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The Birds & The Bees

Im Club mit: The Birds & The Bees (Interview + Mix)

Keine Veranstaltungsreihe wurde in unseren bisherigen Interviews mit der Wiener Veranstalter-Szene dermaßen oft als Inspiration genannt wie The Loud Minority. Die existiert in seiner ursprünglichen Form leider nicht mehr – in den warmen Sommermonaten leben der Spirit, die Musik und der über die Jahre entstandene Freundeskreis jedoch weiterhin in Form von The Birds & The Bees fort. Liebhaber seelenvoller Tanzmusik können die Sommerabende unter diesem Brand wahlweise am Dancefloor, im Garten oder auf der Hollywoodschaukel verbringen. Mr. Guan, seit Beginn Resident und treibende Kraft sowohl hinter The Loud Minority als auch The Birds & The Bees hat uns mehr darüber erzählt und einen schönen Mix mitgebracht.

The Birds & The Bees
Erinnerungen an einen heißen Sommer: Mr. Guan (mi.) mit den Gast-DJs Janefondas

The Birds & The Bees – wer steckt hinter diesem Namen? Was macht ihr und wer ist bei euch wofür zuständig?

The Birds & The Bees soll eine Anspielung an die Gefühle des Sommers, des Erwachens, der Liebe und der Leichtigkeit sein. Ich veranstalte das wöchentliche Event seit letztem Jahr solo mit Hilfe von guten Freunden die sich um Konzept und Grafik kümmern, einem Promo Team und einer fixen Crew Vorort.

Seit wann ist The Birds & The BEes im Wiener Nachtleben aktiv, und wie ist es überhaupt dazu gekommen?

Vor fünf Jahren rief mich ein guter alter Freund an, der damals den Volksgarten Pavillon gemanagt hat, und fragte: “Warum machst du eigentlich nichts bei uns?”. Ich fand die Idee sofort gut, ein Abend von Freunden für Freunde guter Musik in einer großartigen Garten-Location. Die Veranstaltung war als lockere sommerliche Dj Residenz gedacht und ist aus dem Loud Minority Umfeld entstanden.

Und wie sieht es bei The Birds & The Bees aktuell aus – wo und wie oft macht ihr Veranstaltungen? Welche Idee und welches musikalische Konzept verfolgt ihr, und welches Publikum wollt ihr damit ansprechen?

Wir starten jedes Jahr ab dem 1. Freitag im Mai und bespielen die Location wöchentlich bis Mitte September. Unser Publikum ist großartig, bunt durchgemischt, von Szene-Kennern, Musikern, Tänzern und Künstlern bis hin zum Städtereisenden, Expat und Anzugträger ist alles dabei. Genauso abwechslungsreich ist die Musikalische Auswahl mit dem gemeinsamen Nenner qualitativer Dance Music.

The Birds & The Bees
Bei The Birds & The Bees hat man die Wahl: Gemütlicher Garten – oder volles Haus…!

Wie ist es aktuell, in Wien Partys zu veranstalten, könnt ihr davon leben? Was motiviert euch, damit weiter zu machen, was macht euch eher zu schaffen, welche Probleme seht ihr?

Finanziell geht sich alles unterm Strich aus, die Motivation ist aber in erster Linie leidenschaftlicher Natur.

Wenn ihr auf eure bisherige Laufbahn als Veranstalter zurückblickt: Was waren die Highlights, woran erinnert ihr euch gerne?

Highlights waren zum Beispiel die “The Loud Minority” Konzert-Reihe im Porgy & Bess mit Künstlern wie Bilal, Thundercat, Aloe Blacc
Die familiären Abende damals im Roxy.. da werde ich ganz nostalgisch wenn ich daran denke. Sa-Ra Creative Partners im Planetarium!!!! Es gibt so viele…

Und welche Momente waren für euch am schwierigsten?

Nach viel Vorbereitung, Einsatz und Herzblut eine Veranstaltung mal nicht so gut gelaufen ist und man am Ende völlig erschöpft und müde Resümee ziehen muss.

Gab es bei euren bisherigen Partys auch Bookings, die ihr definitiv nicht mehr machen würdet? Und wenn ja, wieso?

Nope.

Wenn Geld und sonstige Ressourcen keine Rolle spielen würden – wie würde die Party eurer Träume aussehen, und wer würde dort auftreten?

The Birds & The Bees
Bereits das Artwork vermittelt eine Idee von Sommer, Sonne und good vibes…

Ein The Birds & The Bees New Years Eve / Full Moon Special in Mexico am Strand von Tulum mit DJ Jazzy Jeff, J Rocc, Karriem Riggins. Alle Gäste werden VIP mässig eingeflogen und verpflegt 😉

Nachdem sich das Jahresende mit großen Schritten nähert: Was darf man 2016 und darüber hinaus von euch erwarten?

Ich freue mich jetzt schon auf The Birds & The Bees Summer Season 2016 jeden Freitag im Volksgarten Pavillon.

Und zum Schluss natürlich die obligatorische Frage – wie gefällt euch die neue Play.fm-Seite, was würdet ihr euch als Veranstalter davon wünschen?

Mir gefallt das schönes übersichtliche Design, die Suchfunktion über Städte ist ein nettes Feature.

Auch wir freuen uns schon auf weitere wahlweise ausgelassene oder gemütliche Freitag-Abende im kommenden Sommer – am 6. Mai 2015 geht es wieder los! Etwas Sonnenschein für die kalten Wintermonate findet ihr anbei im Mix von Mr. Guan, mitgeschnitten bei der diesjährigen Closing Party von The Birds & The Bees!

Noch nicht genug? Mehr Mixes aus Wien findest du in unserem Vienna City Channel!

Klub Sir3ne

Im Club mit: Klub Sir3ne (Interview + Mix)

Die Musikszene einer Stadt sollte nicht zuletzt an ihrer Vielfältigkeit gemessen werden, und um diese steht es in Wien nicht unbedingt schlecht – nicht zuletzt dank der Crew vom Klub Sir3ne, die bereits seit einer gefühlten Ewigkeit dafür sorgt, dass die diversesten Sorten von Bass Music ihren gebührenden Platz hat. Dubstep, Grime, UK Funky, Jungle, Trap oder Juke und Footwork, hier kann unabhängig von aktuellen Hypes alles passieren was untenrum gut wummert und auf gute Art und Weise in die Magengrube geht. Wir haben die Crew zum Interview geladen – sie hat uns netterweise nicht nur erhört, sondern auch gleich einen Packen Mixes mitgebracht!

Klub Sir3ne
Die Crew, Teil 1: DJ Odd (links) und Beda Ranks (rechts) bei Upd8e im Club Dual

Klub Sir3ne – wer steckt hinter diesem Namen? Was macht ihr und wer ist bei euch wofür zuständig?

Wir sind ein Kollektiv an Musiknerds: Rak3te, Koe, Odd, B.Ranks, Se.Vero und Steffi. Grundsätzlich versuchen wir alles gemeinschaftlich zu organisieren und zu entscheiden, Aufgaben werden dann je nachdem, wer gerade die Zeit und Möglichkeiten hat, verteilt.

Seit wann ist Klub Sir3ne im Wiener Nachtleben aktiv, und wie ist es überhaupt dazu gekommen?

Gemeinsam feiern zu Musik, die wir mögen, war eigentlich die größte Motivation. 2006 gab es die ersten kleinen Parties im Einbaumöbel bzw. Venster. Zur regelmäßigen und vor allem international ausgerichteten Veranstaltungsreihe wurde Klub Sir3ne in der Fluc Wanne, von 2007 bis 2012. Zusätzlich haben wir noch die donnerstägliche Dubstep-Reihe RAW monatlich im Fluc von 2010 bis 2013 organisiert. Seither waren bzw. sind wir in unregelmäßigen Abständen in verschiedenen Venues (Grelle Forelle, Fluc oben, Werk, Pratersauna, Solaris…) mit Crew-Abenden bzw. als 2nd floor-Hosts aktiv.

Und wie sieht es bei Klub Sir3ne aktuell aus – wo und wie oft macht ihr Veranstaltungen? Welche Idee und welches musikalische Konzept verfolgt ihr, und welches Publikum wollt ihr damit ansprechen?

Klub Sir3ne
Die Crew, Teil 2: Se.Vero (links) und Koe (rechts) im Fluc (Foto credit: Alvaro Yerovi)

Lange Zeit war unser Fokus auf internationalen Bookings, aber vor zwei Jahren haben wir uns diesbezüglich etwas zurückgezogen. Nach einer kurzen Pause haben wir wieder begonnen, bei kleinen unregelmäßigen Parties vor allem nationale Acts zu präsentieren. Unsere musikalische Ausrichtung lässt sich am ehesten mit UK zusammenfassen. Mit Ende der Dubstep-Welle haben wir als Veranstalter und DJs auch die Entwicklung vieler Produzenten hin zu Post-Dubstep, Garage, UK Funky, House und Techno mitgemacht.

Wie ist es aktuell, in Wien Partys zu veranstalten, könnt ihr davon leben? Was motiviert euch, damit weiter zu machen, was macht euch eher zu schaffen, welche Probleme seht ihr?

Unsere grundsätzliche Motivation war es immer, gute Musik in einer angemessenen Lautstärke zu hören, nie Geld zu verdienen. Schwierig ist sicher, dass es mittlerweile ein gewisses Überangebot an Parties gibt, wir haben aber nach wie vor das Gefühl dass “unser Sound” eher unterrepräsentiert ist. Abgesehen davon macht es uns einfach extrem Spaß, in dieser Kombination Musik zu spielen!

In welche Richtung entwickelt sich die Wiener Szene eurer Meinung nach, gibt es
genug gute Veranstaltungen oder vielleicht sogar zu viele? Wie steht Wien aus
eurer Sicht im internationalen Vergleich da, wie seht ihr die Wiener Clubs und
welche Entwicklungen würdet ihr euch für die Zukunft wünschen?

Die Crew, Teil 3: Rak3te bei RAW im Fluc (Foto credit: Alvaro Yerovi)
Die Crew, Teil 3: Rak3te bei RAW im Fluc (Foto credit: Alvaro Yerovi)

Es ist immer noch schwierig “UK Acts” zu präsentieren, die oft mit bunt gemischten Einflüssen daher kommen, da tendenziell traditionellere Ansätze in Wien dominieren. Im Vergleich zu anderen Städten in Österreich (keiner von uns stammt direkt aus Wien) gibt es jedoch eine vielfältige und vor allem präsente elektronische Musikkultur. Wünschen würden wir uns mehr internationalen Austausch, nicht nur eine Musik-Import Einbahnstrasse.

Wenn ihr auf eure bisherige Laufbahn als Veranstalter zurückblickt: Was waren die Highlights, woran erinnert ihr euch gerne?

Absolute Highlights waren Pearson Sound, Loefah und Addison Groove. Pearson Sound hat 4h am Stück aufgelegt, Loefah ist bis zum bitteren Ende geblieben und hat gegen Ende b2b mit unserem Se.Vero noch eine Runde Jungle gespielt. Tony (AG) ist einfach ein super relaxter Typ, den wir gerne ganzjährig bei uns in Wien hätten. Von den Live-Sachen hier sind uns noch von der Frankreich-Fraktion Kaly Live Dub und HighTone eine besondere Erwähnung wert. Die haben die Fluc Wanne echt zum Beben gebracht.

Und welche Momente waren für euch am schwierigsten?

Warten bis endlich die Hütte voll und wenigstens der finanzielle Break even erreicht ist.

Gab es bei euren bisherigen Partys auch Bookings, die ihr definitiv nicht mehr machen würdet? Und wenn ja, wieso?

Da würde uns niemand einfallen, auch im Nachhinein stehen wir zu allen Bookings, die wir gemacht haben. Nur einer unserer Gäste hatte den absonderlichen Wunsch, wenige Stunden nach Party-Ende mit uns bei Peek&Cloppenburg Klamotten shoppen zu wollen, wo er seine komplette Gage auf den Kopf gestellt hat, um danach fast den Zug zum nächsten Gig zu verpassen. Er sollte hier namentlich nicht genannt werden.

Se.Vero on stage mit Gast-DJ Loefah
Se.Vero on stage mit Gast-DJ Loefah

Wenn Geld und sonstige Ressourcen keine Rolle spielen würden – wie würde die Party eurer Träume aussehen, und wer würde dort auftreten?

Label-Nacht Schwerpunkte! Etwa Swamp81, Hessle Audio, Hyperdub… Ideen gäbe es genug!

Nachdem sich das Jahresende mit großen Schritten nähert: Was darf man 2016 und darüber hinaus von euch erwarten?

Wie es aussieht werden wir 2016 in Kooperation wieder beginnen vereinzelt internationale Acts zu präsentieren – man darf gespannt sein. Gleichzeitig möchten wir aber auch weiterhin kleine Abende “nur mit uns” machen bzw. unserer Leidenschaft des 2nd floor Hostings nachgehen.

Und zum Schluss natürlich die obligatorische Frage – wie gefällt euch die neue Play.fm-Seite, was würdet ihr euch als Veranstalter davon wünschen?

Keine Crew ohne Crowd - eine Momentaufnahme des Floors bei Klub Sir3ne im Fluc
Keine Crew ohne Crowd – eine Momentaufnahme des Floors bei Klub Sir3ne im Fluc

Die neue Seite schaut super aus, ist sehr übersichtlich, einfach zu bedienen – gratuliere euch! Wir würden uns wünschen, dass ihr Wiener Veranstaltungsreihen, wie beispielsweise Klub Sir3ne Parties, live mitschneidet und auf eurer Homepage featured. Weiters fänden wir es wichtig nicht nur rein auf einer quantitativen Ebene Mixes und Radioshows zu bewerten und zu ranken, sondern auch auf die Qualität zu schauen – schließlich ist Musik sehr vielfältig!

Bevor es 2016 mit diversen Partys und Hostings von und mit Klub Sir3ne weitergeht – unter anderem am 26. Februar am zweiten Floor des Maschinenraum, mit dem wir uns vor kurzem auch schon unterhalten haben – dürfen wir euch im Folgenden eine Auswahl an frischen Mixes der Crew präsentieren, die naturgemäß eine Vielfalt an Genres aus dem Bass-Mikrokosmos bietet, deren Aufzählung den Rahmen sprengen würde – listen loud!

 

 

Noch nicht genug? Mehr Mixes aus Wien findest du in unserem Vienna City Channel!

Basstrace

Im Club mit: Basstrace (Interview + Mix)

Ein Umstand, der bei vielen unserer bisherigen Interviews mit Wiener Veranstaltungs-Crews bemängelt wurde, ist der besch..eidene Zustand der hiesigen Soundsysteme. Die Truppe von Basstrace nimmt die Dinge selbst in die Hand und zieht mit eigenem Soundsystem durch die Clubs – und dieses hat es in sich. Musikalisch drehen sich die Abende dabei naturgemäß um alles, was in niedrigeren Frequenzbereichen ordentlich wummert. Isonoe, einer der Mitgründer des Soundsystems, war so nett uns mehr davon zu erzählen.

Basstrace – wer steckt hinter diesem Namen? Was macht ihr und wer ist bei euch wofür zuständig?

Wir sind eine Wiener Neigungsgruppe für elektronische Bassmusik, kollektive Herzschlagrate 130 – 160 bpm. Die meiste Zeit allerdings 140, weil Dubstep im Fokus steht. Dabei pflegen wir Verbindungen zum dubstep.at Netzwerk und darüber hinaus.

One big fam – und eigentlich verstehen wir uns als regelrechten Clan. Und so ein Clan der hat Rollen. Da gibt es von Clan-Daddies bis zum Einzelgängerkind fast alles dabei. Wie bei den Waltons. Wieviel waren das nochmal? Keine Ahnung, wir sind jedenfalls mehr! Über zwanzig Leute aus verschiedenen Ecken des Landes und darüber hinaus, aus mehreren Altersklassen (von 20 bis 35) machen Basstrace aus. Der Sound allein hat einen Haufen verschiedener solider Talente zusammengebracht. DJs, VJs, Soundmen, Soundboys & Soundgirls, Merch- & Goodie Produzent_innen, Bühnenbauer_innen, Fahrer, Clan Cater_innen, Securities und und und. Wir wachsen und gedeihen fortlaufend und freuen uns über jede_n der/die aktiv mitmachen will und kann.

An dieser Stelle many many shouts out to Moon, The Zion Archives, Nobody, Damask, Rubbah, SORA, Apoxid, Ronin, Leomann, Sprengmeister, Tetrapak, Syrup Visuals, Marina, Ronja, Nadine, Vali, Carina, Andi, Dani, Moritz, Michel, Billy!

Seit wann ist Basstrace im Wiener Nachtleben aktiv, und wie ist es überhaupt dazu gekommen?

Ein Teil der Basstrace Family
Ein Teil der Basstrace Family (Foto credit: Persé Photography)

Basstrace ist neu im Sinne von 2015 gegründet. Eigentlich ist das eine lange Geschichte, aber das war demnach der Kern der Frage. Also – es war einmal…

Log System Sound, ein Zwei-Mann-Soundsystem-Kollektiv. Isonoe und sein damaliger Partner haben über mehrere Jahre hinweg in liebevoller Kleinstarbeit ein besonders bass-starkes HiFidelity Soundsystem gebaut (eine Geschichte für sich, die hier nicht näher ausgeführt werden soll – besser man kommt und spürt selbst rein).

Das System wurde dann in Wien erstmals 2013 in der Fluc_Wanne aufgestellt, Veranstaltungstitel: “Speakers Corner”. Das war übrigens auch das Jahr in dem RAW in die Langzeitpause gegangen war und nachdem Bounce sich selbst für tot erklärt hatte. Funkstille in Wien am untersten Ende der Frequenz-Fahnenstange als wir kamen. Sehr hart für uns. Und hat sich dann doch nicht bewährt. Gründe gab es viele, aber vor allen Dingen der herannahende Ausstieg eines der beiden Soundmen.

Sollte Isonoe, also ich, die bis dahin hart erarbeiteten Träume auch wieder fallen lassen? Sicher nicht! Ich habe mir dann das ganze System auf den Buckel geschnallt, nicht wissend wo die Reise hinführt. Es wurden viel Kartoffeln gegessen. Systemanteile ablösen kann recht teuer sein. Und manchmal waren die Nächte schlaflos, weil 1,5 Tonnen Sound allein daheim zu haben manchmal ein schwerer Brocken ist. Wohin damit? Wie handeln? Und vor allem mit wem? Für wen? Phase 0 nannte ich das für mich. Immer viel Hoffnung dabei, dass sich was entwickeln wird. Und so kam es dann auch.

Über den Beitritt zu einem wundervollen Kollektiv (Spezial/Hoppala/Technosonntag), das non-kommerziell Open-Airs, Underground-Raves und sonstigen Techno-lala an unüblichen Wochentagen macht, wurden mir und damit Basstrace vor seiner Gründung schon wichtige Grundwerte vorgelebt: DIY, Community Spirit und die Freude an der Sache an sich. Diese bereichernden Erfahrungen und gute Gespräche mit diesen tollen Menschen sowie anderen langjährigen Weggefährten zeigten mir, dass es gut ist wie es gekommen war. Und dass die Zeit Ende 2014 reif war, wieder was für Bassmusik zu tun in einer Stadt, die vor House, Techno, Freetek geradezu am Überquellen war. Wo waren die eklektischen Musikliebhaber geblieben, die mehr als nur auf 4×4 zählen konnten? Bestimmt irgendwo da draußen, versteckt. Meine Mission: Basstrace. Let’s go find them. Let’s build a scene – together.

Ende Herbst 2014 waren wir zu zweit. The Zion Archives, Dubstep Producer, DJ, Illustrator und damit auch unser Grafiker, stieg sofort ein als ich ihm von dem Vorhaben erzählte. Wir traten mit dem Fluc in Kontakt und bekamen prompt für Jänner 2015 einen Termin. Die ersten Bassheads gaben sich in der Crowd schnell zu erkennen und neue Clanmitglieder kamen, die unsere Philosophie vom Fleck weg teilten.

Und wie sieht es bei Basstrace aktuell aus – wo und wie oft macht ihr Veranstaltungen? Welche Idee und welches musikalische Konzept verfolgt ihr, und welches Publikum wollt ihr damit ansprechen?

Das Basstrace Soundsystem
Das Basstrace Soundsystem (Foto credit: Kurt Prinz)

Kurz gesagt: “Basstrace is here to share, enjoy and recultivate what so many miss: the trueschool roots of dubstep. Providing an alternative to mainstream. Beyond mass spectrum.”

In einer Zeit, wo der Hype schon lange weitergezogen ist machen wir unser Ding in seinem Schatten. Koste was es wolle, wir haben da eigentlich keine Wahl. So ist das, wenn man etwas wahnsinnig liebt und es auch teilen will.

Live & direct, keine unnötigen selbstbekräftigenden Schnörkeleien, geradlinig und echt. Trueschool sound system culture eben. Und das in einem Spektrum, das gerade im Herkunftsland UK noch immer wahnsinnig boomt, doch hierzulande nach wie vor massiven Entwicklungsbedarf hat.

In Basstrace hörst du vor allem Eines: Dubstep, Dubstep, und noch mehr Dubstep. In all seinen Spielformen, EDM Brostep ausgenommen (eh klar). Wohldosierte Ergänzungen durch Artverwandtes (UK Bass, Grime, Garage/2-step, Halfstep DnB) kommen vor, werden aber sicher nie das Ruder übernehmen. Aus tiefer Überzeugung heraus und im Sinne einer kulturellen Artenvielfalt wollen wir gerade Dubstep den Raum geben den er verdient. Zumindest einmal im Monat. Von der intimen Fluc-Session im Café oben bis zum massiven Dubrave mit bass-schwerem Soundsystem an entsprechenden Off-Locations wie bisher dem Tüwi oder dem EKH.

Manch Eine_r weiß mitunter noch gar nicht, was er/sie verpasst. Im Ernst jetzt. Neben den Heads, die wissen was sie wollen und sich ein Bein bis zur nächsten Session wegfreuen, kommen auch immer wieder genrefremde Personen dazu. Die wissen zwar Anfangs nicht mal wie das Genre heißt, sind aber oft vom Fleck weg emotional berührt und löchern uns dann mit leuchtenden Augen 1000 Fragen in den Bauch.

Demografische Kategorien wie Alter (ab Volljährigkeit), Herkunft, soziale Schicht usw. sind natürlich völlig nebensächlich. Einzig wichtig ist uns, dass unsere Community friedlich vereint und frei von Ismen funktioniert. Das heißt, Respekt und Toleranz ist ein Muss. Gilt nicht für Blauwähler, die müssen uns mal vor der Türe draußen erklären, warum sie solchen Blödsinn machen *lacht*

Zu Basstrace gehört auch, dass wir wo auch immer wir können, ein sozialcharitatives Element einbauen. Schon im April hatten wir gemeinsam mit dem Label Red Moon Rising für den Humanitarian Bazaar, einem in Somalia tätigen Sozialprojekt, Spenden gesammelt sowie im Juli für das gerade überall rund um uns aufpoppende #refugeeswelcome Thema Geld- und Sachspenden entgegengenommen und zweckgebunden zugeführt. Wenn wir feiern, soll es in mehrfacher Sicht wirken. People have to feel it.

Wie ist es aktuell, in Wien Partys zu veranstalten, könnt ihr davon leben? Was motiviert euch, damit weiter zu machen, was macht euch eher zu schaffen, welche Probleme seht ihr?

Die Basstrace Crowd
Die Basstrace Crowd (Foto credit: Persé Photography)

Brötchen verdienen wir am Tag woanders. Basstrace ist bislang nichts als Liebhaberei. Alles was reinkommt wird ins Kulturschaffen reinvestiert bzw. gespendet. Das gehört zum Underground-Dasein dazu.

Wovon wir aber sehr wohl „leben“ ist der Spirit. Glückliche Community, glückliche Location-Geber, glücklicher Clan. Einfach die Kraft, die bei unseren Nächten rüberkommt.

Von was wir wie alle anderen abhängig sind ist natürlich Geld. No money, no honey. Gutes Finanzmanagement ist wirklich essentiell, gerade als Underground Bewegung. Weil bei uns alles auf freiwilligen Spenden läuft, müssen wir hart wirtschaften. Da können uns keine Patzer leisten, sonst blutet einer (meistens ich) und steckt rein.

Wenn es um Dubraves mit Soundsystem geht, ist der größte Problemfaktor die Location. Da haben wir kaum uns bekannte Wahlmöglichkeiten. Was wir bisher probiert haben, war immer verbesserungswürdig, dh. wir haben entweder produktionstechnisch draufbezahlt oder die Leute sind nicht hingekommen, weil der Ort nicht extrabequem angebunden ist mit Nacht U-Bahn. Da könnte man schon auch sagen, es liegt auch ein bisschen an den Fortgehgewohnheiten der Wiener_innen. Wenn man nicht Freetek oder Goa Kultur innehat, will man nicht weit fahren.

Wir bräuchten jedenfalls echt eine solide und gut erreichbare Off-Location die wir nach unserem Geschmack mit unserem System bespielen können ohne dass uns wer zu viel dreinredet (Anrainer, Betreiber etc.).

In welche Richtung entwickelt sich die Wiener Szene eurer Meinung nach, gibt es genug gute Veranstaltungen oder vielleicht sogar zu viele? Wie steht Wien aus eurer Sicht im internationalen Vergleich da, wie seht ihr die Wiener Clubs und welche Entwicklungen würdet ihr euch für die Zukunft wünschen?

The Zion Archives
The Zion Archives (Foto credit: Persé Photography)

Die Entwicklung des Publikumsgeschmacks folgt aus unserer Sicht gegenläufigen Trends. Während die einen vom Höher-Schneller-Weiter-Prinzip nicht genug kriegen können, mehrt sich die Zahl jener, denen es auch nach Anderem dürstet, was nicht immer aber auch gleichzusetzen ist mit Entschleunigung. Insofern eine Entwicklung in die richtige Richtung.

Dass zu viel los ist, unterschreiben wir sofort. Dass zu viel vom Gleichen passiert auch. Dass dadurch die Sichtbarkeit auf Neues unterbunden ist gehört da dazu. Immer noch zu viele rennen dort hin wo sie’s schon kennen. Teils blinder Konsum. Dass sie da zehnmal mehr Geld liegen lassen, als an einem spannenderen, aber nicht so etablierten Ort scheint noch zu oft egal zu sein.

Da sollten auch die Clubs couragierter dran und selbst mehr wagen in Sachen Preispolitik kultureller Diversität, auch wenn es schwierig ist. A) das liebe Geld, darin schwimmen die Clubs wohl auch nicht mehr (sagen sie zumindest – keine Ahnung). Und B) Besucherzahlen immer mehr von virtuellen Communities abhängt, die der Fremdveranstalter halt mal so mitliefern muss, um den Club über Break Even zu bringen.

Weiters würden wir uns mehr solide und gut erreichbare Off-Locations wünschen, die ohne großem Risiko bespielt werden könnte. Gerade wir Soundsystem-Leute brauchen mit unserem passende Räume. Vielleicht fände sich da was das man auch selbst verwalten könnte, sofern sich die Stadt Wien mal ernsthaft ins Zeug legt in Sachen Zwischennutzung.

Letzter Punkt dazu wenn wir gerade bei der Wechselbeziehung Politik und Gesellschaft sind: das Wiener Lärmschutzgesetz. Es ermöglicht jedem, der sich gestört fühlt, Veranstaltern und Location-Betreibern das Leben schwer zu machen. Ein Anruf bei den helfenden Freunden genügt und die „Verursachenden“ sind schnell abgedreht.

Egal wer zuerst da war und in welchem zeit- und ortsgebundenen Zusammenhang es steht. Hier appellieren wir an die Toleranz in der Bevölkerung und bei den Behörden. Ein koexistentes aufeinander Zugehen in einer wachsenden Stadt sollte da möglich sein, sind wir überzeugt.

Wenn ihr auf eure bisherige Laufbahn als Veranstalter zurückblickt: Was waren die Highlights, woran erinnert ihr euch gerne?

The Zion Archives
The Zion Archives (Foto credit: Persé Photography)

Wenn zum Beispiel unser Soundsystem den ersten Ton von sich gibt und sprichwörtlich zum organischen Wesen wird, das uns mit Bass und süßen Melodien im Innersten trifft, umfließt, dann hat das schon gewaltiges Motivationspotential!

Wenn alles weitere rundherum stimmig ist und sich gut anfühlt, haben wir einfach Lust auf mehr. Auch bei den Session ohne eigenem System macht uns die gute Musik, die wir mit allen Anwesenden teilen, echt glücklich. Toll finden wir auch, dass wir mit unseren Sessions wiederholt Leute außerhalb von Wien anziehen. Und das sogar wiederkehrend – aus der Steiermark, Oberösterreich, aber auch aus Ungarn oder Italien.

Dazu die Zuversicht, dass wir wiederholt sowohl durch unsere lokalen DJs und Producer sowie internationale Gästen extrem hohe Qualität liefern. Wir hatten bislang Egoless (der Taktgeber schlechthin im dubbigen Spektrum von Dubstep), LSN (Meister aller melodischen Sparten) oder Joe Nice (“The ambassador of dubstep in America”, ein weltbekanntes Urgestein über den sogar mittlerweile eine eigene Doku gedreht wurde – also auch eine Geschichte für sich). Und die haben sich echt wohl gefühlt in Wien!

Das Sahnehäubchen ist die Resonanz in der internationalen Dubstep-Community, d.h. wir sind sichtbar und pflegen Beziehungen zu Veranstaltern die anderswo auf dem Erdball genau dasselbe machen. Auch namhafte Artists wie Mala, Gantz, Kahn, Om Unit, uvm. kennen uns.

Schließlich wurden wir auch schon gleich dieses Jahr zur Sound System Culture Conference im Zuge vom Outlook Festival eingeladen, dem globalen Bass Music Mekka dieser Tage.

Ganz schön cool für uns Neulinge, oder? *grinst*

Und welche Momente waren für euch am schwierigsten?

Schwierig ist, wenn wir uns voll reinhauen, alles astrein läuft, wir gut kalkuliert haben aber wegen bereits erwähnten Faktoren doch nicht genug Besucher hinkriegen. Kam schon auch vor, Joe Nice im Juli zum Beispiel. Das schmerzt nicht nur finanziell sondern auch und von der vergebenen Liebesmüh her und was die nicht Anwesenden verpasst haben. Gerade Letzteres besonders. Aber motiviert umgekehrt nach einer Zeit des Wundenleckens umso mehr, noch weiter zu optimieren und noch besser “den Fuß in die Tür zu bekommen”.

Gab es bei euren bisherigen Partys auch Bookings, die ihr definitiv nicht mehr machen würdet? Und wenn ja, wieso?

Isonoe
Isonoe (Foto credit: Persé Photography)

Ja einmal, und das war keiner der oben Genannten. Der unliebsame Gast hat partout sein Serato nicht zum Laufen gebracht obwohl wir ihn angehalten haben, dass er sich besser mehr als 5 Minuten vor seinem Slot darum kümmern sollte bzw. wir ihm auch gerne helfen. Als er dran war war natürlich nix ready und dann mal 15 Minuten still. Er hat es vorgezogen – so wurde berichtet – seinen Status lieber dafür zu nützen alle möglichen Mädels anzugraben (inklusive der Freundin eines Kernmitglieds). Gar nicht professionell. Aufgelegt hat er übrigens auch grottenschlecht. Leider haben sich in Folge eine kleine Handvoll von Leuten im Publikum den Mund darüber zerrissen und es uns angekreidet.

Naja, sowas passiert garantiert nicht mehr. Wir legen seitdem noch mehr Wert auf eine gute Mischung aus persönlicher Beziehung und professionellem Anspruch mit den Artists.

Wenn Geld und sonstige Ressourcen keine Rolle spielen würden – wie würde die Party eurer Träume aussehen, und wer würde dort auftreten?

Bomben Lineup (weniger Big Names, mehr Talente – die Liste ist zu lang zum Ausführen). Location ist da ein ordentliches Warehouse mit reichlich Infrastruktur (Hygienebereiche *grins*). Zwei Floors (groß, medium). Double Stack Soundsystem im einen, eine mittelgroße Void Anlage im Anderen. Stunning visuals everywhere. Tolle Bühnenaufbauten, wo es passt. Dazu ein Raum mit Pölstern, Wasserpfeifen am Boden zum Chillen und gutem Essen. Die Bars haben eine gute Auswahl an alternativen Erfrischungsgetränken und Alkoholika. Erschwingliche Preise.

Jede_r kann kommen. Freie Spenden gehen 50 % in unsere zukünftige Kulturarbeit, 50 % an ein gutes Sozialprojekt. Artists und alle Mitwirkenden bekommen eine adäquate Gage / Aufwandentschädigung. Purer Luxus sowas.

Nachdem sich das Jahresende mit großen Schritten nähert: Was darf man 2016 und darüber hinaus von euch erwarten?

Basstrace Slipmat
Basstrace Slipmat (Foto credit: Persé Photography)

Weiterhin organisches Wachstum ohne Zwang. Nachhaltiges Kulturschaffen. Echte Erlebnisse die hängen bleiben – Killer Bookings und verstärkt auch wieder nationale Talentschauen. Arbeiten auch noch dran über unser eigenes Stamm-Format hinaus extern auftreten zu können, d.h. auf kleineren Festivals, in den anderen Bass-Mekkas des Landes bei unseren befreundeten Crews. Und sicherlich kommt auch eine weitere Location zum Fliegen (sachdienliche Hinweise sehr willkommen, liebe Leser_innen!)

Und zum Schluss natürlich die obligatorische Frage – wie gefällt euch die neue Play.fm-Seite, was würdet ihr euch als Veranstalter davon wünschen?

Respekt, eure Seite macht echt was her! Toll wäre, wenn ihr es schafft, noch mehr die lokalen Communities zu stärken, lokale Artists sichtbarer zu machen dadurch stärker auf eure Seite zu ziehen – weg von den Big Players wie Soundcloud, Facebook, o.ä. Wie ihr das hinbekommt außer über Initiativen wie diese, können wir euch leider nicht sagen. Wir wünschen uns das halt und euch dabei viel Erfolg!

Gleich eine ganze Reihe an Hörproben davon, was man bei Basstrace musikalisch so erwarten darf, hat uns die Crew hier zu Verfügung gestellt. Wer den Sound in full effect genießen möchte ohne es sich gleich mit den Nachbarn zu verscherzen hat in den nächsten Wochen gleich zweimal in der Fluc_wanne Gelegenheit dazu: Am Samstag, 28. November bei einer Free Party in Kooperation mit RAW und Vollkontakt sowie am Freitag, 11. Dezember beim nächsten “richtigen” Basstrace mit Dublix von der Deepnheavy Sounds Crew in Graz!

Mixes by Basstrace on play.fm

 

Noch nicht genug? Mehr Mixes aus Wien findest du in unserem Vienna City Channel!

P-Rex

FM4 Frequency DJ-Contest Gewinner: P-Rex (St. Pölten/AT)

Ende Juli haben wir in Kooperation mit VOLUME einen DJ-Contest für das diesjährige FM4 Frequency Festival ausgerufen – und ihr seid unserem Aufruf zahlreich gefolgt, insgesamt 44 Mixes aus nahezu allen Bundesländern und noch viel mehr verschiedenen Genres sind auf unserer Contest Page eingetrudelt. Einer davon besser als der andere, so dass in der Jury auch nach der Vorauswahl jener zwanzig Mixes mit den meisten Likes & Listens ordentlich die Köpfe geraucht und die Ohren geglüht haben – schließlich konnten wir nur einen Slot auf der Hauptbühne des Festival-Nightpark vergeben. Die Wahl fiel letzten Endes auf den gerade mal 17-jährigen P-Rex, der nun am Samstag, den 22. August, das Closing Set von 5:00 bis 6:00 bestreiten wird. Wer schon vorab ein wenig mehr über ihn erfahren möchte, bitte sehr: Wir haben ihn zum Interview gebeten, er hat uns Frage und Antwort gestanden.

Erzähl uns doch zu Beginn ein wenig über dich als Mensch – wie heißt du, wo wohnst du, und was machst du außer Auflegen so?

Ich heiße Jonas Pfeiffer und wohne in Herzogenburg, eine Stadt neben St.Pölten. Neben dem Auflegen gehe ich in das Sportgymnasium in St. Pölten, Sport mache ich aber auch in meiner Freizeit gerne.

Ich lege – wie fast jeder, den ich kenne – mit USB auf CDJs auf. Meinen ersten alleinigen Act hatte ich dieses Jahr am St.Pöltner HTL Ball. Danach hatte ich zahlreiche Acts im Warehouse, einem Club in St.Pölten, sowie letzte Woche am Error in Melk.

Persönlich höre ich fast alles, was in irgendeiner Art elektronische Musik ist, also versuche ich auch meine Sets abwechslungsreich zu gestalten. Man findet in ihnen aber hauptsächlich Trap, Dubstep, Future Bass und Drum and Bass.

Unter mehr als 40 Einreichungen hat es dein Mix auf den ersten Platz beim FM4 Frequency DJ Contest geschafft. Wie ist der Mix denn entstanden, und warum denkst du ist er so gut angekommen?

Ich glaube, dass dieser Mix aus verschiedenen Musikrichtungen sehr gut aufs Frequency passt, aber vor allem hab ich das meinen vielen Freunden zu verdanken, die mich sehr dabei unterstützt haben. Danke!

P-Rex
P-Rex (Picture credit: Jascha Süss)

Nun wirst du am kommenden Samstag von 5:00 bis zum bitteren Ende auf der Hauptbühne des Nightpark zu hören sein. Wie fühlst du dich bei dem Gedanken, und was hast du musikalisch geplant? Bereitest du dich auf deinen Gig vor oder spielst du spontan, was dir in den Sinn kommt?

Ich bin sehr glücklich über diese Chance, vielen Leuten zu zeigen, was ich drauf habe – aber auch ein wenig aufgeregt, weil ich noch nie einen derartig großen Act bestritten habe.

Musikalisch wird das Set von meinem Mix für den DJ-Contest nicht viel abweichen. Ich plane meistens die erste Hälfte vom Set, den Rest mach ich aus der Laune heraus.

Falls es jemand bedauerlicherweise nicht zum FM4 Frequency Festival schaffen sollte, wo kann man dich sonst in nächster Zeit hören? Und was hast du für die Zeit nach dem 22. August geplant?

Natürlich hauptsächlich im Warehouse. Weitere Gigs werde ich auf meiner Facebookseite bekannt geben. Ansonsten werde ich mich aufs Producen konzentrieren und hoffentlich bald meine erste Future Bass Single veröffentlichen können.

Die letzten Worte gehören dir – was möchtest du der Welt noch mitteilen?

Danke an alle, die mich unterstützt haben und danke an Play.fm für diese Chance! Hoffentlich sehe ich euch alle bei meinem Set im Nightpark!

Das hoffen wir auch – denn wir werden Samstag natürlich auch vor Ort sein, um nach einer wilden, lauten Nacht und Auftritten von Porter Robinson, Modestep, Fukkk Offf und Ill.Skillz unseren Contest-Sieger nochmal gehörig anzufeuern und zu seinem Sound in den Sonnenaufgang zu bouncen! Wer ihn noch nicht gehört hat: Hier der Sieger-Mix als Warmup für den Festival-Wahnsinn: