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Vienna Players #2: Shroombab (High Tension Records)

Im Rahmen der Reihe Vienna Players stellen wir euch im Mai und Juni insgesamt 30 DJs vor, die man (unserer Meinung nach) kennen sollte, wenn man sich mit der Wiener Clubszene befasst. Heute präsentieren wir ein Urgestein der lokalen Drum & Bass Landschaft (und darüber hinaus): Shroombab betreibt seit 2002 das Label High Tension sowie das Projekt Junglistic Sistaz, ein Netzwerk zur globalen Vernetzung weiblicher Drum & Bass Artists, mit dem sie neben Events in Wien auch solche in London, Paris oder Brüssel realisiert hat.

Was hat dich ursprünglich in die Musik-/Clubszene verschlagen?
Ich kam zum Studieren nach Wien und entdeckte dann relativ rasch das Flex. Die legendären Clubnights Dub Club und Sub sowie Wicked inspirierten mich, rasch selbst das Turntable-Handwerk mit good old Vinyl zu erlernen.

Was macht gerade Wien zum idealen Mittelpunkt für deine musikalischen Aktivitäten?
Wien ist mein Lebensmittelpunkt.

shroombab_300x300_03Ein Freund aus Übersee kommt zu Besuch nach Wien und hat den festen Vorsatz, eine unvergessliche Nacht zu erleben. Welches Abendprogramm stellst du für ihn zusammen?
Ist gerade Donnerstag, nehme ich ihn mit zum „Beat.It“ ins Flex. Ist gerade Freitag, entführe ich ihn ins Fluc zu „Vollkontakt“ oder in die Camera zu „Switch“, ist gerade Samstag machen wir uns auf die Arena zu „Mainframe“. Ist gerade Sommer, machen wir einen Abstecher in die „Pratersauna“.

Du kommst unerwartet zu 100 Euro. Wo in der Stadt wirst du sie wahrscheinlich ausgeben und wofür?
Zuerst geht’s zum Della Lucia auf ein Kokoseis, dann ins vegetarische Restaurant Landia im 7. Bezirk zum Mittagessen, bevor es weiter in den Plattenladen Substance geht – falls ich es schaffe, um am Desigual Store vorbeizukommen, ohne reinzugehen.

Du hast die Chance, für einen ganzen Abend ein Line-Up ganz nach deinem Geschmack zusammenzustellen, einzige Voraussetzung: Es darf nur aus Wiener DJs bestehen. Wie sieht dein Line-Up aus?
Mein persönliches Wunschkonzert wäre:
Roswell 47 (Bounce!)
Spaceant (Wicked)
Splinta (Beat.it)
Mat (Trife.Life!)
Atomique (Dubstep.at)

Was ist das Schönste an Wiens Clubszene?
Dass man in den meisten Clubs akzeptiert wird, egal wie alt man ist, welche Hautfarbe man hat oder wie man aussieht.

Was ist das Nervigste an Wiens Clubszene?
Dass es immer erst so spät losgeht, ergo Prime Time: 2.30h.

ShroombabWo verbringst du deine Zeit, wenn du nicht gerade auflegst?
Ich schreibe. Beruflich und privat. Und normalerweise würde ich dieses Interview führen :­) Abgesehen von dieser zweiten Leidenschaft verbringe ich meine Zeit am liebsten im Wasser, Wald und Natur.

Lass uns zum Schluss noch folgendes von dir wissen:

  • Erster Gig – wann und wo? Uni Fest im Alten AKH, Sommer 1999.
  • Vinyl, Digital oder ganz was anderes? Oldskool: Vinyl und CD. Verzichte derzeit auf Serato/Traktor, etc.
  • Größe deiner Musiksammlung? Zirka 800 Vinyl, unendlich viele WAV­Files.
  • BpM-Range: Von – bis? 130 – 180 BPM.

Shroombab war zuletzt fleißig im Studio und hat auf ihrem Soundcloud-Profil zuletzt einige neue Tracks mit politischen Themen als Free Download veröffentlicht. Wenn sie nicht gerade durch Russland, Südafrika, die USA oder einen anderen der über zwanzig Staaten tourt, in denen sie bisher unterwegs war, ist Shroombab auch immer wieder zuhause in Wien zu hören – unter anderem als Resident des größtem Drum & Bass Weekly der Stadt, dem Beat It! im Flex.

 

Emil Berliner (Junge Wilde) - Photo by Anna Ullrich

Vienna Players #1: Emil Berliner (Junge Wilde)

In der Reihe Vienna Players stellen wir euch in den kommenden Wochen über dreißig der (unserer Meinung nach) bedeutendsten Akteure der Wiener Club-Szene vor. Heute: Emil Berliner, Teil des angesagten Wiener Künstlerkollektivs Junge Wilde (neben anderen aufstrebenden Acts wie Steve Hope und Der Wanderer) und mit Produktionen auf Great Stuff oder dem Traum Schallplatten Sublabel MBF Limited für Aufsehen sorgt.

Was hat dich ursprünglich in die Musik-/Clubszene verschlagen?
Die Pubertät.

Was macht gerade Wien zum idealen Mittelpunkt für deine musikalischen Aktivitäten?
Ob Wien für mich das ideale Umfeld bietet, kann ich schwer sagen. Jede Stadt hat seine Vor– und Nachteile. Ich bin jedoch nicht abgeneigt, mich auch mal auf musikalische Reise ins Ausland zu begeben.

Emil Berliner / Junge WildeEin Freund aus Übersee kommt zu Besuch nach Wien und hat den festen Vorsatz, eine unvergessliche Nacht zu erleben. Welches Abendprogramm stellst du für ihn zusammen?
Club egal, Musik egal. Mit den richtigen Leuten kann auch der Besuch im Pensionistenheim zum Hit werden.

Du kommst unerwartet zu 100 Euro. Wo in der Stadt wirst du sie wahrscheinlich ausgeben und wofür?
Endlich Miete zahlen. Spaß ohne – mit guten Freunden einen netten Abend verbringen.

Du hast die Chance, für einen ganzen Abend ein Line-Up ganz nach deinem Geschmack zusammenzustellen, einzige Voraussetzung: Es darf nur aus Wiener DJs bestehen. Wie sieht dein Line-Up aus?
Enge Freunde und gute Produzenten – Florian Kaltstrøm, Ken Hayakawa, MOTSA.

Was ist das Schönste an Wiens Clubszene?
Die Menschen.

Was ist das Nervigste an Wiens Clubszene?
Die Menschen.

Wo verbringst du deine Zeit, wenn du nicht gerade auflegst?
Im Studio und in der Küche – ich (be)koche für mein Leben gern.

Lass uns zum Schluss noch folgendes von dir wissen:

Emil Berliner / Junge Wilde

  • Erster Gig – wann und wo? 21.02.11, nervös und schweißgebadet in einer, aus allen Nähten platzenden Auslage Wien.
  • Vinyl, Digital oder ganz was anderes? Vinyl, zeitloser Charme
  • Größe deiner Musiksammlung? In Gigabyte oder Kubikmeter?
  • BpM-Range: Von – bis? 122,5 – 123,0 BPM – da bin ich recht flexibel.

Wer Emil Berliner nicht nur daheim als Play.fm Stream, sondern auf einem massiven Soundsystem im Club hören möchte, kann das beispielsweise am 5. Juni in der Kantine tun, wo er als Support für das Pariser Trio dOP spielt.