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Daily One Hour

Im Club mit: Daily One Hour (Interview + Mix)

In Wien mangelt es bekanntlich nicht an Drum & Bass Partys, aber man wird es schwer haben, ähnlich ausgelassene, lustige und familiäre wie jene der Daily One Hour zu finden, bei denen der Spaß an der Musik und die guten Vibes im Vordergrund stehen. Deshalb und nicht zuletzt weil sie uns schon seit 2009 mit ihrer monatlichen Radioshow begleiten dürfen sie in unserer Feature-Reihe über die Wiener Szene nicht fehlen!

Daily One Hour – wer steckt hinter diesem Namen? Was macht ihr und wer ist bei euch wofür zuständig?

Ursprünglich gegründet wurde die Daily bereits Anfang 2007 als DJ-Kollektiv für kleine private Auflegereien in Wiener Wohnungen. Anfangs waren wir zur dritt, Construct, Mojo und Urbanfreak, relativ schnell holten wir dann Milleks ins Boot. Er ist neben Mojo der Rechner und kühle Denker, während Consi & Freak eher die emotionalen Hitzköpfe mit Hang zur Dramatik sind. Nach einiger Zeit stieß dann noch unser Bayrisches Ehrenmitglied Tuff Gee dazu. Je nach Zeit und Talent sind die Aufgaben im Kollektiv derzeit fliegend verteilt.

Seit wann ist Daily One Hour im Wiener Nachtleben aktiv, und wie ist es überhaupt dazu gekommen?

Daily One Hour Family
Ein Bild wie aus dem Familienalbum: Die Daily One Hour Crew mit Family & Friends, damals im Jahr 2007…

Man kann sich gut vorstellen, dass uns die kleinen Wohnzimmer bald zu eng wurden und auch die Lautstärke am Limit war. Also haben wir uns entschlossen die Daily One Hour offiziell in die Nacht und den Club zu verlegen. Am 27. Juli 2007 im Club Massiv war es dann soweit. Wir als Crew mit MC Bombaman und Ramun MC! Ein paar Monate später hatten wir dann unseren ersten internationalen Act mit DJ Bungle. Nach langer schwieriger Suche und mehreren Locationwechseln haben wir vor einigen Jahren unser zu Hause im Roxy in der Faulmanngasse gefunden. Legendärer Club mit sub-kultureller Geschichte. Wer erinnert sich nicht an die All Souled Out Partys, noch unter der Aufsicht von Aziz und Mat, an der Bar mit Ravin und Ramis! Wir haben den Jungs wirklich viel zu verdanken.

Und wie sieht es bei Daily One Hour aktuell aus – wo und wie oft macht ihr Veranstaltungen? Welche Idee und welches musikalische Konzept verfolgt ihr, und welches Publikum wollt ihr damit ansprechen?

Urbanfreak
Die Crew 1/5: Urbanfreak (Foto credit: Martin Uhlir)

Aktuell wollen wir Mellow Drum & Bass in Wien wieder stärker etablieren und sind froh in Eugen, dem neuen Besitzer des Roxy, einen guten Partner gefunden zu haben. Das Roxy ist für unser Konzept von der Größe und seinem Ambiente genau richtig. Seit Anfang 2015 sind wir wieder vermehrt aktiv und veranstalten derzeit jeden vierten Freitag im Monat eine Party. Unserem Alter entsprechend, sind wir nach einer Sturm&Drang-Phase mit JumpUp & Neuro nun bei Mellow und Soulful Drum & Bass angekommen. Und dort bleiben wir!!!!

Unsere Gäste sind so um 25+ herum, aber auch jüngere, abseits des harten Rave Sounds, sind bei uns herzlich willkommen! Als reinem Gentlemansclub sind uns jedoch 30jährige, finanziell unabhängige Frauen mit “Beinen bis zum Hals“ am liebsten 😉

Wie ist es aktuell, in Wien Partys zu veranstalten, könnt ihr davon leben? Was motiviert euch, damit weiter zu machen, was macht euch eher zu schaffen, welche Probleme seht ihr?

Construct
Die Crew 2/5: Construct (Foto credit: Warda)

Davon leben könnte nicht mal einer von uns, das war aber auch nie unser Anspruch. Uns geht es um die Party und den Vibe, der dort entsteht. Vor allem unsere tanzenden Freunde sind Motivation und Antrieb, Zeit in so ein Projekt zu investieren. Wenn das Budget mal wieder schwach ist, können wir keine Internationalen Acts holen, Österreich bietet aber genug talentierte DJs, die unseren Sound spielen wollen, der jedoch auf ihren eigenen Partys einfach nicht passt.

Da dieses Projekt an keine finanziellen Ziele geknüpft ist, sondern durch die Leidenschaft zur Musik getrieben wird und dank dem Support unserer Wegbegleiter gestützt wird, gibt es uns auch nach acht Jahren noch.

In welche Richtung entwickelt sich die Wiener Szene eurer Meinung nach, gibt es genug gute Veranstaltungen oder vielleicht sogar zu viele? Wie steht Wien aus eurer Sicht im internationalen Vergleich da, wie seht ihr die Wiener Clubs und welche Entwicklungen würdet ihr euch für die Zukunft wünschen?

Mojo
Die Crew 3/5: Mojo (Foto credit: Warda)

Wir in Wien sind wirklich gesegnet mit Drum & Bass-Partys, derzeit sogar schon übersättigt. Dieses Jahr am Sun and Bass Festival in Sardinien haben wir mit vielen Engländern und anderen Drum & Bass-Heads aus der ganzen Welt geplaudert, die haben zwei bis drei Drum & Bass-Partys im Monat!! Wir haben drei in der Woche!!!!!! Hinsichtlich der begrenzten Gästezahl und der raren Locations ist die Grenze wohl derzeit erreicht, zusätzlich kommen noch diverse Festivals im Sommer.

Wirkliche “Probleme” sehen wir jetzt für uns keine, allerdings ist es ärgerlich, dass immer mehr Dates aufgrund des Überangebotes kollidieren. Die etablierten Veranstaltungen leiden währenddessen unter Gästemangel und kommen eventuell dadurch in Schwierigkeiten, die nicht notwendig wären.

Wenn ihr auf eure bisherige Laufbahn als Veranstalter zurückblickt: Was waren die Highlights, woran erinnert ihr euch gerne?

Milleks
Die Crew 4/5: Milleks (Foto credit: Warda)

Das ist wirklich schwierig, jede DOH-Party hat einen eigenen Groove, rückwirkend gesehen waren alle geil! Vieles ist auch sehr verschwommen in Erinnerung. 😉

Aber da waren schon viele gute Partys, sonst würden wir es nicht mehr machen. Dieses Jahr waren auf jeden Fall unser Acht-Jahres-Jubiläum, LSB, Loz Contreras & DJ Chap waren vom Vibe her schon sehr feine Partys.

Und welche Momente waren für euch am schwierigsten?

Als zum ersten Mal ein von uns gebuchter Act ohne Muh und Mäh einfach nicht gekommen ist. Kein Anruf, kein Abheben am Telefon, keine Email, nichts!!!!! Da waren wir echt schockiert, aber man lernt dazu und wird entspannter. Aber das ist außer finanziell auch nicht schlimm, gefeiert wird bei uns immer, denn wir haben verlässliche Freunde die gerne Aushelfen.

Tuff Gee
Die Crew 5/5: Tuff Gee

Gab es bei euren bisherigen Partys auch Bookings, die ihr definitiv nicht mehr machen würdet? Und wenn ja, wieso?

Fällt uns jetzt niemand ein. Bei uns bekommt fast jeder eine 2te Chance 😉

Wenn Geld und sonstige Ressourcen keine Rolle spielen würden – wie würde die Party eurer Träume aussehen, und wer würde dort auftreten?

PPfff…?, Marky & Stamina, B2B Calibre & Makoto in einem unserer Wohnzimmer! Oder eine Party im Süden, eventuell ein Festival for free für alle, die für gute Musik auch in den Süden reisen würden!

Nachdem sich das Jahresende mit großen Schritten nähert: Was darf man 2016 und darüber hinaus von euch erwarten?

Daily One Hour @ Play.fm Studio
Jedes Monat ein Highlight: Die Daily One Hour Radioshow – damals (2007) noch live aus unserem Studio im MQ!

Das Wichtigste ist für uns vor allem die Kontinuität, jetzt weiterhin jeden vierten Freitag eine DOH-würdige Party abzugeben und natürlich unsere geliebte DOH-Radioshow fortzusetzen, die in diesem Projekt definitiv die stabilste Konstante ist.

Wir wollen aber auch auf allen uns verfügbaren Wegen den Mellow Sound wieder stärker etablieren und glauben daran, dass dies funktionieren wird, denn all die jungen Raver werden auch älter und dann landen sie soundtechnisch bei uns. 2016 werden wir wieder einige talentierte Produzenten als Debütanten oder Legenden nach Wien holen und vor allem gute Partys mit unseren Freunden feiern!

Und zum Schluss natürlich die obligatorische Frage – wie gefällt euch die neue Play.fm-Seite, was würdet ihr euch als Veranstalter davon wünschen?

Wir vermissen die Livefunktion, das Studio und die Lounge schon sehr, die neue Website aber ist toll!

Daily One HourEin letztes Mal im alten Jahr gibt es am kommenden Freitag, 25. Dezember, noch die Möglichkeit mit der Daily One Hour und Freunden in ihrer Stammlocation zu feiern – neben der gesamten Crew werden die Gäste Paul SGMenaceDoggsta, Sic Vic und Ken für seelenvollen Drum & Bass vom feinsten sorgen. Für davor und danach findet ihr anbei zwei brandneue, exklusive Mixes von Milleks und Urbanfreak sowie das beeindruckende Archiv aller Daily One Hour Radioshows seit 2009 – damit kommt ihr locker über die Feiertage!

 

 

 

Noch nicht genug? Mehr Mixes aus Wien findest du in unserem Vienna City Channel!

Switch!

Im Club mit: Switch! (Interview + Mix)

Wien und Drum & Bass verbindet seit jeher eine enge, innige Beziehung, und Acts wie D.Kay bzw. Ill.Skillz, Camo & Krooked, Disaszt, Paul SG und Shroombab internationale Botschafter dieser Liaison. Logisch, dass es auch an Veranstaltungen in diesem Genre nicht mangelt – eine jener, die am längsten besteht und nach wie vor großen Spaß macht, ist Switch!. Ein monatlicher Club der, sämtlichen mehr oder weniger kurzlebigen Hypes und Trends zum Trotz, den ursprünglichen Flair früher Drum & Bass Partys weit über die Jahrtausendwende gerettet hat – brachiale Breakbeats, ungeniert wobbelnde Basslines, MCs, wenig Licht, umso mehr Nebel und eine gesunde Portion Ekstase. Worum es Switch! dabei genau geht und wie man im Jahr 2015 in Wien damit durchkommt, hat uns Chef-Promoterin DJ Pandora im Interview erzählt. 

Switch! – wer steckt hinter diesem Namen? Was macht ihr und wer ist bei euch wofür zuständig?

Switch! sind und waren immer Coda & Pandora, seit gemeinsamer Gründung machen wir nach wie vor alles gemeinsam und sind beide für alles zuständig. Obwohl man schwerpunkttechnisch vor allem ob unserer Location (Coda in London, Pandora in Wien), vielleicht erkennen kann, dass sich Coda tendenziell mehr ums Label kümmert, während ich natürlich verstärkt die Events organisieren.

Seit wann ist Switch! im Wiener Nachtleben aktiv, und wie ist es überhaupt dazu gekommen?

Wir haben 2007, kurz nachdem Coda gerade erst wieder nach London zurückgegangen war (er hatte ja jahrelang in Wien gelebt), beschlossen, trotzdem gemeinsam einen Club in Wien zu machen. Ein Freund hatte uns gefragt, ob wir nicht einen Freitag im Monat in der Fluc Wanne ein Event machen wollen, und da konnten wir einfach nicht nein sagen. Es gab in Wien nichts vergleichbares, kein Event, dass so war, wie wir es wollten; Mehr Partyvibe, weniger Neuro, mehr MCs. Wien war DnB-technisch immer schon im darken und im Neuro-Bereich sehr stark, das wollten wir ändern.

Und wie sieht es bei Switch! aktuell aus – wo und wie oft macht ihr Veranstaltungen? Welche Idee und welches musikalische Konzept verfolgt ihr, und welches Publikum wollt ihr damit ansprechen?

DJ Pandora - die eine Hälfte von Switch!...
DJ Pandora – die eine Hälfte von Switch!…

Switch! ist nun seit mehreren Jahren konstant jeden zweiten Freitag im Monat. In unterschiedlichen Clubs, waren wir nicht zuerst in der Fluc Wanne, dann im The Zoo, im Badeschiff und in der Camera und jetzt in der Auslage, aber der Termin ist immer gleich!

Grundsätzlich stehen wir natürlich für JumpUp, ganz klar! Wichtig ist es uns aber auch immer, musikalisch offen zu bleiben. Unsere beider Lieblings-DJs sind eigentlich zumeist die, die es noch schaffen (es werden immer weniger), alle Styles in einem Set gut zu vereinen. Drum’N’Bass als ganzes abzubilden. So kommt es, dass dies auch in unseren Line-Ups immer wieder zumindest teilweise berücksichtigt wird. Unsere Resident-DJs spielen oft auch anderen Sound, wichtig ist bei uns: Partyvibe! Alles, was Party macht, darf bei uns den Dancefloor rocken 🙂

Nicht zuletzt deswegen war uns auch von Anfang an das MC-Konzept sehr wichtig! Hier geht es um Interaktion mit der Crowd, Stimmung, Hype, Spaß. Das gehört also unbedingt zum Switch!, man wird wohl nie ein Switch! erleben, das nicht von einem MC begleitet wird, das wäre einfach nicht das gleiche.

Wie ist es aktuell, in Wien Partys zu veranstalten, könnt ihr davon leben? Was motiviert euch, damit weiter zu machen, was macht euch eher zu schaffen, welche Probleme seht ihr?

Nein, von einem Event, vor allem wenn man es zu zweit veranstaltet, kann man natürlich nicht leben. Zumal wir ja jetzt kein Mainstream-Event sind – JumpUp wird zur Zeit zwar auch hierzulande populärer, dennoch sprechen wir von einer Nische im Drum’N’Bass.

Was uns motiviert weiterzumachen ist eigentlich genau das gleiche, was uns motiviert hat, zu beginnen: Unseren eigenen Club zu gestalten, die eigenen Ideen umzusetzen und im besten Fall sogar erleben, dass es der Crowd genau so taugt, wie man sich das vorgestellt hat. Und vor allen Dingen: Der Spaß an der Sache, der ist ganz essentiell. Wir freuen uns auf jedes Switch! erneut, als wäre es das erste, jedes einzelne Event ist ganz speziell für uns. Es ist halt nur einmal im Monat, dass wir mit unseren Leuten zu unserem Sound abgehen können. Das sollte für Veranstalter immer ganz im Vordergrund stehen, zumindest abseits des kommerziellen Bereiches.

Probleme wüssten wir nicht, welche. Natürlich wäre es schön, wenn man davon leben könnte, aber da hätten wir uns vielleicht eine andere Musikrichtung aussuchen müssen. In Wien gibt es darüber hinaus keine Probleme. Wir leben in einer Stadt, in der es viele Events gibt und auch schon vier gleichzeitig an einem Tag stattgefunden haben, die alle funktioniert haben. Es gibt also genug Publikum. Die Szene hat sich hier gut aufgebaut und hält sich auch sehr gut.

Und, wenn man einen Wunsch nach der Wahl deponieren darf: Ein Absehen von der Vergnügungssteuer wäre natürlich sehr wünschenswert. 🙂

In welche Richtung entwickelt sich die Wiener Szene eurer Meinung nach, gibt es genug gute Veranstaltungen oder vielleicht sogar zu viele? Wie steht Wien aus eurer Sicht im internationalen Vergleich da, wie seht ihr die Wiener Clubs und welche Entwicklungen würdet ihr euch für die Zukunft wünschen?

...und DJ Coda, die andere!
…und DJ Coda, die andere!

Da steckt jetzt schon einiges in der Antwort davor. Zu viele Veranstaltungen gibt es zur Zeit eigentlich nicht. Es gibt immer mal mehr und mal weniger, mal probieren neue Veranstalter etwas aus, und das ist gut so. Man sagt ja immer: Konkurrenz belebt das Geschäft und das ist tatsächlich so. Wenn neue DJs, Veranstalter und Produzenten kommen, bedeutet das nur, dass die Szene lebt und floriert. Natürlich gäbe es einen Level, auf dem es zu viel wäre, aber da sind wir zur Zeit nicht. Hoffen wir, dass es so bleibt. Und wenn nicht: Drum`N`Bass geht immer leicht auf und ab, bleibt aber doch relativ stabil, zumindest in Wien. Und das freut uns sehr!

Wenn ihr auf eure bisherige Laufbahn als Veranstalter zurückblickt: Was waren die Highlights, woran erinnert ihr euch gerne?

Es gab so viele! Wie schon gesagt ist jedes einzelne Switch! für uns speziell. Und Highlights sind nicht notwendigerweise, wenn viele Leute kommen – das Schöne ist immer wieder, das wir auch an schlechten Abenden großartige Parties erlebt haben!

Und welche Momente waren für euch am schwierigsten?

Die ersten Jahre. Denn abseits von guter Stimmung, geht es nun mal auch um Geld, und wenn das einfach partout nicht reicht, muss man sich durchaus ernsthaft überlegen, ob man weitermacht, weitermachen kann! Schließlich haben wir alle Rechnungen zu zahlen 🙂

Und das haben wir uns nicht nur einmal sehr ernsthaft überlegt. Aber dank des Feedbacks unzähliger Leute, des guten Supports und den vielen Beschwichtigungen, doch dran zu bleiben, taten wir das auch. Irgendwann ging es dann gottseidank.

Gab es bei euren bisherigen Partys auch Bookings, die ihr definitiv nicht mehr machen würdet? Und wenn ja, wieso?

Es gab natürlich Events, an denen wir am nächsten Tag gesagt haben, aus, den buchen wir nicht mehr. Einfach wegen Superstar-Attitüden, schwierigen Ridern, mühsamen Anforderungen. Aber am Ende des Tages zählt dann doch die Musik, man bucht die Leute, weil sie gut sind und nicht weil sie nett sind, also bucht man sie doch wieder. Dann weiss man ja auch schon, worauf man sich einlässt und kann sich entsprechend vorbereiten.

Außerdem müssen wir da sagen, haben wir sehr viel Glück. Mit vielen Artists haben wir jetzt schon wiederholt gearbeitet, sie wissen, dass sie sich auf uns verlassen können und dass sie eine gute Party haben werden, daher freuen sie sich immer wieder, zu uns zurückzukommen. Die meisten sind eh ganz pflegeleicht 🙂

Wenn Geld und sonstige Ressourcen keine Rolle spielen würden – wie würde die Party eurer Träume aussehen, und wer würde dort auftreten?

Naja, wenn Geld und sonstige Ressourcen keine Rolle spielen würden, wäre die Szene sehr rasch extrem übersättigt und damit tot. Also will ich den Gedanken eigentlich gar nicht weiterspinnen 🙂

Wir haben eh Monat für Monat die Party unserer Träume, und so über die Jahre aufgeteilt ist das eigentlich viel besser als alles auf einmal. 🙂

Nachdem sich das Jahresende mit großen Schritten nähert: Was darf man 2016 und darüber hinaus von euch erwarten?

Nicht nur als Partyreihe, auch als Label ist Switch! höchst aktiv
Nicht nur als Partyreihe, auch als Label ist Switch! höchst aktiv

Zum Jahresende gleich ein Wort: Wir sind sehr glücklich, dass wir auch dieses Jahr Sylvester in unserem neuen Club, der Auslage, feiern dürfen! Das hat jetzt schon ein bisschen Tradition und da geht’s üblicherweise ziemlich gut ab! 🙂

2016 geht es wie bisher jeden zweiten Freitag weiter. Vor allem werden wir jetzt aber auch viel an unserem Label, Switch! Recordings, arbeiten, der erste Release im Jahr 2016 wird gleichzeitig unsere Nummer 10, auf der wir viele unterschiedliche, internationale und bereits gut bekannte Artists featuren. Wir haben hier schon viel Anerkennung dafür bekommen, nun ist es uns ein Anliegen, etwas weiter oben mitzuspielen. Nicht zuletzt deswegen, weil es wirklich einige sehr gute Artists gibt, die mehr Anerkennung verdient haben, die wir unbedingt supporten möchten.

Eventtechnisch gibt es das ein oder andere Special, dazu möchten wir aber noch nicht zu viel verraten! 🙂

Und zum Schluss natürlich die obligatorische Frage – wie gefällt euch die neue Play.fm-Seite, was würdet ihr euch als Veranstalter davon wünschen?

Das Design ist super: Einfach, übersichtlich und dezent schick, alles was man braucht. Überladene Pages gibt es genug, viel wichtiger ist ja, dass sie übersichtlich ist.

Ein bisschen fehlt auf den ersten Blick eine Art News-Section, die gleich anzeigt, wo es aktuelles gibt. Als Veranstalter wünscht man sich eigentlich immer nur, dass das Event beworben wird. Aber dafür ist ja eure Seite nicht unbedingt zuständig. Vielleicht wäre ne „Crew-SubSection“ ganz nett, aber das ist dann auch schwierig wsl, wen man in welchen Topf wirft. Ich denke, da seid ihr mit solchen Projekten wie diesen eh am besten bedient. 🙂

Sowohl Pandora selbst als auch ihr Partner in Crime DJ Coda waren so nett, uns jeweils einen Mix als Hörprobe zukommen zu lassen, beide 100% Switch! Style. Wer das live erleben möchte (und so toll die Musik zuhause, bei der Arbeit oder unterwegs ist, auf einer guten Club-Anlage entfaltet sie erst ihr gesamtes Potential!) hat dazu vor Jahresende noch zwei Mal Gelegenheit: Am 13. November mit Serum und DJ Limited, die regelmäßigen Switch!-Gästen bereits von vergangenen Nächten bestens in Erinnerung sind, sowie bei der großen Neujahrsgala am 31. Dezember – beides wie gehabt im Club Auslage!

Mixes by Switch! on play.fm

 

Noch nicht genug? Mehr Mixes aus Wien findest du in unserem Vienna City Channel!

P-Rex

FM4 Frequency DJ-Contest Gewinner: P-Rex (St. Pölten/AT)

Ende Juli haben wir in Kooperation mit VOLUME einen DJ-Contest für das diesjährige FM4 Frequency Festival ausgerufen – und ihr seid unserem Aufruf zahlreich gefolgt, insgesamt 44 Mixes aus nahezu allen Bundesländern und noch viel mehr verschiedenen Genres sind auf unserer Contest Page eingetrudelt. Einer davon besser als der andere, so dass in der Jury auch nach der Vorauswahl jener zwanzig Mixes mit den meisten Likes & Listens ordentlich die Köpfe geraucht und die Ohren geglüht haben – schließlich konnten wir nur einen Slot auf der Hauptbühne des Festival-Nightpark vergeben. Die Wahl fiel letzten Endes auf den gerade mal 17-jährigen P-Rex, der nun am Samstag, den 22. August, das Closing Set von 5:00 bis 6:00 bestreiten wird. Wer schon vorab ein wenig mehr über ihn erfahren möchte, bitte sehr: Wir haben ihn zum Interview gebeten, er hat uns Frage und Antwort gestanden.

Erzähl uns doch zu Beginn ein wenig über dich als Mensch – wie heißt du, wo wohnst du, und was machst du außer Auflegen so?

Ich heiße Jonas Pfeiffer und wohne in Herzogenburg, eine Stadt neben St.Pölten. Neben dem Auflegen gehe ich in das Sportgymnasium in St. Pölten, Sport mache ich aber auch in meiner Freizeit gerne.

Ich lege – wie fast jeder, den ich kenne – mit USB auf CDJs auf. Meinen ersten alleinigen Act hatte ich dieses Jahr am St.Pöltner HTL Ball. Danach hatte ich zahlreiche Acts im Warehouse, einem Club in St.Pölten, sowie letzte Woche am Error in Melk.

Persönlich höre ich fast alles, was in irgendeiner Art elektronische Musik ist, also versuche ich auch meine Sets abwechslungsreich zu gestalten. Man findet in ihnen aber hauptsächlich Trap, Dubstep, Future Bass und Drum and Bass.

Unter mehr als 40 Einreichungen hat es dein Mix auf den ersten Platz beim FM4 Frequency DJ Contest geschafft. Wie ist der Mix denn entstanden, und warum denkst du ist er so gut angekommen?

Ich glaube, dass dieser Mix aus verschiedenen Musikrichtungen sehr gut aufs Frequency passt, aber vor allem hab ich das meinen vielen Freunden zu verdanken, die mich sehr dabei unterstützt haben. Danke!

P-Rex
P-Rex (Picture credit: Jascha Süss)

Nun wirst du am kommenden Samstag von 5:00 bis zum bitteren Ende auf der Hauptbühne des Nightpark zu hören sein. Wie fühlst du dich bei dem Gedanken, und was hast du musikalisch geplant? Bereitest du dich auf deinen Gig vor oder spielst du spontan, was dir in den Sinn kommt?

Ich bin sehr glücklich über diese Chance, vielen Leuten zu zeigen, was ich drauf habe – aber auch ein wenig aufgeregt, weil ich noch nie einen derartig großen Act bestritten habe.

Musikalisch wird das Set von meinem Mix für den DJ-Contest nicht viel abweichen. Ich plane meistens die erste Hälfte vom Set, den Rest mach ich aus der Laune heraus.

Falls es jemand bedauerlicherweise nicht zum FM4 Frequency Festival schaffen sollte, wo kann man dich sonst in nächster Zeit hören? Und was hast du für die Zeit nach dem 22. August geplant?

Natürlich hauptsächlich im Warehouse. Weitere Gigs werde ich auf meiner Facebookseite bekannt geben. Ansonsten werde ich mich aufs Producen konzentrieren und hoffentlich bald meine erste Future Bass Single veröffentlichen können.

Die letzten Worte gehören dir – was möchtest du der Welt noch mitteilen?

Danke an alle, die mich unterstützt haben und danke an Play.fm für diese Chance! Hoffentlich sehe ich euch alle bei meinem Set im Nightpark!

Das hoffen wir auch – denn wir werden Samstag natürlich auch vor Ort sein, um nach einer wilden, lauten Nacht und Auftritten von Porter Robinson, Modestep, Fukkk Offf und Ill.Skillz unseren Contest-Sieger nochmal gehörig anzufeuern und zu seinem Sound in den Sonnenaufgang zu bouncen! Wer ihn noch nicht gehört hat: Hier der Sieger-Mix als Warmup für den Festival-Wahnsinn:

Gerald van der Hint - one of 30 DJs from Vienna you should know!

Spot on Vienna – 30 DJs you should know

Vienna – does that ring a bell? The reference of this town probably brings up thoughts of classical music, old emperors with white beards, art nouveau buildings and Schnitzel in first place. However, Austria’s capital also offers a lively, diverse electronic music scene to discover, which not only brought up worldwide renowned artists like Dorian Concept, Patrick Pulsinger, Kruder & Dorfmeister or Camo & Krooked, but dozens and hundreds of creative, devoted individuals pushing things forward as DJs, producers, event and club promoters or operators of labels or record stores, and making it a shiny, little gem for music lovers.

Album covers of Austrian artists
You probably own at least one of those, don’t you..?

How do we know? Simple, we live here – Play.fm was founded by people from and having its headquarters in Vienna since 2004. Thus, as a kick-off for our new city channels, nothing more obvious for us to do to showcase some (thirty to be exact) of the Vienna’s most talented, demanded, interesting, forward-thinking or in any other way influential players and have them chatting about life in Vienna and the local scene as well as do what they do best: Mix up magnificent music!

So throughout the recently passed months of May and June, we did thirty interviews (in German only yet, any translation tool of your choice shall give you the overall idea though), each coming along with an exclusive mix – a collection that showcases the wide range of Vienna’s club scene, from Hip Hop, Reggae and Funk via all shades of House and Techno to Dubstep, Drum & Bass and other styles of Bass music – here’s the full list of links to the many-faceted sound of Vienna:

 

#1: Emil Berliner

Part of Junge Wilde collective and a splendid producer with releases on Great Stuff, Schönbrunner Perlen or My Best Friend.

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#2: Shroombab

Initiator of Junglistic Sistaz, a worldwide network of female Drum & Bass artists, and operator of High Tension Records.

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#3: Olinclusive

Part of DSTYCRTS, a collective of dedicated DJs and beatmakers, one half of DJ team Scooby Duo and band member of Captain Hot Dog Sauce.

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#4: DJ Mogli

Part of Treasure Isle, Vienna’s longest running sound system in regards of Roots Reggae, Dub, Rocksteady and any other authentic Jamaican sounds.

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#5: Joja

Former radio host on Superfly FM and operator of V ARE, a local initiative to blend music, visual arts, design and other disciplines of arts.

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#6: Nicole Jaey

An up and coming multi-talent (DJ, producer, live-performing artist and singer) rooted in Vienna’s leading audiovisual festival sound:frame.

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#7: Makossa

One of Austria’s longest serving DJs, head of music at nationwide public radio FM4, one part of Makossa & Megablast (with releases on Gigolo Records and G-Stone) and innovator of the term Swound Sound.

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#8: Ken Hayakawa

One of the head honchos at the Schönbrunner Perlen label and one of the most renowned Techno producers with releases on liebe*detailMusik gewinnt Freunde or Goldmin Music.

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#9: Trishes

Devoted music journalist and host of FM4’s Hip Hop show Tribe Vibes, beatmaker on Duzz Down San and curator of this year’s popfest.

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#10: Doree

One of Vienna’s freshest and already most demanded Drum & Bass DJs, representing Switch! and City Warriors Vienna.

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#11: Roman Rauch

Our town’s number one export regarding deep, analogish House these days, with a discography including releases on PhilpotEndless Flight/Mule MusiqQuintessentials and an album on klamauk.

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#12: Mia Rabe

Part of Viennoise, an artist collective combining their passion for electronic music with concerts, visual arts and exhibitions.

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#13: Laho

Vienna’s jack-of-all-trades, record dealer at Tongues, event promoter and, not least, a dedicated DJ daring to explore sounds off the beaten track.

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#14: Matt Mor

One of the town’s most demanded DJs regarding true, uncompromising Techno, promoter of Wechselstrom events and co-running the label Panterre Musique.

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#15: pocketful of g:ld 

One of the local DJs and promoters most likely to dare and deal music that’s off the public radar, running the BLVZE nights and the home-made events at Das Werk.

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#16: Mann & Klamm

A young duo fully dedicated to House, with DJ appearances between Barcelona and Istanbul and releases on Houseology, Piston Recordings and My Little Dog.

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#17: Joyce Muniz

One who has been steadily touring the world throughout the past few years, while still dropping releases on internationally aknowledged labels as 20:20 VisionTop Billin’ and Exploited.

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#18: B.Visible

One of the city’s leading beatmakers, a regular on Duzz Down San and with releases on Cosmonostro.

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#19: Simonlebon

Founding father and co-operator of internationally aknowledged Luv Shack Records and one half of the production duo Burnin’ Tears.

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#20: Pezo Fox

One of the godfathers, being busy as DJ, promoter and record dealer for 25 years, responsible for bringing artists like KRS-OneMos Def or the Wu-Tang Clan to town.

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#21: Gerald van der Hint 

Promoter of events like Meat Market and Mutter and a fully dedicated Techno- and House-DJ himself.

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#22: Christoph Wagner

Long-term host of the Jazzdination Radioshow, doing regular interviews and live-sessions with artists like Dorian ConceptLouie Austen or Brenk Sinatra.

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#23: Jay Rome

Head of Blu Saphir Records and it’s several sublabels, home for international Drum & Bass artists like BungleSyncopix and Bassface Sascha.

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#24: Slack Hippy

One of our town’s longest serving and still most demanded DJs and a regular at FM4 La Boum deluxe.

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#25: Zanshin

Part of Affine Records, as both a solo artist as well as one half of Ogris Debris, also appearing on Compost RecordsNurvous Records and disko404.

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#26: Austrian Apparel

Probably the most hyped Techno liveact Vienna has to offer at the moment, pulling their analogue synths and drum computers through all relevant clubs and festivals.

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#27: Bono Goldbaum

Mastermind behind booking and event agency Instinkt Music and booker at Die Kantine, the latest addition to Vienna’s club scene that’s booming the city with a massive Function One system.

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#28: Moogle

Music journalist at music magazine The Gap and the regional edition of Noisey and part of the Bebop Rodeo collective, that’s brought artists like Moodymann and Theo Parrish to town, as well as hosting a 100+ mixes strong podcast series.

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#29: Beware

Two-times DMC championship participant, co-host of the daily mixshow FM4 Unlimited, co-operator of critically acclaimed Klasse Recordings label and an illustrious House producer himself under his Mr. Ho moniker.

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#30: Antonia

One of Austria’s most up-and-coming talents in forward-thinking Bass music and part of the Canyoudigit collective, that’s already brought Mount KimbieHudson Mohawke or Lil Silva to town.

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Find those and a few thousand more mixes, radioshows and live recordings from Vienna, ranging back to our initial period in 2004 and even before, from long-time established artists, up-and-coming talents, dedicated record collectors and passionate bedroom DJs, in brief: music lovers, within our Vienna city channel:

https://www.play.fm/city/vienna – it’s on!

Also, be sure to stay connected for more city features to come as well as more input from our beloved hometown – as a matter of fact, it has waaaayyyyy more to offer than just those thirty…!

Tell us what´s going on in your town & upload your own mixes

If you feel there are things happening just around your corner that the world needs to learn about, feel welcome to let us know! Just write a few lines to feedback@play.fm or on our Facebook page and tell us where you live, what’s going on music wise there and which DJs, clubs and promoters are constantly changing the game there – we will surely check your hints and if we feel the same way, there’s a good chance your hood might appear within our sitemap soon with it’s very own neat city channel. And in the meanwhile: Be sure to rep your hood by uploading your own mixes!