorgängerInnen auch natürlich von einem exklusiven Gast-Mix begleitet.

What made you end up in the music/club scene initially?
Loving music, loving to play music to people, and having fun.

DJ Beware (FM4 Unlimited)What exactly is it that makes Vienna the perfect central point for your musical activites?I don’t know if its the perfect central point for my musical activities, nor would I know where that would be, but its a very nice place to live with excellent tap water.

A friend from overseas comes to visit Vienna with the intention of experiencing an unforgettable night. What evening’s entertainment do you plan for him?
I would take him to Zentralfriedhof and take some camping gear with us. In the middle of the night, when he’s asleep I would take out the white sheet that I have hidden in my backpack, put it over my head, and pretend to be a ghost.

You’re unexpectedly receiving 100 Euros. Where in town will you most probably spend it on and on what?
30 EUR at Billa on Löwengasse, 8 EUR on Marmite (expensive or what!?!) at Bobby’s English Super Market, 30 EUR at Swing Kitchen for burger, fries and drink with a friend. 20 EUR at FixDich for a new bike light. The remaining 12 EUR I would keep.

You get the chance to arrange a lineup for a whole night that just fits your personal taste, only condition: You might only choose DJs from Vienna. What does your lineup look like?
A bunch of boys and girls. Some are taller, others are shorter. All of them play music that I like and are either smiling or frowning when they DJ.

DJ Beware (FM4 Unlimited)What’s the best thing about Vienna’s club scene?
The clubbers, DJs and the promoters.

What?s the most annoying thing about Vienna’s club scene?
The promoters, DJs and the clubbers. Also sometimes the smoking.

How do you spend your time when you?re not DJing, and what did your life look like before your musical career?
A whole bunch of regular stuff like paying bills, cleaning the bathroom and calling my mum and dad. Less regular stuff includes running a label, making music and thinking about getting a dog.. My life before my musical career looked like a piece of blank paper on a school desk.

In weiterer Folge freuen wir uns, euch einen einstündigen Exklusiv-Mix von Beware präsentieren zu dürfen, der sich gekonnt zwischen House, Disco, Electro und Breakbeats schlängelt. Mehr davon gibt – österreichweit im Radio und weltweit im Live-Stream –  Montags bis Freitags auf FM4 Unlimited zu hören.

Moogle (Bebop Rodeo) - photo by Julian Mullan

Vienna Players #28: Moogle (Bebop Rodeo)

Unter dem Titel Vienna Players stellen wir euch derzeit 30 der interessantesten, gefragtesten, aktivsten oder auf sonstige Weise besonders bemerkenswerten DJs unserer Stadt vor – und da all das und noch viel mehr auf Moogle zutrifft, darf er natürlich nicht fehlen. Moogle ist einer diese Szene-Aktivisten, bei denen man sich fragt, wann sie eigentlich schlafen: Abends legt er mehrmals die Woche an allen Ecken und Enden der Stadt und darüber hinaus auf, dazwischen ist er Booker und Artist-Manager einiger spannender österreichischer Acts, organisiert mit seiner Crew Bebop Rodeo Partys und einen bereits über hundert Mixes starken Podcast, und recherchiert, schreibt und gestaltet Reviews, Interviews und vieles mehr für das Popkulturmagazin The Gap und den österreichischen Ableger von Noisey. Wo er zwischen all dem die Zeit aufgetrieben hat, unseren Fragebogen zum Leben und Feiern in Wien zu beantworten und dazu noch einen einstündigen Exklusiv-Mix aufzunehmen – es verwundert uns, freut uns aber noch wesentlich mehr.

Was hat dich ursprünglich in die Musik-/Clubszene verschlagen?
Hm, klingt komisch, aber ich habe mich selbst dort hinverschlagen. Klar gab es auch prägende Freunde, Momente und Platten, aber die gibt es immer. Wenn man sich für Musik begeistert, ist der Club in vielerlei Hinsicht immer noch ein Sehnsuchtsort, der einen magisch anzieht. Klingt pathetisch, aber ich empfinde das so.
Meine Jugend verbrachte ich im oberösterreichischen Teil des Salzkammergutes. Dort sind gute Veranstaltungen und Clubs eher Mangelware. Ich konnte es kaum erwarten nach Wien zu ziehen und endlich Angebote und Andockpunkte für meine Leidenschaft zu haben. Als ich Anfang der Nuller Jahre zum Studieren nach Wien gezogen bin, dauerte es nicht lange bis ich clubmusikalisch total angefixt war, mir Turntables kaufte, begann aufzulegen und zu veranstalten. Eigentlich ein recht klassischer und irgendwie auch logischer Werdegang.

Was macht gerade Wien zum idealen Mittelpunkt für deine musikalischen Aktivitäten?
Moogle (Bebop Rodeo) - Photo by CrowdstrudelIn Wien bleibt einem als DJ, Veranstalter und Musiker einfach noch genügend Raum. Im wörtlichen, aber auch im übertragenen Sinne. In Wien ist noch nicht alles besetzt und durchdekliniert. Wien zeichnet ebenfalls der halbwegs gute Mix aus leistbaren Lebenshaltungskosten und einer hohen Lebensqualität aus.

Ein Freund aus Übersee kommt zu Besuch nach Wien und hat den festen Vorsatz, eine unvergessliche Nacht zu erleben. Welches Abendprogramm stellst du für ihn zusammen?
Das hängt natürlich stark von den Bookings der paar ambitionierten Wiener Promoter ab. Den Abend würden wir definitiv mit Essen und Drinks starten. Die Energie für den bevorstehen Abend muss ja auch irgendwo herkommen. Das Zweitbester in der Heumühlgasse ist eine gute kulinarische Wahl. Danach würde ich wohl vorschlagen ein gutes Konzert im Rhiz, der Arena oder dem Venster99 zu besuchen. Weil nur Clubmusik alleine ist mir zu einseitig. Danach würden wir vermutlich einen Sprung in die Tonstube, das Celeste oder das Brut schauen, bevor wir zu Werk, Grelle Forelle oder Pratersauna weiterziehen. Alle Angaben ohne Gewähr.

Du kommst unerwartet zu 100 Euro. Wo in der Stadt wirst du sie wahrscheinlich ausgeben und wofür?
Da muss ich nicht lange überlegen – Ich investiere den Hunderter in schwarzes Gold. Meine Vinyl-Dealer heißen Das Market, Substance Recordsstore, Teuchtler, Tongues und Discus Thrower.

Du hast die Chance, für einen ganzen Abend ein Line-Up ganz nach deinem Geschmack zusammenzustellen, einzige Voraussetzung: Es darf nur aus Wiener DJs bestehen. Wie sieht dein Line-Up aus?
Die Frage, die aus der Hölle kam. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit liste ich einfach ein paar DJs auf, die ich soundseitig sehr schätze:
Anna Leiser, Fauna aka Ranah Geist, Minor Sick, Zanshin, Amblio, Farbtechnographie aka Goldcut Grates & Bcksrckr, Armin Schmelz, Kalifornia Kurt, Cher Monsieur, Tobi Tobsen, Laminat, Roman Rauch, Slick, Kido Soon, Wahsko, DJ Odd, Heap, The Reboot Joy Confession, Sedvs, Luis Forever7 Citizens und ein paar andere.

Moogle (Bebop Rodeo) - Photo by LichtschalterWas ist das Schönste an Wiens Clubszene?
Diese Frage habe ich für Noisey / Vice (Alps) schon einmal beantwortet. Wer Interesse hat, kann das HIER nachlesen.

Was ist das Nervigste an Wiens Clubszene?
Die Anrainer machen den Wiener Clubs immer wieder das Leben schwer. Ach ja, und richtig gute Soundsysteme sind in Wien leider auch eher spärlich gesäht.

Womit verbringst du deine Zeit, wenn du nicht gerade auflegst?
Musik nimmt schöner Weise fast mein ganzes Leben in Beschlag. Neben dem Auflegen, bin ich ja auch im Musikbereich als Booker, Journalist und Veranstalter tätig. Davor habe ich Kunstgeschichte und Theater-, Film- und Medienwissenschaften studiert und in einem Plattenladen (Substance Recordstore) gearbeitet.
Wenn ich wirklich einmal eine Pause von Musik brauche, suche ich Ausgleich in Literatur oder Film. Freunde treffen und Skate- oder Snowboard fahren sind auch nicht schlecht um den Kopf frei zu bekommen. Im Winter fahre ich manchmal sogar noch Ski. Als oberösterreichischer Jugendlicher bin ich übrigens knapp an einer Skifahrer-Karriere vorbeigeschrammt. Aber das ist eine andere Geschichte.

Lass uns zum Schluss noch folgendes von dir wissen:

  • Erster Gig – wann und wo? Puh, so genau weiß ich das nicht mehr. Erste Gigs fanden damals um 2005 sicher irgendwo zwischen Shelter, Badeschiff, Fluc oder Flex statt. Das erste Auflegen im Jugendzentrum Bad Ischl lasse ich hier absichtlich weg.
  • Vinyl, Digital oder ganz was anderes? Vinyl & CDs.
  • Größe deiner Musiksammlung? 3000 Platten, Hunderte Gigabytes Musik-Files, Tausende CDs, einige Mini-Discs und eine Kiste voller schöner Tapes.
  • BpM-Range: Von – bis? Im Prinzip von 60 – 160 BpM, je nach Lust und Laune. Aber oftmals pendle ich mich irgendwo zwischen 110 und 130 BpM ein.

Und hier die versprochenen (nahezu) 60 Minuten Moogle exklusiv in the mix mit so ziemlich allem, was die erwähnten 110-130 BpM so an seelenvoller Musik hergeben, gespickt mit einigen heimischen Produktionen von Sam Irl, Simon/off und Moogle selbst an der Seite von Langzeit-Compadre Laminat. Genau diese beiden im Tag Team gibt es übrigens für alle Wienerinnen und Wiener wie auch temporär Anwesende am 8. Juli bei der Sommerreihe Albert+Tina auf der Bastei des Albertina Museums zu hören – und wer den Genuss eines Moogle-Sets mit so richtig postkartentauglichem Wien-Tourismus verknüpfen möchte, hat dazu am 3. Juli Gelegenheit, wenn Moogle im Rahmen des Prater Unser Festivals im Wahrzeichen der Stadt, dem Riesenrad im Prater, auflegen wird.

Bono Goldbaum (Die Kantine)

Vienna Players #27: Bono Goldbaum (Die Kantine)

In der Reihe Vienna Players stellen wir euch derzeit 30 Akteure der Wiener Szene vor, die man unbedingt kennen sollte. Heute ist das einer, der vielen Techno- und House-Liebhaberinnen und Liebhabern bereits unzählige schwitzend durchtanzte Nächte beschert hat – und das gar nicht zwangsläufig nur als DJ, sondern oftmals auch, weil er sie veranstaltet hat. Bono Goldbaum ist der Mastermind hinter Instinkt Music und hat in dieser Funktion bereits so ziemliche alle großen Kaliber der Four-to-the-floor-Machart entweder in Wien ge- oder nach Wien verbucht – zuletzt vor allem in Der Kantine, einer der jüngsten Ergänzungen zu Wiens Clubkultur, zwei Floors und Function One System inklusive. Was Wien für ihn als Musiker und Veranstalter zu einem guten Terrain macht hat er uns in den folgenden Zeilen verraten.

Was hat euch ursprünglich in die Musik-/Clubszene verschlagen?
Die Musik, die bunten Lichter, die vielen facettenreichen Persönlichkeiten des Nachtlebens sollte ich meinen, aber eigentlich weiß ich es nicht mehr, das ist schon eine Weile her. Immerhin bin ich seit 15 Jahren in der, nennen wir’s “Branche” tätig 😀
Grundlegend aber die Liebe zur Musik.

Was macht gerade Wien zum idealen Mittelpunkt für deine musikalischen Aktivitäten?
Dass ich hier meine meisten Freunde, Crowd, Kontakte, und den Club habe.

Bono Goldbaum (Die Kantine) - Photo by WardaEin Freund aus Übersee kommt zu Besuch nach Wien und hat den festen Vorsatz, eine unvergessliche Nacht zu erleben. Welches Abendprogramm stellst du für ihn zusammen?
Häng dich einfach an uns ran, es wird bestimmt lustig…

Du kommst unerwartet zu 100 Euro. Wo in der Stadt wirst du sie wahrscheinlich ausgeben und wofür?
Mit Freunden den Griller anwerfen und Quality Time verbringen.

Du hast die Chance, für einen ganzen Abend ein Line-Up ganz nach deinem Geschmack zusammenzustellen, einzige Voraussetzung: Es darf nur aus Wiener DJs bestehen. Wie sieht dein Line-Up aus?
Schau dir einfach das Lineup der Kantine an..

Was ist das Schönste an Wiens Clubszene?
Die Frauen natürlich… *hust, Schleimer…* Es gibt so viele verschiedene davon, Clubs natürlich.

Was ist das Nervigste an Wiens Clubszene?
Nörgeln und der Hype um irgendwas, wenn sie alle hinpilgern, weil in Wien leider noch immer das Sehen und gesehn werden zur obersten Priorität gehört.

Womit verbringst du deine Zeit, wenn du nicht gerade auflegst?
Bono Goldbaum (Die Kantine)Wie, es gibt ein Leben ohne Auflegen und Parties? Das halt ich für ein Gerücht.

Lass uns zum Schluss noch folgendes von dir wissen:

  • Erster Gig – wann und wo? Ein kleines Cafe in dem Kaff wo ich herkomme, Bruck an der Leitha, Mittelpunkt und Herz der österreichischen Technobewegung (just joking).
  • Vinyl, Digital oder ganz was anderes? Mittlerweile nur mehr digital. Aber ich überlege, wieder zum schwarzen Gold zurück zu gehen… Mal sehen, was die Zukunft bringt, vielleicht spielen wir morgen schon alle mit der Apple Watch… hoffe aber nicht.
  • Größe deiner Musiksammlung? 3-4000 Platten noch über, welche bei meinen Eltern am Land dahinverstauben, und ca 50.000 raubkop… äääähm gekaufte MP3s
  • BpM-Range: Von – bis? Weiß nicht, ich benutze keinen BPM Counter. Der Beat muss vom dem Herzen kommen… oder so.

Natürlich hat es sich Bono Goldbaum, wie seine 27 VorgängerInnen auch, nicht nehmen lassen, für uns einen exklusiven Mix anzufertigen – 70 Minuten pure Energie irgendwo zwischen House und Techno, die man am besten auf entsprechender Lautstärke genießt – so wie eben auch in der Kantine, wo Bono Goldbaum demnächst am 4. Juli als Support für Uto Karem und Daniel Boon spielen wird, sowie am 10. Juli back2back mit Max Wanderer als Support für Oliver Dollar.

Austrian Apparel - photo by Lukas Gansterer

Vienna Players #26: Austrian Apparel (Live)

Vienna Players, unsere Serie über 30 der bedeutendsten DJs der Wiener Szene, geht mit einem etwas außergewöhnlichen Ausreißer in die nächste Runde – unsere heutigen Protagonisten sind nämlich gar nicht als DJs unterwegs (zumindest nicht vorrangig), sondern als Live-Act. Das dafür dermaßen skillful und charmant, dass sie an dieser Stelle dennoch nicht fehlen dürfen. Die Rede ist von Sebastian und Domink alias Austrian Apparel, die sich in den letzten drei Jahren zu einem der Aushängeschilder Wiens in Sachen Techno gemausert haben und ihren Maschinenpark nunmehr zwischen so renommierten Events wie dem Lighthouse Festival, der FM4 Unlimited Clubnight und dem Urban Artforms Festival hin- und herschleppen. Für die Vienna Players Serie haben sie dennoch eines ihrer raren DJ-Sets zur Verfügung gestellt und obendrein unser fröhliches Frage- und Antwortspiel mitgespielt, doch lest und hört selbst…

Was hat euch ursprünglich in die Musik-/Clubszene verschlagen?
Dominik: Job und Drogen.
Sebastian: Mädchen und Geldmangel.

Was macht gerade Wien zum idealen Mittelpunkt für deine musikalischen Aktivitäten?
Austrian ApparelDominik: Qualität ist relativ gesehen überdurchschnittlich hoch.
Sebastian: Top Freunde, top Band

Ein Freund aus Übersee kommt zu Besuch nach Wien und hat den festen Vorsatz, eine unvergessliche Nacht zu erleben. Welches Abendprogramm stellst du für ihn zusammen?
Dominik: Warmup im Studio, Techno Sonntag Party im Wald, Grelle Forelle (Soundsystem !!), Afterparty mit Mirko.
Sebastian: Keine Ahnung, ich geh nicht mehr fort…

Du kommst unerwartet zu 100 Euro. Wo in der Stadt wirst du sie wahrscheinlich ausgeben und wofür?
Dominik: Essen gehen, Burger beim Artner auf der Wieden (mit MOTSA!)
Sebastian: Nachzahlungen, Erste Bank Taborstraße

Du hast die Chance, für einen ganzen Abend ein Line-Up ganz nach deinem Geschmack zusammenzustellen, einzige Voraussetzung: Es darf nur aus Wiener DJs bestehen. Wie sieht dein Line-Up aus?
Dominik: AA+, Markus Lindner, MOTSA
Sebastian: Johannes Haidin, Zuckerwatt Leute

Was ist das Schönste an Wiens Clubszene?
Dominik: Grelle Forelle
Sebastian: Soundcheck

Was ist das Nervigste an Wiens Clubszene?
Dominik: Zu wenig Leute, mehr Piefke bitte!
Sebastian: Alles außer Soundcheck und Gig.

Womit verbringt ihr eure Zeit, wenn ihr nicht gerade Musik macht?
Austrian Apparel - photo credit: Thomas UnterbergerDominik: Ich liebe alle Frauen.
Sebastian: Ich umarme Bäume und Mädchen.

Lasst uns zum Schluss noch folgendes von euch wissen:

  • Erster Gig – wann und wo? Dominik: 2000 Cover Band (Nirvana, Peppers, etc..) / Sebastian: Schulband im Waldviertel
  • Vinyl, Digital oder ganz was anderes? Dominik: LIVE Sebastian: Toplive
  • Größe eurer Musiksammlung? Dominik: Klein. / Sebastian: Habe mir letztens 10 MP3s auf Beatport gekauft.
  • BpM-Range: Von – bis? Dominik: 30 -­ 142 BPM / Sebastian: 30 -­ 300 BPM

Der folgende Mix wurde bei einem der äußerst raren Anlässe mitgeschnitten, bei denen Austrian Apparel sich an Decks und Reglern statt Synthies und Drumcomputern zeigen, nämlich im Rahmen des diesjährigen Electric Spring Festivals im MQ – mehr hausgemachtes gibt es natürlich immer noch auf ihrem Soundcloud-Account zum Anhören und teilweise sogar Runterladen sowie auf ihrer Bandcamp Page zum Nice Price zu kaufen. Oder wahlweise dort, wo Austrian Apparel am ehesten in ihrem Element sind, nämlich live – beispielsweise am 3. Juli beim Bock auf Revo*lotion Festival zugunsten dem Flüchtlingsprojekt Ute Bock beim Böllerbauer in Stadt Haag/Niederösterreich, sowie am letzten Juli-Wochenende beim  AgratAmAgatha in Riedenburg/Bayern

Zanshin (Affine Records) - Photo by Katarina Balgavy

Vienna Players #25: Zanshin (Affine Records)

Zwei Monate, eine Stadt, dreißig ihrer bedeutendsten DJs – soweit die Idee hinter unserer Reihe Vienna Players. Und wer sie schon länger verfolgt, wird sich bereits die längste Zeit fragen, wann Affine Records endlich ins Spiel kommt – derzeit wohl das Aushängeschild schlechthin in Sachen elektronischer Musik mit einem ausgewählten Artist-Roster, das sich vor weltweiten Booking-Anfragen kaum noch retten kann. Wir freuen uns, dass Zanshin als Gesandter der Affine-Familie (und obendrein bekannt als eine Hälfte des dynamischen Duos Ogris Debris) die Zeit gefunden hat, unser Frage-/Antwort-Spiel rund um die Wiener Szene mitzuspielen und einen exklusiven Mix für uns aufzunehmen.

Was hat euch ursprünglich in die Musik-/Clubszene verschlagen?
Tanzen, Auflegen, Produzieren, in genau dieser Reihenfolge…

Was macht gerade Wien zum idealen Mittelpunkt für deine musikalischen Aktivitäten?
Wien, Wien, nur du allein, kannst die Stadt meiner Träume sein… Scherz beiseite, ich bin hier geboren, meine Freunde und das Label sind hier und ich steh einfach irgendwie auf Wien…

Zanshin (Affine Records) - Photo by Andreas WaldschützEin Freund aus Übersee kommt zu Besuch nach Wien und hat den festen Vorsatz, eine unvergessliche Nacht zu erleben. Welches Abendprogramm stellst du für ihn zusammen?
Wir starten im Zweitbester (mein Stammlokal) und dann lassen wir uns treiben wohin auch immer… Ich liebe es auch am Abend am Teich vor der Karlskirche zu sitzen…
Die vielen Clubs wurden ja schon alle mehrmals genannt, ich hab da nicht wirklich eine Präferenz, würde mir eher das Programm ansehen. Aber vielleicht tatsächlich davor noch einen Film im Filmcasino oder Gartenbaukino.. ich mag schöne alte Kinos!

Du kommst unerwartet zu 100 Euro. Wo in der Stadt wirst du sie wahrscheinlich ausgeben und wofür?
Ich würde meinen Freund aus Übersee aufwecken und ihm sagen, dass es jetzt dann weitergeht…

Du hast die Chance, für einen ganzen Abend ein Line-Up ganz nach deinem Geschmack zusammenzustellen, einzige Voraussetzung: Es darf nur aus Wiener DJs bestehen. Wie sieht dein Line-Up aus?
Genau das soll ich glaub ich irgendwann im Herbst im Fluc tun… lassen wir uns überraschen… (Tut mir leid ich bin nicht so gut im Namedropping, und vor allem frage ich mich was genau jetzt einen Wiener DJ definiert… und ich kenne so viele, wenn ich jetzt einige wenige nenne, dann fühlen sich die anderen alle vernachlässigt… das ist doch auch nicht schön, aber einen muss ich jetzt nennen weil ich mich genau mit ihm über diese Frage unterhalten habe und er meinte er hat mich auch in seiner Liste, and his name is Moogle).

Was ist das Schönste an Wiens Clubszene?
Dass sie mittlerweile einigermassen gewachsen und ernst zu nehmen ist.

Was ist das Nervigste an Wiens Clubszene?
Zu viel Hype, der die Meinung der Menschen bestimmt, eher starkes Herdenverhalten, zu wenig experimentierfreudiges Publikum.

Womit verbringst du deine Zeit, wenn du nicht gerade auflegst?
Zanshin (Affine Records)Lieben, leben und leben lassen, musik hören und denken, dazwischen an Knöpfen drehen und Knöpfe drücken, Ideen spinnen, den Vögeln zuhören…

Lass uns zum Schluss noch folgendes von dir wissen:

  • Erster Gig – wann und wo? Erster Gig: Kindergarten Katzenmusicalaufführung… (möglicherweise traumatisch)
    Erster Gig mit Band: Wahrscheinlich Kulturzentrum
    Erster elektronischer Gig: Irgendwo bei einer Pool Party mit der Roland MC303
    Erster ernst zu nehmender Gig: Arge Nonntal/Salzburg weil dort studiert
  • Vinyl, Digital oder ganz was anderes? ich nehme alles.
  • Größe deiner Musiksammlung? Ja, ich würde schon hoffen, dass meine Sammlung eine gewisse musikalische Größe besitzt…
  • BpM-Range: Von – bis? JA das ist jetz DIE Frage für den DJ… also gut… eigentlich seh ich da keine Beschränkung, aber wenn die Leute tanzen wollen im Club wahrscheinlich zwischen 100 und 150.. aber das ist ja alles relativ…

Wie gewohnt gibt es auch an dieser Stelle nach schönen Worten noch schönere Musik – Zanshin exklusiv im Mix für Play.fm und das ganze eineinhalb Stunden. Wer noch mehr davon hören möchte, hat unter anderem am 3. Juli beim alljährlichen Prater Unser Festival, bei dem Affine Records außerdem die Label-Kollegen Cid Rim und The Clonious ins Rennen schickt, am 27. Juni solo bei den Weekend Sounds im MQ, sowie am 24. Juni im Heuer am Karlsplatz und am 1. August im Vestibül im Rahmen des Impulstanz Festivals – letztere beide jeweils im Doppelpack mit einem weiteren bemerkenswerten lokalen Act, dem von Philpot Records bekannten The Reboot Joy Confession.

Slack Hippy (FM4 Dog's Bollocks)

Vienna Players #24: Slack Hippy (FM4 Dog’s Bollocks)

Zwei Monate, eine Stadt und dreißig ihrer einflussreichsten DJs – soweit die Idee hinter unserer aktuellen Serie Vienna Players. Auf Startposition (die übrigens rein zufällig vergeben wird) #24 wartet heute ein Everybody’s Darling der lokalen Szene, auf den BeobachterInnen der Serie wohl schon längst gewartet haben: Slack Hippy, Vollblut-Vinyl-DJ ohne Genre-Grenzen seit mehr als zwei Jahrzehnten, Host und Resident-DJ bei FM4 La Boum deluxe und Inhaber einer Facebook-Wall, die längst sämtliche Diskussions-Foren und Marketing-Pages als zentrale Diskussionsplattform der Wiener Szene abgelöst hat. Als Native Speaker darf er unser Frage&Antwort-Spiel auf Englisch halten, und der exklusive Gast-Mix spricht jenseits aller Sprachbarrieren ohnehin für sich…

What made you initially end up in the music/club scene?
Going Raving with my Friends in England and watching DJs do their thing.

What exactly is it that makes Vienna the perfect central point for your musical activities?Hard to answer that, I just landed here in 1991 and didnt look back and as luck would have it the electronic music scene was just kicking off, so I joined them and here I am 24 years later.

Slack Hippy (FM4 Dog's BollocksA friend from overseas comes to visit Vienna with the intentiion of experiencing an unforgettable night. What evening’s entertainment do you plan for him?
Well , A good restauraut to kick things off, preferably with a good beer menu , I would choose Brickmakers for that . Then I would look up wots on offer club/music wise for the night and head off there. In the morning I would take them to Drechsler for breakfast and then all back to mine to end off the night.

You’re unexpectedly receiving 100 Euros. Where in town will you most probably spend it on and on what?I would hit Das Market & buy some records and save 30 -40 euros and take my lady out for dinner.

You get the chance to arrange a lineup for a whole night that just fits your personal taste, only condition: You might only choose DJs from Vienna. What does your lineup look like?
Without mentioning any names?? A fine blend of music from 4/4, Breakbeats and Leftfield with a quality warm-up DJ (warm up is important folks), a banging headliner and someone to take them into a deep journey to end the night . I think 3-4 DJs should do it, as I believe every DJ needs at least 90 minutes for a set . The longer a DJ plays the better it gets.

What’s the best thing about Vienna?s club scene?
🙂 The beer, the vast selection of clubs & bars, going out dancing with my friends.

What’s the most annoying thing about Vienna’s club scene?
The laws and govt regulations concerning running / hosting a club night can be very annoying.

How do you spend your time when you’re not DJing, and what did your life look like before your musical career?
B.Visible (Duzz Down San) - Photo credit: Sachin SoniWhen I am not DJing I love to garden, cook and meet good friends. I also like sampling my way through the beer scene.

At the end, please let us know the following:

  • First gig – when and where? Some illegal rave on the beach in England in 1990.
  • Vinyl, digital or something completely different? Vinyl baby.
  • Extent of your music collection? around 15000 plates, maybe more… havent counted them for ages.
  • BpM-Range: From – to? 0 – 180 BpM.

Für die Vienna Players Reihe hat Slack Hippy tief in seinen Plattenboxen gekramt und eine kunterbunte, im Kern aber durchwegs Breakbeat-lastige Selection zusammengesucht. Ähnliches gibt es jede letzten Freitag im Monat in Dog’s Bollocks, seinem monatlichem Sendeplatz in Rahmen von FM4 La Boum deluxe, zu hören. Und wer noch mehr Slack Hippy hören möchte und gleichzeitig etwas Gutes tun möchte, sollte sich das erste Juli-Wochenende unbedingt vormerken, an diesem spielt er nämlich gleich zwei Mal zu Gunsten des Flüchtlingsprojekts Ute Bock: Am Freitag, den 3. Juli, bei Refugees Welcome in der Grellen Forelle und Tags darauf, am 4. Juli, nur knapp eineinhalb Stunden westlich von Wien beim wunderschönen Böllerbauer im Rahmen des Bock auf Revo*lotion Festivals. Beide Veranstaltungen mit Unmengen weiterer großartiger Acts, und beide mit Reinerlös an dieses unglaublich wichtige Projekt.

Jay Rome (Blu Saphir)

Vienna Players #23: Jay Rome (Blu Saphir)

Unter dem Titel Vienna Players stellen wir euch derzeit dreißig bedeutende Akteure der Wiener Club-Szene vor. Ebendiese ist seit Jahr und Tag eng mit Drum & Bass verbunden – und das ist unter anderem Jay Rome zu verdanken. Nicht nur als begnadeter DJ, sondern seit nunmehr zehn Jahren als treibende Kraft hinter Blu Saphir und dessen diversen Sublabels trägt er dafür Sorge, dass die Trommeln und Bässe auch immer mit einem gehörigen Schuss Funk und Soul daher rollen. So umfasst der Katalog des kleinen Label-Imperiums inzwischen weit über 60 Releases von etablierten Acts wie Bungle, Big Bud, Syncopix, Bassface Sascha oder seinem Wiener Homie Paul SG – um nur einige zu nennen. Was Wien zu einem guten Headquarter für seine Mission macht erzählt uns Jay Rome in den kommenden Zeilen – nebst einem brandneuen einstündigen Exklusiv-Mix.

Was hat euch ursprünglich in die Musik-/Clubszene verschlagen?
Meine Club Anfänge reichen knapp 20 Jahre zurück. 1994 hat es mich zuerst in die Techno Szene in Frankfurt verschlagen. Meine ersten Club Nights waren damals im Omen und im Dorian Gray. Erst später als ich ins Internat kam bin ich dann in Kontakt mit meinem guten alten Freund und DJ Mentor Mark-E. Bis dahin kannte ich Drum and Bass noch nicht und es riss mich direkt in den Bann. Mein Freund Mark-E brachte mir 1995 dann das auflegen bei und nach meiner Internatszeit bin ich dann als ausgebildeter Drum and Bass DJ zurück in meine alte Heimat Frankfurt gezogen und hab mich einer DnB crew namens System Killaz angeschlossen. Von 1998 bis zu meinem Umzug nach Wien haben wir zu dritt monatlich unsere Sendung namens “Music4ahardlife” moderiert. Die show gibt es immer noch monatlich auf FM Radio X (www.radiox.de). Mit den System Killaz gab es auch 2001 das erste Vinyl release auf S-Limited was ein Schwesterlabel von DJ Lightwood‘s label Santorin war. 2005 war dann die Geburtststunde von meinem Label Blu Saphir Recs.

Was macht gerade Wien zum idealen Mittelpunkt für deine musikalischen Aktivitäten?
Jay Rome (Blu Saphir)Nun ja meine alte Heimat (Frankfurt am Main) war und ist nicht gerade für Drum and Bass berühmt, sondern eher für House und Techno, was mich schon immer sehr genervt hat und deswegen wollte ich eigentlich schon immer raus aus meiner Stadt. Als ich meine ersten Bookings 2002 in Wien hatte, merkte ich sehr schnell das die Leute dort viel aufgeschlossener gegenüber DnB waren und das war eigentlich einer meiner Hauptgründe. Vor allen dingen hat man es von Wien nicht so weit nach Ungarn, Tschechien, Slowakei, oder Rumänien, wo ich auch regelmäßig gebucht werde.

Ein Freund aus Übersee kommt zu Besuch nach Wien und hat den festen Vorsatz, eine unvergessliche Nacht zu erleben. Welches Abendprogramm stellst du für ihn zusammen?
Natürlich erstmals traditionell ne Stelze im Schweizer Hof essen und mit gutem Bier und Schnaps verdauen, danach ab in die Donau Bar und von dort dann in die Clubs, gibt ja immer genug Programm und zum Abschluss wird’s dann natürlich auch ne Eitrige und ein 16er Blech von der Würstelbude geben.

Du kommst unerwartet zu 100 Euro. Wo in der Stadt wirst du sie wahrscheinlich ausgeben und wofür?Soviel ist das ja leider gar nicht mehr. Aber ein paar Platten und n T-Shirt wären ja drin.

Du hast die Chance, für einen ganzen Abend ein Line-Up ganz nach deinem Geschmack zusammenzustellen, einzige Voraussetzung: Es darf nur aus Wiener DJs bestehen. Wie sieht dein Line-Up aus?
MotsaJay Rome (Blu Saphir)
Franz Jazzin Otto
Aziz
DJ Crum
Burnin Tears
Kimyan Law
Kruder und Dorfmeister
Paul SG
Dorian Concept

Was ist das Schönste an Wiens Clubszene?
Das wachsende interesse and Drum and Bass.

Was ist das Nervigste an Wiens Clubszene?
Wenig Innovation, zuviel Copy & Paste.

Womit verbringst du deine Zeit, wenn du nicht gerade auflegst?
Ich kümmere mich viel um meine labels (Blu Saphir, Digital Blus & Blu Saphir LTD.), darunter fallen: Merchandising, das zusammenstellen der Release Schedules, Artist Management, das erstellen von Verträgen, Kalkulation usw. Ansonsten mach ich auch regelmässig Sport und produzier in Ableton falls ich die Zeit dazu habe. Mein Leben vor meiner Musikkarriere war ziemlich so wie bei den meisten anderen auch, da ich in der Zeit noch in die Schule ging 😉

Lass uns zum Schluss noch folgendes von dir wissen:

  • Erster Gig – wann und wo? Toe´s birthday session in der Skaterhalle in Limburg, 1997
  • Vinyl, Digital oder ganz was anderes? Die Kombination von beidem, Serato Vinyl und Vinyl 😉
  • Größe deiner Musiksammlung? Über 3000 Vinyl und mehrere TB Digital.
  • BpM-Range: Von – bis? 86-174 BPM.

Wir freuen uns, euch in weiterer Folge einen exklusiven einstündigen Streifzug durch Jay Rome’s Crates anbieten zu dürfen – einige Produktionen aus dem Hause Blu Spahir und seiner eigenen Beatschmiede inklusive. Wer mehr davon hören möchte folgt am besten seiner Facebook Page, sowie für kommende Releases natürlich der von Blu Saphir!

Christoph Wagner (Jazzdination)

Vienna Players #22: Christoph Wagner (Jazzdination Radioshow)

Unter dem Titel Vienna Players porträtieren wird derzeit dreißig der interessantesten Künstler der lokalen Musikszene – etwas, was Christoph Wagner bereits 2009 regelmäßig macht: Als Host der Jazzdination Radioshow hat er so ziemlich alle namhaften Acts ans Mikrophon und/oder hinters Mischpult geholt, deren Musik tief im Jazz wurzelt. Dorian Concept und Louie Austen haben auf der Interview-Couch bereits ebenso Platz genommen wie die Waxolutionists, Brenk oder die Sofa Surfers. Was Wien für ihn zu einem speziellen Ort macht erzählt er uns in den nächsten paar Zeilen – nebst einem exklusiven Mix mit einigen seiner aktuellen Lieblingstracks!

Was hat euch ursprünglich in die Musik-/Clubszene verschlagen?
Mein großes Interesse an Musik und dem daraus wachsenden Wunsch meine Leidenschaft mit anderen Menschen zu teilen. DJ-Sets von Peter Kruder, DSL und den Waxos waren sehr einschneidende Erlebnisse und weckten den Wunsch nach mehr! Neben meiner DJ-Tätigkeit tauchte ich als einer der Initiatoren der Jazzdination Radioshow (PLAY.FM) tiefer in die Wiener Club- und Musikszene ein.

Was macht gerade Wien zum idealen Mittelpunkt für deine musikalischen Aktivitäten?
Wien hat eine überschaubare aber trotzdem breitgefächerte Musiklandschaft, welche mich immer wieder neu inspiriert.

Christoph Wagner (Jazzdination)Ein Freund aus Übersee kommt zu Besuch nach Wien und hat den festen Vorsatz, eine unvergessliche Nacht zu erleben. Welches Abendprogramm stellst du für ihn zusammen?
Wir beginnen den musikalischen Streifzug mit einem Konzert im Jazzclub Porgy&Bess. Danach geht es je nach Stimmung und Programm in das Celeste oder Cafe Leopold und dann weiter in die Grelle Forelle. Zum Ausklang genehmigen wir uns ein „Würstl“ im Donau.

Du kommst unerwartet zu 100 Euro. Wo in der Stadt wirst du sie wahrscheinlich ausgeben und wofür?Ich werde meine zwei Lieblingsplattenläden, das Rave Up und Das Market besuchen und mit einer Tasche gefüllt mit neuem Vinyl zufrieden nach Hause gehen.

Du hast die Chance, für einen ganzen Abend ein Line-Up ganz nach deinem Geschmack zusammenzustellen, einzige Voraussetzung: Es darf nur aus Wiener DJs bestehen. Wie sieht dein Line-Up aus?
DJ Zuzee
Chester Rush & Stoney the Flute
Mr.Guan & Luis Figueroa
DJ DSL
7 Citizens & Kido Soon
TJ Hicks
Patrick Pulsinger
Electric Indigo
Peter Kruder

Womit verbringst du deine Zeit, wenn du nicht gerade auflegst?
Christoph Wagner (Jazzdination)Auf jedem Fall mit meiner Familie und Freuden. Die restliche Zeit mit Musik, Bewegung in sämtlichen Formen oder einer Lektüre. Vor meiner Musikkarriere war ich im Leistungssport aktiv.

Lass uns zum Schluss noch folgendes von dir wissen:

  • Erster Gig – wann und wo? Mein erster erwähnenswerter Gig in Wien war am 13. Mai 2005 in der damaligen Kunsthalle am Karlsplatz im Rahmen einer Bujaka Live-Session gemeinsam mit Thomas de Martin. Meine ersten DJ-Erfahrungen machte ich 1997 in meiner Heimat Neunkirchen im Lokal Kuckuck.
  • Vinyl, Digital oder ganz was anderes? Vinyl und Digital
  • Größe deiner Musiksammlung? Ein 5×5 Meter großer Raum voll gepackt mit Platten und CDs.
  • BpM-Range: Von – bis? 70 – 135.

Anbei der versprochene Mix – noch viel, viel mehr von Christoph Wagner gibt es im Play.fm Archiv zu hören, wo seit inzwischen sechs Jahren (so gut wie) jeden Monat eine neue Ausgabe seiner generell sehr empfehlenswerten Jazzdination Radioshow dazu kommt. Wer in Wien weilt, kann das Spektakel übrigens auch live in wechselnden Locations beobachten – folgt am besten der Facebook-Page von Jazzdination, um über kommende Termine am Laufenden zu bleiben!