Tagged Funk

The Birds & The Bees

Im Club mit: The Birds & The Bees (Interview + Mix)

Keine Veranstaltungsreihe wurde in unseren bisherigen Interviews mit der Wiener Veranstalter-Szene dermaßen oft als Inspiration genannt wie The Loud Minority. Die existiert in seiner ursprünglichen Form leider nicht mehr – in den warmen Sommermonaten leben der Spirit, die Musik und der über die Jahre entstandene Freundeskreis jedoch weiterhin in Form von The Birds & The Bees fort. Liebhaber seelenvoller Tanzmusik können die Sommerabende unter diesem Brand wahlweise am Dancefloor, im Garten oder auf der Hollywoodschaukel verbringen. Mr. Guan, seit Beginn Resident und treibende Kraft sowohl hinter The Loud Minority als auch The Birds & The Bees hat uns mehr darüber erzählt und einen schönen Mix mitgebracht.

The Birds & The Bees
Erinnerungen an einen heißen Sommer: Mr. Guan (mi.) mit den Gast-DJs Janefondas

The Birds & The Bees – wer steckt hinter diesem Namen? Was macht ihr und wer ist bei euch wofür zuständig?

The Birds & The Bees soll eine Anspielung an die Gefühle des Sommers, des Erwachens, der Liebe und der Leichtigkeit sein. Ich veranstalte das wöchentliche Event seit letztem Jahr solo mit Hilfe von guten Freunden die sich um Konzept und Grafik kümmern, einem Promo Team und einer fixen Crew Vorort.

Seit wann ist The Birds & The BEes im Wiener Nachtleben aktiv, und wie ist es überhaupt dazu gekommen?

Vor fünf Jahren rief mich ein guter alter Freund an, der damals den Volksgarten Pavillon gemanagt hat, und fragte: “Warum machst du eigentlich nichts bei uns?”. Ich fand die Idee sofort gut, ein Abend von Freunden für Freunde guter Musik in einer großartigen Garten-Location. Die Veranstaltung war als lockere sommerliche Dj Residenz gedacht und ist aus dem Loud Minority Umfeld entstanden.

Und wie sieht es bei The Birds & The Bees aktuell aus – wo und wie oft macht ihr Veranstaltungen? Welche Idee und welches musikalische Konzept verfolgt ihr, und welches Publikum wollt ihr damit ansprechen?

Wir starten jedes Jahr ab dem 1. Freitag im Mai und bespielen die Location wöchentlich bis Mitte September. Unser Publikum ist großartig, bunt durchgemischt, von Szene-Kennern, Musikern, Tänzern und Künstlern bis hin zum Städtereisenden, Expat und Anzugträger ist alles dabei. Genauso abwechslungsreich ist die Musikalische Auswahl mit dem gemeinsamen Nenner qualitativer Dance Music.

The Birds & The Bees
Bei The Birds & The Bees hat man die Wahl: Gemütlicher Garten – oder volles Haus…!

Wie ist es aktuell, in Wien Partys zu veranstalten, könnt ihr davon leben? Was motiviert euch, damit weiter zu machen, was macht euch eher zu schaffen, welche Probleme seht ihr?

Finanziell geht sich alles unterm Strich aus, die Motivation ist aber in erster Linie leidenschaftlicher Natur.

Wenn ihr auf eure bisherige Laufbahn als Veranstalter zurückblickt: Was waren die Highlights, woran erinnert ihr euch gerne?

Highlights waren zum Beispiel die “The Loud Minority” Konzert-Reihe im Porgy & Bess mit Künstlern wie Bilal, Thundercat, Aloe Blacc
Die familiären Abende damals im Roxy.. da werde ich ganz nostalgisch wenn ich daran denke. Sa-Ra Creative Partners im Planetarium!!!! Es gibt so viele…

Und welche Momente waren für euch am schwierigsten?

Nach viel Vorbereitung, Einsatz und Herzblut eine Veranstaltung mal nicht so gut gelaufen ist und man am Ende völlig erschöpft und müde Resümee ziehen muss.

Gab es bei euren bisherigen Partys auch Bookings, die ihr definitiv nicht mehr machen würdet? Und wenn ja, wieso?

Nope.

Wenn Geld und sonstige Ressourcen keine Rolle spielen würden – wie würde die Party eurer Träume aussehen, und wer würde dort auftreten?

The Birds & The Bees
Bereits das Artwork vermittelt eine Idee von Sommer, Sonne und good vibes…

Ein The Birds & The Bees New Years Eve / Full Moon Special in Mexico am Strand von Tulum mit DJ Jazzy Jeff, J Rocc, Karriem Riggins. Alle Gäste werden VIP mässig eingeflogen und verpflegt 😉

Nachdem sich das Jahresende mit großen Schritten nähert: Was darf man 2016 und darüber hinaus von euch erwarten?

Ich freue mich jetzt schon auf The Birds & The Bees Summer Season 2016 jeden Freitag im Volksgarten Pavillon.

Und zum Schluss natürlich die obligatorische Frage – wie gefällt euch die neue Play.fm-Seite, was würdet ihr euch als Veranstalter davon wünschen?

Mir gefallt das schönes übersichtliche Design, die Suchfunktion über Städte ist ein nettes Feature.

Auch wir freuen uns schon auf weitere wahlweise ausgelassene oder gemütliche Freitag-Abende im kommenden Sommer – am 6. Mai 2015 geht es wieder los! Etwas Sonnenschein für die kalten Wintermonate findet ihr anbei im Mix von Mr. Guan, mitgeschnitten bei der diesjährigen Closing Party von The Birds & The Bees!

Noch nicht genug? Mehr Mixes aus Wien findest du in unserem Vienna City Channel!

That Good Ẅibe Collective (interpretiert von Gersin)

Im Club mit: That Good Ẅibe Collective (Interview + Mix)

Dass die DJ- und Eventszene auch in Wien nach wie vor männlich dominiert ist, ist kein großes Geheimnis. Umso erfreulicher ist es, wenn es dann doch immer wieder weibliche Artists und Kollektive mit harter Arbeit und gutem Sound schaffen, sich darin ihren Platz zu erkämpfen. Eines der jüngsten Beispiele ist das That Good Ẅibe Collective, das sich in kürzester Zeit zu einer fixen Größe in Sachen Hip Hop und Bass Music entwickelt hat. Deshalb dürfen sie in unserer Interview-Reihe mit dreißig der bedeutendsten Player im Wiener Eventbusiness nicht fehlen – auch wenn sie bereits im Voraus eingewendet hatten, dass sie sich eigentlich mehr als DJs denn als Veranstalter definieren, aber darüber lassen wir sie am liebsten selbst erzählen.

That Good Ẅibe Collective – wer steckt hinter diesem Namen? Was macht ihr und wer ist bei euch wofür zuständig?

Hinter dem Namen stecken vier Ẅiber unterschiedlichster Herkunft: Cn, Marina, Tmnit und Zeisl. Wir legen auf diversen Veranstaltungen auf und veranstalten ab und zu selbst eigene Events. Facebook Event Erstellung läuft meist über Marina und Cn – von der Grafik bis zum Text. Dennoch beschließen wir gemeinsam, welche Grafik oder welcher Text passt. Die Promotion und das Spreaden übernehmen großteils Tmnit und Zeisl. Booking Anfragen, die an Land gezogen werden, sei es über die allgemeine Email Adresse, oder über persönliche Anfragen, werden gemeinsam bearbeitet.

Seit wann ist That Good Ẅibe Collective im Wiener Nachtleben aktiv, und wie ist es überhaupt dazu gekommen?

Tmnit, Zeisl & Marina (That Good Ẅibe Collective) @ Mon Ami
Tmnit, Zeisl & Marina (That Good Ẅibe Collective) @ Mon Ami

Uns gibt es seit März 2014. Cn, Zeisl und Sara (leider nicht mehr Teil der Crew) haben sich über eine private Facebook-Gruppe kennengelernt, auf der man sich über Musik austauschen kann. Durch ähnlichen Musikgeschmack und die motivierenden Worten eines Wiener Veranstalters (you know who you are!) war die Connection schnell gegeben. Kurz darauf kamen noch Marina und Tmnit dazu, die ebenso Teil dieser Gruppe sind.

Und wie sieht es bei That Good Ẅibe Collective aktuell aus – wo und wie oft macht ihr Veranstaltungen oder Hostings? Welche Idee und welches musikalische Konzept verfolgt ihr, und welches Publikum wollt ihr damit ansprechen?

Einmal im Monat hosten wir im Mon Ami, unserer Lieblingsbar in 1060, einen Abend. In unregelmäßigeren Abständen findet man uns auch im Cafe Leopold. Musikalisch sind wir ursprünglich im Hip Hop zuhause, dennoch bringt jede einzelne durch ihren eigenen, persönlichen Zugang zum Genre neue Richtungen mit ein. Aufgelegt wird neben Hip Hop und Rap vorwiegend R’n’B, Soul, Funk und Future Bass. Unser Publikum ist das, welches gute Vibes feiert.

Wie ist es aktuell, in Wien Partys zu veranstalten, könnt ihr davon leben? Was motiviert euch, damit weiter zu machen, was macht euch eher zu schaffen, welche Probleme seht ihr?

Da wir uns nicht als Veranstalterinnen im herkömmlichen Sinne sehen, können wir das schlecht einschätzen. Als DJs bekommen wir unsere Gagen und genießen den Abend mit den jeweiligen Veranstaltern, die uns buchen.

In welche Richtung entwickelt sich die Wiener Szene eurer Meinung nach, gibt es genug gute Veranstaltungen oder vielleicht sogar zu viele? Wie steht Wien aus eurer Sicht im internationalen Vergleich da, wie seht ihr die Wiener Clubs und welche Entwicklungen würdet ihr euch für die Zukunft wünschen?

Ausgehend von der Szene in der wir uns bewegen, können sich die Wiener Veranstaltungen im internationalen Vergleich sehr wohl sehen lassen … Manchmal ist es noch schwer zu unterscheiden, wo der Fokus bei manchen Veranstaltungen liegt und sich somit vieles überschneidet. Jedoch glauben wir, dass sich das mit der Zeit sowieso einpendeln wird (abhängig von der Location, der Gage usw.). Solange die Veranstalter untereinander kommunizieren, kann sich da auch keiner auf die Füße treten.

Cn & Zeisl (That Good Ẅibe Collective) @ Soundwave Croatia
Cn & Zeisl (That Good Ẅibe Collective) @ Soundwave Croatia

Wenn ihr auf eure bisherige Laufbahn zurückblickt: Was waren die Highlights, woran erinnert ihr euch gerne?

Unser bisheriges Highlight war das Donauinselfest 2015, wo wir auf der Eutopia DJ/VJ Bühne Support für Acts wie Cid Rim und Hudson Mohawke sein durften. Außerdem haben unsere Ladies Cn und Zeisl das Kollektiv beim Soundwave Festival 2015 in Kroatien/Tisno vertreten. Anfang Oktober hatten wir zudem die Ehre und das Vergnügen bei Brenk’s Midnite Ride Release Party der Meute einzuheizen.

Und welche Momente waren für euch am schwierigsten?

Unsere Laufbahn bisher verlief sehr unproblematisch, aber als quasi “Neulinge” im Game stellen sich Gagenverhandlungen ab und zu als Challenge heraus.

Wenn Geld und sonstige Ressourcen keine Rolle spielen würden – wie würde die Party eurer Träume aussehen, und wer würde dort auftreten?

Dann würden wir ein „That Good Ẅibe“ Festival veranstalten, auf dem Questlove, die Soulection Crew und Michael Jackson um das Headlinen battlen. Die Crème de la Creme der Wiener Musik Szene dürfte natürlich auch nicht fehlen! 😉

Nachdem sich das Jahresende mit großen Schritten nähert: Was darf man 2016 und darüber hinaus von euch erwarten?

Erwarten darf man sich mehr Auslands- und Festivalbookings. Ansonsten stolpern wir weiterhin im Wiener Nachtleben herum, wie bisher auch. 😉 Also, darf man sich definitiv ein ziemlich cooles 2016 erwarten.

Und zum Schluss natürlich die obligatorische Frage – wie gefällt euch die neue Play.fm-Seite, was würdet ihr euch davon wünschen?

Die Play.fm Seite hat sich, seit es sie gibt bis heute, sehr zum positiven verändert. Die Useability ist wesentlich einfacher zu handhaben und das Archiv ist durch die Jahre natürlich noch umfangreicher und größer geworden. Für richtige Musik Digger gibt es da sicher viel neues zu entdecken. Eines, was wir vielleicht bei den Mixes vermissen würden, wäre die Tracklist, aber durch Shazaam und diverse andere Apps heutzutage, vielleicht vernachlässigbar.

Zwei Hörproben von Marina gibt es im Folgenden in Form von zwei Mixes: Einmal smooth wie Schlagobers, einmal mit Senf (ob “an Siassn” oder “an Schoarfn” darf man in Wiener Tradition natürlich selbst entscheiden). Das gesamte Kollektiv gibt es dann, ein letztes Mal im alten Jahr, am Donnerstag, den 17. Dezember, zu hören – und zwar wie gewohnt in der Homebase Mon Ami!

 

senf by on play.fm

 

Noch nicht genug? Mehr Mixes aus Wien findest du in unserem Vienna City Channel!

Foto credit: Matthäus Beczak

Im Club mit: Fear le Funk (Interview + Mix)

Wenn das Wiener Publikum neben den zahlreichen wöchentlichen DJ-Lines auch in den Genuss von Live-Konzerten von so namhaften Hip Hop Acts wie Apollo Brown, Guilty Simpson, Elzhi, Retrogott & Hulk Hodn, Rapsody & 9th Wonder oder Black Milk kommt, dann ist das der Crew von Fear le Funk zu verdanken. Kurz nach der vierjährigen Jubiläumsparty haben die Mitgründer, Mitveranstalter und Residents Ottomatic und Stanley Stiffla uns mehr über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ihres Projekts erzählt und gleich einen wunderschönen Mix mitgebracht..!

Fear le Funk – wer steckt hinter diesem Namen? Was macht ihr und wer ist bei euch wofür zuständig?

Hinter diesem Namen stehen Nina, Mat, Ottomatic und Stanley Stiffla. Wir machen jetzt seit mittlerweile vier Jahren Veranstaltungen im Bereich Hip Hop hier in Wien. Anfangs war es eher so, dass wir hauptsächlich Produzenten zu unseren Happenings eingeladen hatten, mittlerweile sind wir da aber breit gefächert, haben sowohl DJ- und Producer-Sets als auch Konzerte, die wir aber immer im Rahmen einer Party über den gesamten Abend anlegen. Ottomatic und Stanley Stiffla fungieren als Resident-Djs, ansonsten sind wir zu viert ständig im Austausch über mögliche Bookings, anstehende Termine und organisieren und bewerben die gemeinsamen Abende.

Seit wann ist Fear le Funk im Wiener Nachtleben aktiv, und wie ist es überhaupt dazu gekommen?

Uns gibt es seit Oktober 2011. Gerade vor wenigen Wochen haben wir im WUK zusammen mit dem Kölner Label Entbs unser 4-jähriges Bestehen gefeiert. Peace an dieser Stelle an Chlodwigplatz Pütz Money und die Jungs!

Wie es dazu gekommen ist, dass wir Partys machen? Alles begann an sich damit, dass Stanley eine tatkräftige Truppe zusammenstellen wollte und uns alle kontaktiert und gefragt hat, ob es Interesse gäbe, gemeinsam Partys in Wien zu machen, die ihren Schwerpunkt zu Beginn vor allem auf Independent Producer legen wollten. Mat, Ottomatic und Stanley kannten sich dabei schon einige bis viele Jahre aus guten Freundschaften heraus. Nina stieß dann Mitte 2013 dazu. Da wir alle einen ähnlichen Zugang zu Hip Hop haben, war anfangs ziemlich schnell klar, dass wir das so angehen wollen und machen werden.

Und wie sieht es bei Fear le Funk aktuell aus – wo und wie oft macht ihr Veranstaltungen? Welche Idee und welches musikalische Konzept verfolgt ihr, und welches Publikum wollt ihr damit ansprechen?

Fear le Funk mit Guilty Simpson, Elzhi und Phat Kat im B72 (Foto credit: Raphael Skrepek)
Fear le Funk mit Guilty Simpson, Elzhi und Phat Kat im B72 (Foto credit: Raphael Skrepek)

So übers Jahr gesehen machen wir an die fünf, sechs Veranstaltungen, phasenweise etwas mehr, dann wieder etwas weniger -je nachdem, was gerade möglich ist. Stanley Stiffla und Ottomatic legen ansonsten auch immer wieder bei anderen Veranstaltungen auf. Der simple Grundsatz lautet: Wir laden immer nur Artists ein, die wir auch selbst hören, feiern und schätzen. Vom Konzept her sollte es mit seinen Wurzeln immer im Hip Hop bleiben und idealerweise nationale und internationale Artists zusammenführen, auch wenn Genre-Überschneidungen natürlich kein Ausschlussgrund für uns sind. Wir haben ja auch schon Kooperationsveranstaltungen mit Canyoudigit, Beat Science oder dem Soundwave Croatia Festival gemacht, wo es dann vom Sound her etwas futuristischer zur Sache ging.

Was das Publikum betrifft, wollen wir niemanden aus- oder eingrenzen, das ist für uns so seit dem Start mit dem Ding ganz klar. Alle die sich für unsere Veranstaltungen und die auftretenden Künstler*innen interessieren, sind willkommen und sollen im Idealfall einfach eine gute Zeit mit den Artists und uns haben. Quality Time oder so ähnlich.

Wie ist es aktuell, in Wien Partys zu veranstalten, könnt ihr davon leben? Was motiviert euch, damit weiter zu machen, was macht euch eher zu schaffen, welche Probleme seht ihr?

Wir wollen und müssen zum Glück nicht davon leben. 😉 Wir versuchen ganz einfach nur, dass sich die Veranstaltungen, so gut es eben möglich ist, selbst finanzieren. Was überbleibt, wird eins zu eins in weitere Veranstaltungen gesteckt. Uns macht es nach wie vor großen Spass, auch wenn bis zum Auftritt der eingeladenen Artists am Abend der Veranstaltung und bis die Party hoffentlich funktioniert natürlich jede Menge Arbeit steckt. Vor allem Stanley kann davon ein Lied singen, tut sich das Organisatorische wie alle anderen aus unserem Quartett aber auch gerne an, sonst ginge es sowieso nicht. Ebenso wäre vieles ohne Hilfe aus dem Freundes- und Bekanntenkreis so sicherlich nicht realisierbar gewesen.

Daher: Ein dickes Dankeschön an alle die uns unterstützen und unterstützt haben über die letzten Jahre! Viel Liebe.

Die Motivation kommt aus der Begeisterung zur Musik, unseren vergangenen Abenden und natürlich auch durch die Reaktionen unseres Publikums. In diesem Sinn: Nur die Liebe zählt oder wie es der Retrogott so schön sagt: “Peace, Unity, Love & having Fun!”

Wenn es ein Hauptproblem gibt, dann ist es für uns sicherlich die geeignete Location zur angedachten Veranstaltung zu finden. Da wir unsere Dinger nicht immer in den selben Locations veranstalten und sie idealerweise auch an die Gegebenheiten des Abend-Ambientes anpassen wollen, ist das vielleicht hin und wieder das größte Problem. Die Dichte der Veranstaltungen steigt in Wien insgesamt, das macht es für uns natürlich nicht gerade einfacher, ist aber an sich nichts Negatives.

In welche Richtung entwickelt sich die Wiener Szene eurer Meinung nach, gibt es genug gute Veranstaltungen oder vielleicht sogar zu viele? Wie steht Wien aus eurer Sicht im internationalen Vergleich da, wie seht ihr die Wiener Clubs und welche Entwicklungen würdet ihr euch für die Zukunft wünschen?

Fear le Funk mit Radio Love Love im Cafe Leopold (Foto credit: Jonathan Meiri)
Fear le Funk mit Radio Love Love im Cafe Leopold (Foto credit: Jonathan Meiri)

Für uns hat Wien in Sachen Hip Hop in den vergangenen Jahren auf jeden Fall den Anschluss zu anderen europäischen Metropolen wie London, Paris und Berlin geschafft. Die Dichte, die Qualität aber auch die Nachfrage im Independent-Bereich sind sicherlich gestiegen. Woran es eventuell noch mangelt, sind mehr dieser kleinen aber feinen Wiener Clubs mit guter Anlage, für 150-300 Leute, in zentraler Lage. Da könnte sicherlich etwas mehr gehen. Wie auch medial sicherlich noch etwas mehr Support wünschenswert wäre. Die Clubs, die es gibt und die auch anspruchsvolleres Programm supporten, machen ihren Job aber gut bis herausragend, wenn ihr uns fragt. Siehe Cafe Leopold, Celeste, B72 oder auch das Porgy & Bess, WUK, Flex, das Loft, die Forelle oder Sauna, egal wie sympathisch man die einzelnen Venues jetzt findet oder nicht. Wenn man aber gerüchteweise hört, dass letztgenannte eventuell in ihrer aktuellen Form schon bald wieder Geschichte ist und ein weiterer Kommerzparty-Tempel daraus werden soll, ist das natürlich mehr als traurig und schade.

Wenn ihr auf eure bisherige Laufbahn als Veranstalter zurückblickt: Was waren die Highlights, woran erinnert ihr euch gerne?

Puh… Da waren doch einige Abende dabei… Wenn wir welche hervorheben müssen, dann sicherlich zuletzt im Juni der Abend im Porgy & Bess mit Apollo Brown, Ras Kass und Rapper Big Pooh. Die Nächte im B72 mit Guilty Simpson, Phat Kat und Elzhi oder im Cafe Leopold mit Radio Love Love oder Figub Brazlevič und S. Fidelity waren auch absolut Hammer. Unsere bisher größte und letzte Veranstaltung im WUK mit den Jungs von Entbs war aber auf jeden Fall einfach nur unfasslich dope (hoffentlich nicht nur für uns 😉 ). Ansonsten ist sowas wirklich schwierig… Wir erinnern uns an viele feine Nächte, auch die “kleineren” Rap-ins-Gesicht Dinger im Einbaumöbel oder die anfänglichen Shows in der Auslage hatten ihre absoluten Höhepunkte.

Zusätzlich war auch die Produktion unserer 2xLP-Compilation, welche anlässlich unseres 2-jährigen Bestehens entstanden und via Vinyl und digital erschienen ist, eine sehr, sehr coole Erfahrung. Dafür auch nochmal Props und Liebe an alle involvierten Künstler*innen, die uns das zugetraut und uns mit ihren musikalischen Schätzen unterstützt haben.

Und welche Momente waren für euch am schwierigsten?

Mit Sicherheit unser Abend mit 9th Wonder und Rapsody im Viper Room. Der war zwar musikalisch sehr gelungen, das Wiener Publikum hat uns damals aber leider anscheinend etwas übersehen oder vergessen… Lag wohl auch am Termin. Schade, aber ist passiert.

Gab es bei euren bisherigen Partys auch Bookings, die ihr definitiv nicht mehr machen würdet? Und wenn ja, wieso?

Fear le Funk mit Apollo Brown, Ras Kass und Rapper Big Pooh im Porgy & Bess (Foto credit: Thomas Unterberger)
Fear le Funk mit Apollo Brown, Ras Kass und Rapper Big Pooh im Porgy & Bess (Foto credit: Thomas Unterberger)

Nein, absolut nicht! Wir sind da möglicherweise sogar ein bisschen verwöhnt, jeder Artist war auf seine persönliche Art und Weise absolut schätzenswert und top. Da können wir nur eines behaupten: Wie die Musik so auch die Künstler und Menschen dahinter -für uns auf jeden Fall sehr dope!

Wenn Geld und sonstige Ressourcen keine Rolle spielen würden – wie würde die Party eurer Träume aussehen, und wer würde dort auftreten?

Auf jeden Fall mal nicht irgendein wacker Hype, ohne Namen zu nennen und damit wiederum Werbung für diese zu machen. 😉

Die Party unserer Träume? Das wäre wohl ein zweitägiges Open Air Festival, zentral in Wien – eventuell im Prater – gelegen, mit allen Künstlern von Stones Throw, Entbs, Mello Music Group, Bastard Jazz, Hector Macello, Melting Pot Music, Redefinition, den Funkverteidigern, Beatgeeks, Ecke Prenz, Radio Love Love, Waxolutionists, Sichtexot, Jakarta, VOZ, Wortsport Entertainment, Flava In Ya Ear, der 1bm-Freestylesession Crew, Huhnmensch & böser Wolf, Kroko Jack, A Tribe Called Quest, Jurassic 5, De la Soul, Kool Keith, Run The Juwels, Action Bronson, Kaytranada, DJ Premier und Kendrick Lamar (die Reihenfolge ist dabei beliebig zu setzen).

Nachdem sich das Jahresende mit großen Schritten nähert: Was darf man 2016 und darüber hinaus von euch erwarten?

Wir werden nicht viel ändern: weiterhin hoffentlich fette, unterhaltsame und feine Abende! Am 7. Dezember 2015 begrüßen wir erstmal zum Jahresabschluss Apollo Brown Guilty Simpson, Phat Kat und die Demograffics im B72. Im Februar 2016 duellieren sich dann Radio Love Love und Ecke Prenz im Salon des Cafe Leopold. Und dann lassen wir uns mal überraschen, was noch so alles auf uns zukommt. Im Oktober feiern wir auf jeden Fall unseren fünften Geburtstag gebührend.

Und zum Schluss natürlich die obligatorische Frage – wie gefällt euch die neue Play.fm-Seite, was würdet ihr euch als Veranstalter davon wünschen?

Wir kennen Play.fm ja schon lange und schätzen die Seite sehr. Die neue Homepage sieht ganz cool aus. Eventuell könnte man noch aktuelle Termine zu den gefeatureten Mixes in irgendeiner Form einbinden, dann hilft das auch den Veranstaltern. 😉

Anbei freuen wir uns, euch einen Mix von DJ Ottomatic präsentieren zu dürfen, in dem erdie jüngste Vier-Jahres-Party von Fear le Funk mit Retrogott & Hulk Hodn Revue passieren lässt – weiter geht’s am 7. Dezember im B72, mit Guilty Simpson, Apollo Brown, Phat Kat und den Demograffics live am Mikrofon und den Beat-Geräten!

 

Noch nicht genug? Mehr Mixes aus Wien findest du in unserem Vienna City Channel!

Double D.

Interview with: Double D. from Frankfurt am Main

Today, we’d like to introduce you to yet another of our loyal power uploaders, one that has been keeping our feeds funky fresh since 2009: Double D. from Offenbach near Frankfurt/Germany! For six years already, Double D. has been using Play.fm as an archive for his radio show named Funky Fresh – and this has been growing ever since, counting almost 100 uploads by now and attracting an increasing audience. He kindly took his time to chat with us about his show, his hood, his two decades of DJing experience and lots more…

You’re host of the show Funky Fresh, broadcasted live on Frankfurt based Radio X bi-weekly and available within the Play.fm archives later on. When did you start the show, and what was the initial idea?

Back in March 1997, the federal state of Hesse developed first plans on launching a frequency for a non-commercial local radio station. At that time, two applicants in Frankfurt started a week of test broadcasts. That was when the first Funky Fresh show was broadcasted on Radio Tox. Radio Tox, however, was a bunch of unorganized hippies with autonomous structures, and so, after that week, the better organized team of Radio X received the license. A few weeks later however, they asked me to start a Hip Hop show on their frequency, as they were told that my test show on Radio Tox had been pretty good. Ever since, I’ve been doing up to three shows per month (each first, third and fifth Saturday from 3:00 PM to 5:00 PM) as well as a monthly DJ night (each third Tuesday from 11:00 PM to 2:00 AM) up to this very day. In total, that’s seven to nine hours of radio each month. At Play.fm, a former editor named Dr. Glocke opened the door for me – which I’m still very thankful for.

The title Funky Fresh tells pretty much of the concept, still: To someone who hasn’t heard your show yet, how would you describe the musical bias?

Double D.True, the name says it all: The music has to be funky and fresh. FUNKY stands for a reference to Funk music, the musical structures of broken beats and fat, groovy basslines. FRESH means, that the songs have to be “new”, at least to the show – in all the years since 1997, I’ve never played a song twice. Each show is being freshly prepared with music that I’ve come across within the last weeks. The musical bias, thus, is “new” and “funky”, yet hailing from various genres: Funk, Soul, Downbeat, Reggae, Easy Listening, Dubstep, Drum & Bass, House, Disco, Boogie, Rap and Hip Hop might pop up on the show as well as mashups, remixes or edits of old classics, or – I don’t even know what they call it these days? Trap, Ghetto Funk, Neo Funk, Nu Soul…? It simply has to kick me and have a groove of some sort. Furthermore, I’m strongly involving myself as a DJ on the show, so it might get hard to even tell the borders between the single tracks. Funky Fresh, that’s it – a term that’s rooted in a Hip Hop context, appearing in a lot of songs from the 80ies and defining something that’s new, fresh, cool and hip.

How can we imagine a Funky Fresh show being produced? Do you select the music spontaniously fitting to your current mood, or are the whole two hours planned in advance?

I plan everything just as much as I find the time 🙂 Basically, I prepare the show in several steps. I’m continously scanning new music – if I like something, it ends up in my crate. Once it’s in there, I analyze the BPM, sort the songs by genres and score them using a five star rating. That helps me filtering the tracks and getting to know them better. Indeed, it may happen that a song that already made it into my crate will disappear again. Within two weeks, I usually check out between 200 and 300 songs, of which a maximum of 80 finally gets into the Funky Fresh crate, where I once again sort them by tempo and mood. I usually start the show rather slow and mellow, getting increasingly faster within the two hours. I usually drink one or two 0.5l bottles of coke during the show, which makes me ever more pumped and hectic. You have to keep in mind, it’s Saturday noon and mostly, I’m still tired and hungover from Friday night. It’s sort of a mutual process – the music boosts me and I, accordingly, choose the music within my prepared track pool. Usually, I mix up between 45 and 60 songs within 120 minutes.

Double D.As discussed, you’ve been hosting your show on Play.fm since 2009. What is it that you like about Play.fm generally and the new site particularly?

First of all, I like that I get listened to a lot. I’ve always digged Play.fm, yet, the new player is lovely and the layout is even better arranged and up to date now. I’m having fun putting up mixes on Play.fm, it’s self-explaining and easy to do. Back then, I was looking for a appropriate platform to host my mixes online permanently, as Radio X only broadcasts terrestrially, via cable and live stream, but does not offer any downloads or online archives due to legal reasons. I have to state though that all Funky Fresh shows on Play.fm are edits of the original broadcasts. I cut all the moderation, add an extra intro and might do a few additional edits, making place for new, distinct mixes to emerge.

You’re living in Offenbach am Main, a direct neighbour city to Frankfurt. That area has been a European stronghold for Techno for a long time, with legendary clubs like Dorian Gray, Sven Väth’s Cocoon Club or the Robert Johnson, which is still in business. How do you feel about the local scene, and what is going on besides Techno and Trance?

A big question. I was born in 1972 and fell in love with Hip Hop in the early 80ies. Back then, there was no Techno, but instead, a lot of GIs and US Americans living in the surrounding area. As a consequence, besides Berlin, we used to have one of the most vibrant Hip Hop scenes in Germany. However, as Frankfurt is a rather cold city with a huge focus on money and economics, the scene went commercial pretty soon (remember Snap and such?). In the early 90ies, Techno emerged and of course, I had a few blasts at the Omen or left some graffitis at the Dorian Gray. I’m still going to Robert Johnson every once in a while – rather not because of the music though, but because latenight, it’s often the last spot where there’s still something going on. The local scene, however, is very diverse. It’s true that electronic music is pretty dominant, but within the whole area, there are way more things going on. We have a vivid underground representing all imaginable musical genres. The area around Central Train Station is very hip, as well as a few other spots within the inner city. The harbour of Offenbach is definitely hot, you’ll find anything going on from mainstream to underground. There are three clubs within 75 metres right along the Main riverside: MTW, Robert Johnson and Hafen 2. That builds a narrow, tense atmosphere.

Double D.You’ve been busy as a DJ since the late 80ies. In which ways has being a DJ changed ever since – in positive aspects as well as negative?

For those who are willing, the technique has changed a lot. Of course you can still rock a party with nothing more than two turntables and a simple mixer, that was and still is a wonderful thing to do. However, I’m honestly happy that these days, we have long durable crossfaders and the chance to adjust Highs, Mids and Lows for each channel individually. As a trained radio and television engineer, I’ve always followed the technical progress and supported new developments. Each time has it’s evolution, and today, we’ve almost overcome the analogue vs. digital debate. The progress goes on and Native Instruments’s Traktor software, for instance, comes up with one innovation after another. That makes room for new creative ideas and expands your options. Personally, I prefer the DVS option as I like to keep the feel of vinyl, but don’t feel too much like carrying all my 12.000 vinyl records to each single gig.

Your DJ career took you to quite a lot of places, as part of cultural exchange programs with China and Russia for instance, or as an instructor for Vestax DJ School and VibrA School of DJing. Currently, what does your everyday life look like besides hosting the radio show, and what projects will you be focussing on in the near future?

I’m currently self-employed and do a lot of work with kids and juveniles. According to the motto “Eachoneteachone”, I’m continously trying to help people escape from their everyday frustration and let music and the according emotional perception shine on them, encouraging them in their creative abilities and self-confidence. I’m active in the field of prevention of violence, but also willing to be booked for well paid jobs at a fair occassionally. Anything can, but nothing has to happen. I try to keep the fun in my work and only do what I really feel like. That doesn’t always pay with cash, but mostly with appreciation. I’m still involved with international exchange programs, we try to accomplish with likeminded artists what politics don’t: Equality and exchange of positive minded people to overcome the fear of the unknown, the reduction of prejudices and appreciation for foreign cultures and lifestyles. Those are our goals.

Keen to know what Funky Fresh sounds and feels like? Take a digital slide through memory lane from last week back to 2009 right here – and be sure to follow Double D.‘s profile right here on Play.fm to stay current with way more yet to come!

Further links:
http://www.double-d.dj
http://www.radiox.de/sendungen/funky-fresh.html
https://www.facebook.com/FunkyFreshShow

Mixes by Double D on play.fm

Gerald van der Hint - one of 30 DJs from Vienna you should know!

Spot on Vienna – 30 DJs you should know

Vienna – does that ring a bell? The reference of this town probably brings up thoughts of classical music, old emperors with white beards, art nouveau buildings and Schnitzel in first place. However, Austria’s capital also offers a lively, diverse electronic music scene to discover, which not only brought up worldwide renowned artists like Dorian Concept, Patrick Pulsinger, Kruder & Dorfmeister or Camo & Krooked, but dozens and hundreds of creative, devoted individuals pushing things forward as DJs, producers, event and club promoters or operators of labels or record stores, and making it a shiny, little gem for music lovers.

Album covers of Austrian artists
You probably own at least one of those, don’t you..?

How do we know? Simple, we live here – Play.fm was founded by people from and having its headquarters in Vienna since 2004. Thus, as a kick-off for our new city channels, nothing more obvious for us to do to showcase some (thirty to be exact) of the Vienna’s most talented, demanded, interesting, forward-thinking or in any other way influential players and have them chatting about life in Vienna and the local scene as well as do what they do best: Mix up magnificent music!

So throughout the recently passed months of May and June, we did thirty interviews (in German only yet, any translation tool of your choice shall give you the overall idea though), each coming along with an exclusive mix – a collection that showcases the wide range of Vienna’s club scene, from Hip Hop, Reggae and Funk via all shades of House and Techno to Dubstep, Drum & Bass and other styles of Bass music – here’s the full list of links to the many-faceted sound of Vienna:

 

#1: Emil Berliner

Part of Junge Wilde collective and a splendid producer with releases on Great Stuff, Schönbrunner Perlen or My Best Friend.

Read the interview


 

#2: Shroombab

Initiator of Junglistic Sistaz, a worldwide network of female Drum & Bass artists, and operator of High Tension Records.

Read the interview


 

#3: Olinclusive

Part of DSTYCRTS, a collective of dedicated DJs and beatmakers, one half of DJ team Scooby Duo and band member of Captain Hot Dog Sauce.

Read the interview


 

#4: DJ Mogli

Part of Treasure Isle, Vienna’s longest running sound system in regards of Roots Reggae, Dub, Rocksteady and any other authentic Jamaican sounds.

Read the interview


 

#5: Joja

Former radio host on Superfly FM and operator of V ARE, a local initiative to blend music, visual arts, design and other disciplines of arts.

Read the interview


 

#6: Nicole Jaey

An up and coming multi-talent (DJ, producer, live-performing artist and singer) rooted in Vienna’s leading audiovisual festival sound:frame.

Read the interview


 

#7: Makossa

One of Austria’s longest serving DJs, head of music at nationwide public radio FM4, one part of Makossa & Megablast (with releases on Gigolo Records and G-Stone) and innovator of the term Swound Sound.

Read the interview


 

#8: Ken Hayakawa

One of the head honchos at the Schönbrunner Perlen label and one of the most renowned Techno producers with releases on liebe*detailMusik gewinnt Freunde or Goldmin Music.

Read the interview


 

#9: Trishes

Devoted music journalist and host of FM4’s Hip Hop show Tribe Vibes, beatmaker on Duzz Down San and curator of this year’s popfest.

Read the interview


 

#10: Doree

One of Vienna’s freshest and already most demanded Drum & Bass DJs, representing Switch! and City Warriors Vienna.

Read the interview


 

#11: Roman Rauch

Our town’s number one export regarding deep, analogish House these days, with a discography including releases on PhilpotEndless Flight/Mule MusiqQuintessentials and an album on klamauk.

Read the interview


 

#12: Mia Rabe

Part of Viennoise, an artist collective combining their passion for electronic music with concerts, visual arts and exhibitions.

Read the interview


 

#13: Laho

Vienna’s jack-of-all-trades, record dealer at Tongues, event promoter and, not least, a dedicated DJ daring to explore sounds off the beaten track.

Read the interview


 

#14: Matt Mor

One of the town’s most demanded DJs regarding true, uncompromising Techno, promoter of Wechselstrom events and co-running the label Panterre Musique.

Read the interview


 

#15: pocketful of g:ld 

One of the local DJs and promoters most likely to dare and deal music that’s off the public radar, running the BLVZE nights and the home-made events at Das Werk.

Read the interview


 

#16: Mann & Klamm

A young duo fully dedicated to House, with DJ appearances between Barcelona and Istanbul and releases on Houseology, Piston Recordings and My Little Dog.

Read the interview


 

#17: Joyce Muniz

One who has been steadily touring the world throughout the past few years, while still dropping releases on internationally aknowledged labels as 20:20 VisionTop Billin’ and Exploited.

Read the interview


 

#18: B.Visible

One of the city’s leading beatmakers, a regular on Duzz Down San and with releases on Cosmonostro.

Read the interview


 

#19: Simonlebon

Founding father and co-operator of internationally aknowledged Luv Shack Records and one half of the production duo Burnin’ Tears.

Read the interview


 

#20: Pezo Fox

One of the godfathers, being busy as DJ, promoter and record dealer for 25 years, responsible for bringing artists like KRS-OneMos Def or the Wu-Tang Clan to town.

Read the interview


 

#21: Gerald van der Hint 

Promoter of events like Meat Market and Mutter and a fully dedicated Techno- and House-DJ himself.

Read the interview


 

#22: Christoph Wagner

Long-term host of the Jazzdination Radioshow, doing regular interviews and live-sessions with artists like Dorian ConceptLouie Austen or Brenk Sinatra.

Read the interview


 

#23: Jay Rome

Head of Blu Saphir Records and it’s several sublabels, home for international Drum & Bass artists like BungleSyncopix and Bassface Sascha.

Read the interview


 

#24: Slack Hippy

One of our town’s longest serving and still most demanded DJs and a regular at FM4 La Boum deluxe.

Read the interview


 

#25: Zanshin

Part of Affine Records, as both a solo artist as well as one half of Ogris Debris, also appearing on Compost RecordsNurvous Records and disko404.

Read the interview


 

#26: Austrian Apparel

Probably the most hyped Techno liveact Vienna has to offer at the moment, pulling their analogue synths and drum computers through all relevant clubs and festivals.

Read the interview


 

#27: Bono Goldbaum

Mastermind behind booking and event agency Instinkt Music and booker at Die Kantine, the latest addition to Vienna’s club scene that’s booming the city with a massive Function One system.

Read the interview


 

#28: Moogle

Music journalist at music magazine The Gap and the regional edition of Noisey and part of the Bebop Rodeo collective, that’s brought artists like Moodymann and Theo Parrish to town, as well as hosting a 100+ mixes strong podcast series.

Read the interview


 

#29: Beware

Two-times DMC championship participant, co-host of the daily mixshow FM4 Unlimited, co-operator of critically acclaimed Klasse Recordings label and an illustrious House producer himself under his Mr. Ho moniker.

Read the interview


 

#30: Antonia

One of Austria’s most up-and-coming talents in forward-thinking Bass music and part of the Canyoudigit collective, that’s already brought Mount KimbieHudson Mohawke or Lil Silva to town.

Read the interview


Find those and a few thousand more mixes, radioshows and live recordings from Vienna, ranging back to our initial period in 2004 and even before, from long-time established artists, up-and-coming talents, dedicated record collectors and passionate bedroom DJs, in brief: music lovers, within our Vienna city channel:

https://www.play.fm/city/vienna – it’s on!

Also, be sure to stay connected for more city features to come as well as more input from our beloved hometown – as a matter of fact, it has waaaayyyyy more to offer than just those thirty…!

Tell us what´s going on in your town & upload your own mixes

If you feel there are things happening just around your corner that the world needs to learn about, feel welcome to let us know! Just write a few lines to feedback@play.fm or on our Facebook page and tell us where you live, what’s going on music wise there and which DJs, clubs and promoters are constantly changing the game there – we will surely check your hints and if we feel the same way, there’s a good chance your hood might appear within our sitemap soon with it’s very own neat city channel. And in the meanwhile: Be sure to rep your hood by uploading your own mixes!

Christoph Wagner (Jazzdination)

Vienna Players #22: Christoph Wagner (Jazzdination Radioshow)

Unter dem Titel Vienna Players porträtieren wird derzeit dreißig der interessantesten Künstler der lokalen Musikszene – etwas, was Christoph Wagner bereits 2009 regelmäßig macht: Als Host der Jazzdination Radioshow hat er so ziemlich alle namhaften Acts ans Mikrophon und/oder hinters Mischpult geholt, deren Musik tief im Jazz wurzelt. Dorian Concept und Louie Austen haben auf der Interview-Couch bereits ebenso Platz genommen wie die Waxolutionists, Brenk oder die Sofa Surfers. Was Wien für ihn zu einem speziellen Ort macht erzählt er uns in den nächsten paar Zeilen – nebst einem exklusiven Mix mit einigen seiner aktuellen Lieblingstracks!

Was hat euch ursprünglich in die Musik-/Clubszene verschlagen?
Mein großes Interesse an Musik und dem daraus wachsenden Wunsch meine Leidenschaft mit anderen Menschen zu teilen. DJ-Sets von Peter Kruder, DSL und den Waxos waren sehr einschneidende Erlebnisse und weckten den Wunsch nach mehr! Neben meiner DJ-Tätigkeit tauchte ich als einer der Initiatoren der Jazzdination Radioshow (PLAY.FM) tiefer in die Wiener Club- und Musikszene ein.

Was macht gerade Wien zum idealen Mittelpunkt für deine musikalischen Aktivitäten?
Wien hat eine überschaubare aber trotzdem breitgefächerte Musiklandschaft, welche mich immer wieder neu inspiriert.

Christoph Wagner (Jazzdination)Ein Freund aus Übersee kommt zu Besuch nach Wien und hat den festen Vorsatz, eine unvergessliche Nacht zu erleben. Welches Abendprogramm stellst du für ihn zusammen?
Wir beginnen den musikalischen Streifzug mit einem Konzert im Jazzclub Porgy&Bess. Danach geht es je nach Stimmung und Programm in das Celeste oder Cafe Leopold und dann weiter in die Grelle Forelle. Zum Ausklang genehmigen wir uns ein „Würstl“ im Donau.

Du kommst unerwartet zu 100 Euro. Wo in der Stadt wirst du sie wahrscheinlich ausgeben und wofür?Ich werde meine zwei Lieblingsplattenläden, das Rave Up und Das Market besuchen und mit einer Tasche gefüllt mit neuem Vinyl zufrieden nach Hause gehen.

Du hast die Chance, für einen ganzen Abend ein Line-Up ganz nach deinem Geschmack zusammenzustellen, einzige Voraussetzung: Es darf nur aus Wiener DJs bestehen. Wie sieht dein Line-Up aus?
DJ Zuzee
Chester Rush & Stoney the Flute
Mr.Guan & Luis Figueroa
DJ DSL
7 Citizens & Kido Soon
TJ Hicks
Patrick Pulsinger
Electric Indigo
Peter Kruder

Womit verbringst du deine Zeit, wenn du nicht gerade auflegst?
Christoph Wagner (Jazzdination)Auf jedem Fall mit meiner Familie und Freuden. Die restliche Zeit mit Musik, Bewegung in sämtlichen Formen oder einer Lektüre. Vor meiner Musikkarriere war ich im Leistungssport aktiv.

Lass uns zum Schluss noch folgendes von dir wissen:

  • Erster Gig – wann und wo? Mein erster erwähnenswerter Gig in Wien war am 13. Mai 2005 in der damaligen Kunsthalle am Karlsplatz im Rahmen einer Bujaka Live-Session gemeinsam mit Thomas de Martin. Meine ersten DJ-Erfahrungen machte ich 1997 in meiner Heimat Neunkirchen im Lokal Kuckuck.
  • Vinyl, Digital oder ganz was anderes? Vinyl und Digital
  • Größe deiner Musiksammlung? Ein 5×5 Meter großer Raum voll gepackt mit Platten und CDs.
  • BpM-Range: Von – bis? 70 – 135.

Anbei der versprochene Mix – noch viel, viel mehr von Christoph Wagner gibt es im Play.fm Archiv zu hören, wo seit inzwischen sechs Jahren (so gut wie) jeden Monat eine neue Ausgabe seiner generell sehr empfehlenswerten Jazzdination Radioshow dazu kommt. Wer in Wien weilt, kann das Spektakel übrigens auch live in wechselnden Locations beobachten – folgt am besten der Facebook-Page von Jazzdination, um über kommende Termine am Laufenden zu bleiben!

Pezo Fox (Juicy)

Vienna Players #20: Pezo Fox (Juicy)

In unserer Reihe stellen wir euch derzeit dreißig der bedeutendsten DJs unserer Stadt vor – und so unvollständig diese Liste ohnehin nur sein kann, ohne Pezo Fox wäre sie es tatsächlich. Er kann getrost als einer der Godfathers der heimischen DJ- und Clubkultur bezeichnet werden, der als Plattendealer chartbestimmenden Schallplatten Reiss in Meidling, sowie als Resident in geschichtsträchtigen Locations wie dem Volksgarten und dem U4 seit den frühen 90ern seine Spuren hinterlassen hat. Auch 25 Jahre später ist Pezo Fox einer der hingebungsvollsten Player der lokalen Szene und holt als Veranstalter Top-Acts wie KRS One, Mos Def, Big Daddy Kane, Onyx, und demnächst den Wu-Tang Clan sowie Jurassic 5 nach Wien. Was die Wiener Szene und das Leben in der Stadt für ihn ausmacht verrät er uns in den folgenden Zeilen, nebst einem exklusiven Mitschnitt.

Was hat euch ursprünglich in die Musik-/Clubszene verschlagen?
Die Plattensammlung meines älteren Bruders. Habe schon als Kind Anfang der 80er Breakdance für mich entdeckt – und diese funky Beats nie wieder vergessen.
Ab 1990 anfangs noch kleine Parties für den Schulkollegen- & Freundeskreis, die ich damals schon mit meinem Bruder Hossein (Mastercash) veranstaltet habe

Was macht gerade Wien zum idealen Mittelpunkt für deine musikalischen Aktivitäten?
Ich bin Wiener und liebe Wien und die Vielfalt der Menschen in Wien. Man kann hier ganz gut leben.

Pezo Fox (Juicy) - Photo credit: Sachin Soni width=Ein Freund aus Übersee kommt zu Besuch nach Wien und hat den festen Vorsatz, eine unvergessliche Nacht zu erleben. Welches Abendprogramm stellst du für ihn zusammen?
Wir gehen am Nachmittag auf ein Rapid Match. Stärken uns danach im Gasthaus Quell mit einer in Übersee nicht zu bekommenden Griesnockerlsuppe. Wir besuchen danach im Cafe Leopold eine Nebenzimmersession oder lauschen ebenfalls im Leopold einem Music & Poetry Basket. Dann sekkieren wir den Zuzee dort wo er grade auflegt und beschließen unsere Nacht, je nach Temperatur entweder bei Birds & the Bees oder im Roxy, auf einen Absacker. Wenn dann noch einer der guten Würstlstände der Stadt offen hat, wird er „überfallen“.

Du kommst unerwartet zu 100 Euro. Wo in der Stadt wirst du sie wahrscheinlich ausgeben und wofür?Zuerst frühstücken im Eduard am Sparkassaplatz und danach Platten kaufen beim Teuchtler oder Rave Up.

Du hast die Chance, für einen ganzen Abend ein Line-Up ganz nach deinem Geschmack zusammenzustellen, einzige Voraussetzung: Es darf nur aus Wiener DJs bestehen. Wie sieht dein Line-Up aus?
Ein Abend reicht da nie und nimmer! Es gibt in Wien verdammt gute Leute die das DJ Handwerk beherrschen und eine feine Selektion haben. Ich picke nur ein paar heraus, vielseitig von den Musikrichtungen, ganz nach meinem Geschmack: DJ Mantis, Luis Figueroa & Mr.Guan, Majestic Mood, Lessi von der Camera, Xela L., Scott & Levi, Mastercash & Mosaken, Aziz & Mat (r.i.p. trife.life!), Rocco & Balboa, DJ Exceed, Joja & Florence Nightnurse, Clonious & Cid Rim, Zuzee & Buzz, Damntruth & Cream T, DJ Kapazunda, Scooby Duo, Kid Kut, Crum & B.Visible, Phekt & Trishes, Babasound, OSF Sound, G-Spot Sound und natürlich Urbs & Großmeister DSL.
Bei meinem nächsten runden Geburtstag im Dezember 2015 wird es einige von den oben genannten zu hören geben.

Was ist das Schönste an Wiens Clubszene?
Die Mädels auf einer Juicy Party!
Na, Spaß beiseite, ich finde gut, dass die letzten Jahre viel Neues entstanden ist, die (mittlerweile für fast jeden leistbare) VJ/DJ/Producer Technik tut das ihrige dazu.
Ich mag es auch, wenn die verschiedensten Künstler bei Events mit einem karitativen Zweck zusammenhalten und was auf die Beine stellen.
Ich habe Hochachtung vor „Szeneveteranen“, die bis heute durchhalten.

Was ist das Nervigste an Wiens Clubszene?
Lautstärke Regulierungen, Anzeigen wegen Lärmbelästigung und die daraus resultierenden Schließungen mancher leiwanden Clubs/Lokale, das Rauchverbot, die Sponsorenflaute und gierige Gastronomen.

Womit verbringst du deine Zeit, wenn du nicht gerade auflegst?
Pezo Fox (Juicy) - Photo credit: Sachin SoniIn unserem Büro, wir planen immer das nächste Juicy und müssen viele andere Events und DJ-Bookings am Laufen halten.
Sonst sehr familiär und gerne mit lieben langjährigen Freunden, die mich regelmäßig von dem Nachtding runterholen weil sie selbst nicht drinstecken. Wir verreisen gerne und Essen gut. Sehr stolz bin ich auf meine Vorstand-Tätigkeit beim Projekt Levin Statzer Foundation zugunsten junger Künstler. Konzertveranstaltungen von 20yrs of Hip Hop & Steelo sind ein Steckenpferd.
Mein Leben vor der „Karriere“ gibt es in dem Sinn nicht, das war meine Kindheit.
Habe auch circa 9 Jahre in diversen Plattenläden gearbeitet, bevor mich das Nachtleben komplett vereinnahmt hat.

Lass uns zum Schluss noch folgendes von dir wissen:

  • Erster Gig – wann und wo? So richtig mit Bezahlung und so 1991 im Volksgarten. Da war ich der jüngste Resident eine Zeitlang, so entstand auch sehr früh unser Draht zum Voga und somit ein wichtiger Schritt ins Eventbusiness.
  • Vinyl, Digital oder ganz was anderes? Sehr gerne mit Serato & Timecodevinyl. Ab und zu mit Vinyl. CD Player mag ich garnicht zum auflegen.
  • Größe deiner Musiksammlung? Ca. 10.000 Schallplatten, ca. 2.000 CDs, ca. 700GB Wavs & Mp3s, verschiedene alte Mixtapes
  • BpM-Range: Von – bis? 70-170

Anbei noch zwei Stunden Pezo Fox in the mix, mitgeschnitten letztes Jahr bei den Weekend Sounds im Museumsquartier – wo Pezo auch dieses Jahr am 11. Juli wieder zu hören sein wird. Darüber hinaus supported er am 12. Juni DJ DSL bei Step Forward im Cafe Leopold, am 16. Juni den Wu-Tang Clan(!) in der Arena und am 1. September Jurassic Five (ebenfalls (!)) ebendort – dazwischen noch etwas Summer Feeling am 31. Juli bei The Birds & The Bees im Volksgarten Pavillon, einem der nettesten Sommer-Events mit Gartennutzung, und als krönenden Abschluss des Sommers am 5. September den bereits legendären Levin Jam, wie jedes Jahr auf der Donauinsel unter und rund um die Nordbrücke!

B.Visible (Duzz Down San) - Photo credit: Sachin Soni

Vienna Players #18: B.Visible (Duzz Down San)

Unter dem Titel Vienna Players stellen wir euch derzeit 30 der wichtigsten Künstler der Wiener Szene vor. Ein bedeutendes Standbein ebendieser ist seit jeher die kreative Subkultur an HipHop-verwurzelten Beatbastlern, die heute Genres definieren bevor der Musikjournalismus überhaupt Namen dafür findet – und wir freuen uns, heute mit B.Visible eines der aktivsten Aushängeschilder dieser Szene vorstellen zu dürfen. Er ist Teil der umtriebigen Duzz Down San Label-Familie, veröffentlicht obendrein auf dem französischen Netlabel Cosmonostro, und sitzt danach immer noch auf genügend Beats, um sie regelmäßig als Free EP in die weite Welt des Internet zu stellen. Warum Wien für sein Schaffen genau der richtige Ort ist, erzählt er uns im Folgenden nebst einem Exklusiv-Mix.

Was hat euch ursprünglich in die Musik-/Clubszene verschlagen?
Das war ganz der klassische Weg. Zuhause zum Auflegen angefangen und irgendwann wollte ich dann meine Platten auch im Club spielen.

Was macht gerade Wien zum idealen Mittelpunkt für deine musikalischen Aktivitäten?
Im Moment fühle ich mich sehr wohl in Wien. Die Stadt inspiriert mich nach wie vor sehr und das kurbelt natürlich meinen musikalischen Output an. Zudem habe ich das Glück, dass ich einmal die Woche für einen Tag das Rotaug/Tingel Tangel Studio nutzen darf.

B.Visible (Duzz Down San) - Photo credit: Sachin Soni width=Ein Freund aus Übersee kommt zu Besuch nach Wien und hat den festen Vorsatz, eine unvergessliche Nacht zu erleben. Welches Abendprogramm stellst du für ihn zusammen?
Abendessen am Naschmarkt oder in der Pizzeria Riva, danach auf ein paar Bier ins Celeste zum ClubDuzz. Zu späterer Stunde dann ins Leopold zu Step Forward oder Beat Science. Auch die Brut Bar wäre eine Option wenn die Sweet Heat Jungs eine Party schmeißen. Das Werk mit der Geil und Bogen Serie ist auch super – da kann man die Nacht dann bis zur frühen Morgenstunde schön ausklingen lassen.

Du kommst unerwartet zu 100 Euro. Wo in der Stadt wirst du sie wahrscheinlich ausgeben und wofür?Gutes Restaurant. Am besten was Neues das ich noch nicht kenne.

Du hast die Chance, für einen ganzen Abend ein Line-Up ganz nach deinem Geschmack zusammenzustellen, einzige Voraussetzung: Es darf nur aus Wiener DJs bestehen. Wie sieht dein Line-Up aus?
Vorerst würde ich dich um 2 Floors bitten.
Auf den Ersten würde ich mir nostalgisch DJ DSL, die Waxos, Urbs & Cut-Ex, Pezo Fox und DJ Crum wünschen.
Der zweite wäre etwas basslastiger, mit Restless Leg Syndrome, Olinclusive, Jeru und Motsa.

Was ist das Schönste an Wiens Clubszene?
Die Szene ist sehr familiär.

Was ist das Nervigste an Wiens Clubszene?
Leute die sich in den falschen Club verirren dich während deines Sets stören und fragen wann du endlich was “gscheites” spielst währenddessen sich der Rest prächtig amüsiert.

Womit verbringst du deine Zeit, wenn du nicht gerade auflegst?
B.Visible (Duzz Down San) - Photo credit: Sachin SoniIch arbeite im Moment als Teilzeit-Grafikdesigner. Sonst nutze ich meine Zeit eigentlich zum Produzieren. Skaten und Surfen gehe ich gerne zum Ausgleich. Vor der Musik war definitv Snowboarden meine große Leidenschaft.

Lass uns zum Schluss noch folgendes von dir wissen:

  • Erster Gig – wann und wo? 6.10.2005 im ppc Graz
  • Vinyl, Digital oder ganz was anderes? Serato, bei speziellen Anlässen Vinyl.
  • Größe deiner Musiksammlung? Nie nachgezählt, aber da hat sich schon einiges an Vinyl angesammelt über die Jahre. Es ist auf jeden Fall noch nicht so viel, dass es bei einem Umzug gröbere Probleme bereitet .
  • BpM-Range: Von – bis? Fang meistens bei 70bpm an und spiel dann den Boomerang bis zu 140bpm rauf.

Mehr von B.Visible gibt es nicht nur im folgenden Mix zu hören, den er exklusiv für Play.fm aufgenommen hat, sondern zum Beispiel am 13. Juni bei Clubduzz, dem Monthly von Duzz Down San im Wiener Celeste, sowie am 26. Juni bei The Birds & The Bees im Volksgarten Pavillon und Tags darauf, womöglich als Zwischenstopp am Weg Richtung Sommerurlaub, im Gala Hala in Ljubljana. Für dazwischen und überhaupt sollte man auch seine Profile auf Bandcamp und Soundcloud ansteuern, auf der zahlreiche EPs und Freebies zum Download bereit stehen.

Roman Rauch

Vienna Players #11: Roman Rauch (Manifest)

Unter dem Titel Vienna Players stellen wir euch derzeit einige der bedeutendsten DJs und Produzenten der Wiener Szene vor – und auch wenn wir gar nicht so kühn sind, dabei Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben, ohne Roman Rauch wäre die Reihe so richtig unvollständig. Sein ultradeeper Trademark Sound mit massivem analogen Touch erscheint auf namhaften Labels wie Philpot, Endless Flight und Quintessentials, und sein gesamter Release-Katalog ist inzwischen so lang, dass man sich in den relevanten Online-Datenbanken die Finger wund scrollen kann. Seit kurzem umfasst sie auch sein Debut-Album Heliocentric – inmitten der Release-Tour hat sich Roman etwas Zeit genommen, um uns ein paar Fragen zu beantworten und einen exklusiven Mix zusammenzustellen.

Was hat dich ursprünglich in die Musik-/Clubszene verschlagen?
Die Liebe zur Musik.

Was macht gerade Wien zum idealen Mittelpunkt für deine musikalischen Aktivitäten?
Eine gute Infrastruktur, die Lebenskosten sind im vergleich zu anderen europäischen Städten sehr gering, und die hohe Lebensqualität.

Ein Freund aus Übersee kommt zu Besuch nach Wien und hat den festen Vorsatz, eine unvergessliche Nacht zu erleben. Welches Abendprogramm stellst du für ihn zusammen?
Trishes (FM4 Tribe Vibes)Kommt immer auf das gebotene Lineup der Veranstaltungen an. Würde mit einem schönen Essen beginnen, dann in eine Bar bzw. kleinen Club wie z.B. das Celeste, später dann weiter in die grösseren Clubs wie z.B. Pratersauna. Danach kann man ja sehen worauf man noch Lust hat.

Du kommst unerwartet zu 100 Euro. Wo in der Stadt wirst du sie wahrscheinlich ausgeben und wofür?
Im Market oder einem 2nd Hand Laden für Platten.

Du hast die Chance, für einen ganzen Abend ein Line-Up ganz nach deinem Geschmack zusammenzustellen, einzige Voraussetzung: Es darf nur aus Wiener DJs bestehen. Wie sieht dein Line-Up aus?
Warmup von Anna Leiser, danach Dorian Concept Trio live, dann Sam Irl live gefolgt von einem back2back set von meinen Manifest Jungs, danach ein Rainer Klang Boogie Set für den Sonnenaufgang und in den frühen Morgenstunden würde ich dann auch noch ein paar Platten spielen.

Was ist das Schönste an Wiens Clubszene?
Abwechslungsreiche Clubs und Bookings, viele Talentierte DJs bzw. Acts.

Was ist das Nervigste an Wiens Clubszene?
Die schlechten Soundsysteme und auch der mangelnde Support untereinander.

Wo verbringst du deine Zeit, wenn du nicht gerade auflegst?
Mit Musik produzieren, Fahrrad fahren und Roman Rauchmeiner Freundin bzw. meinen Freunden.

Lass uns zum Schluss noch folgendes von dir wissen:

  • Erster Gig – wann und wo? Hmm,  mit 16 od 17 irgendwo im Salzburger Land.
  • Vinyl, Digital oder ganz was anderes? Vinyl und CDJ, das beste aus beiden Welten.
  • Größe deiner Musiksammlung? Nie wirklich gezählt, schätze mal so auf 10-15.000 Schallplatten.
  • BpM-Range: Von – bis? 60-160

Anbei ein einstündiger Exklusiv-Mix von Roman Rauch – der natürlich auch Tracks aus seinem Debüt-Album Heliocentric enhält – dieses ist im März auf dem Mainzer Klamauk Label als schicke 12″-Vinyl erschienen und über deren Bandcamp-Seite wie im gutsortierten Plattenhandel erhältlich.