Tagged Jungle

Klub Sir3ne

Im Club mit: Klub Sir3ne (Interview + Mix)

Die Musikszene einer Stadt sollte nicht zuletzt an ihrer Vielfältigkeit gemessen werden, und um diese steht es in Wien nicht unbedingt schlecht – nicht zuletzt dank der Crew vom Klub Sir3ne, die bereits seit einer gefühlten Ewigkeit dafür sorgt, dass die diversesten Sorten von Bass Music ihren gebührenden Platz hat. Dubstep, Grime, UK Funky, Jungle, Trap oder Juke und Footwork, hier kann unabhängig von aktuellen Hypes alles passieren was untenrum gut wummert und auf gute Art und Weise in die Magengrube geht. Wir haben die Crew zum Interview geladen – sie hat uns netterweise nicht nur erhört, sondern auch gleich einen Packen Mixes mitgebracht!

Klub Sir3ne
Die Crew, Teil 1: DJ Odd (links) und Beda Ranks (rechts) bei Upd8e im Club Dual

Klub Sir3ne – wer steckt hinter diesem Namen? Was macht ihr und wer ist bei euch wofür zuständig?

Wir sind ein Kollektiv an Musiknerds: Rak3te, Koe, Odd, B.Ranks, Se.Vero und Steffi. Grundsätzlich versuchen wir alles gemeinschaftlich zu organisieren und zu entscheiden, Aufgaben werden dann je nachdem, wer gerade die Zeit und Möglichkeiten hat, verteilt.

Seit wann ist Klub Sir3ne im Wiener Nachtleben aktiv, und wie ist es überhaupt dazu gekommen?

Gemeinsam feiern zu Musik, die wir mögen, war eigentlich die größte Motivation. 2006 gab es die ersten kleinen Parties im Einbaumöbel bzw. Venster. Zur regelmäßigen und vor allem international ausgerichteten Veranstaltungsreihe wurde Klub Sir3ne in der Fluc Wanne, von 2007 bis 2012. Zusätzlich haben wir noch die donnerstägliche Dubstep-Reihe RAW monatlich im Fluc von 2010 bis 2013 organisiert. Seither waren bzw. sind wir in unregelmäßigen Abständen in verschiedenen Venues (Grelle Forelle, Fluc oben, Werk, Pratersauna, Solaris…) mit Crew-Abenden bzw. als 2nd floor-Hosts aktiv.

Und wie sieht es bei Klub Sir3ne aktuell aus – wo und wie oft macht ihr Veranstaltungen? Welche Idee und welches musikalische Konzept verfolgt ihr, und welches Publikum wollt ihr damit ansprechen?

Klub Sir3ne
Die Crew, Teil 2: Se.Vero (links) und Koe (rechts) im Fluc (Foto credit: Alvaro Yerovi)

Lange Zeit war unser Fokus auf internationalen Bookings, aber vor zwei Jahren haben wir uns diesbezüglich etwas zurückgezogen. Nach einer kurzen Pause haben wir wieder begonnen, bei kleinen unregelmäßigen Parties vor allem nationale Acts zu präsentieren. Unsere musikalische Ausrichtung lässt sich am ehesten mit UK zusammenfassen. Mit Ende der Dubstep-Welle haben wir als Veranstalter und DJs auch die Entwicklung vieler Produzenten hin zu Post-Dubstep, Garage, UK Funky, House und Techno mitgemacht.

Wie ist es aktuell, in Wien Partys zu veranstalten, könnt ihr davon leben? Was motiviert euch, damit weiter zu machen, was macht euch eher zu schaffen, welche Probleme seht ihr?

Unsere grundsätzliche Motivation war es immer, gute Musik in einer angemessenen Lautstärke zu hören, nie Geld zu verdienen. Schwierig ist sicher, dass es mittlerweile ein gewisses Überangebot an Parties gibt, wir haben aber nach wie vor das Gefühl dass “unser Sound” eher unterrepräsentiert ist. Abgesehen davon macht es uns einfach extrem Spaß, in dieser Kombination Musik zu spielen!

In welche Richtung entwickelt sich die Wiener Szene eurer Meinung nach, gibt es
genug gute Veranstaltungen oder vielleicht sogar zu viele? Wie steht Wien aus
eurer Sicht im internationalen Vergleich da, wie seht ihr die Wiener Clubs und
welche Entwicklungen würdet ihr euch für die Zukunft wünschen?

Die Crew, Teil 3: Rak3te bei RAW im Fluc (Foto credit: Alvaro Yerovi)
Die Crew, Teil 3: Rak3te bei RAW im Fluc (Foto credit: Alvaro Yerovi)

Es ist immer noch schwierig “UK Acts” zu präsentieren, die oft mit bunt gemischten Einflüssen daher kommen, da tendenziell traditionellere Ansätze in Wien dominieren. Im Vergleich zu anderen Städten in Österreich (keiner von uns stammt direkt aus Wien) gibt es jedoch eine vielfältige und vor allem präsente elektronische Musikkultur. Wünschen würden wir uns mehr internationalen Austausch, nicht nur eine Musik-Import Einbahnstrasse.

Wenn ihr auf eure bisherige Laufbahn als Veranstalter zurückblickt: Was waren die Highlights, woran erinnert ihr euch gerne?

Absolute Highlights waren Pearson Sound, Loefah und Addison Groove. Pearson Sound hat 4h am Stück aufgelegt, Loefah ist bis zum bitteren Ende geblieben und hat gegen Ende b2b mit unserem Se.Vero noch eine Runde Jungle gespielt. Tony (AG) ist einfach ein super relaxter Typ, den wir gerne ganzjährig bei uns in Wien hätten. Von den Live-Sachen hier sind uns noch von der Frankreich-Fraktion Kaly Live Dub und HighTone eine besondere Erwähnung wert. Die haben die Fluc Wanne echt zum Beben gebracht.

Und welche Momente waren für euch am schwierigsten?

Warten bis endlich die Hütte voll und wenigstens der finanzielle Break even erreicht ist.

Gab es bei euren bisherigen Partys auch Bookings, die ihr definitiv nicht mehr machen würdet? Und wenn ja, wieso?

Da würde uns niemand einfallen, auch im Nachhinein stehen wir zu allen Bookings, die wir gemacht haben. Nur einer unserer Gäste hatte den absonderlichen Wunsch, wenige Stunden nach Party-Ende mit uns bei Peek&Cloppenburg Klamotten shoppen zu wollen, wo er seine komplette Gage auf den Kopf gestellt hat, um danach fast den Zug zum nächsten Gig zu verpassen. Er sollte hier namentlich nicht genannt werden.

Se.Vero on stage mit Gast-DJ Loefah
Se.Vero on stage mit Gast-DJ Loefah

Wenn Geld und sonstige Ressourcen keine Rolle spielen würden – wie würde die Party eurer Träume aussehen, und wer würde dort auftreten?

Label-Nacht Schwerpunkte! Etwa Swamp81, Hessle Audio, Hyperdub… Ideen gäbe es genug!

Nachdem sich das Jahresende mit großen Schritten nähert: Was darf man 2016 und darüber hinaus von euch erwarten?

Wie es aussieht werden wir 2016 in Kooperation wieder beginnen vereinzelt internationale Acts zu präsentieren – man darf gespannt sein. Gleichzeitig möchten wir aber auch weiterhin kleine Abende “nur mit uns” machen bzw. unserer Leidenschaft des 2nd floor Hostings nachgehen.

Und zum Schluss natürlich die obligatorische Frage – wie gefällt euch die neue Play.fm-Seite, was würdet ihr euch als Veranstalter davon wünschen?

Keine Crew ohne Crowd - eine Momentaufnahme des Floors bei Klub Sir3ne im Fluc
Keine Crew ohne Crowd – eine Momentaufnahme des Floors bei Klub Sir3ne im Fluc

Die neue Seite schaut super aus, ist sehr übersichtlich, einfach zu bedienen – gratuliere euch! Wir würden uns wünschen, dass ihr Wiener Veranstaltungsreihen, wie beispielsweise Klub Sir3ne Parties, live mitschneidet und auf eurer Homepage featured. Weiters fänden wir es wichtig nicht nur rein auf einer quantitativen Ebene Mixes und Radioshows zu bewerten und zu ranken, sondern auch auf die Qualität zu schauen – schließlich ist Musik sehr vielfältig!

Bevor es 2016 mit diversen Partys und Hostings von und mit Klub Sir3ne weitergeht – unter anderem am 26. Februar am zweiten Floor des Maschinenraum, mit dem wir uns vor kurzem auch schon unterhalten haben – dürfen wir euch im Folgenden eine Auswahl an frischen Mixes der Crew präsentieren, die naturgemäß eine Vielfalt an Genres aus dem Bass-Mikrokosmos bietet, deren Aufzählung den Rahmen sprengen würde – listen loud!

 

 

Noch nicht genug? Mehr Mixes aus Wien findest du in unserem Vienna City Channel!

Basstrace

Im Club mit: Basstrace (Interview + Mix)

Ein Umstand, der bei vielen unserer bisherigen Interviews mit Wiener Veranstaltungs-Crews bemängelt wurde, ist der besch..eidene Zustand der hiesigen Soundsysteme. Die Truppe von Basstrace nimmt die Dinge selbst in die Hand und zieht mit eigenem Soundsystem durch die Clubs – und dieses hat es in sich. Musikalisch drehen sich die Abende dabei naturgemäß um alles, was in niedrigeren Frequenzbereichen ordentlich wummert. Isonoe, einer der Mitgründer des Soundsystems, war so nett uns mehr davon zu erzählen.

Basstrace – wer steckt hinter diesem Namen? Was macht ihr und wer ist bei euch wofür zuständig?

Wir sind eine Wiener Neigungsgruppe für elektronische Bassmusik, kollektive Herzschlagrate 130 – 160 bpm. Die meiste Zeit allerdings 140, weil Dubstep im Fokus steht. Dabei pflegen wir Verbindungen zum dubstep.at Netzwerk und darüber hinaus.

One big fam – und eigentlich verstehen wir uns als regelrechten Clan. Und so ein Clan der hat Rollen. Da gibt es von Clan-Daddies bis zum Einzelgängerkind fast alles dabei. Wie bei den Waltons. Wieviel waren das nochmal? Keine Ahnung, wir sind jedenfalls mehr! Über zwanzig Leute aus verschiedenen Ecken des Landes und darüber hinaus, aus mehreren Altersklassen (von 20 bis 35) machen Basstrace aus. Der Sound allein hat einen Haufen verschiedener solider Talente zusammengebracht. DJs, VJs, Soundmen, Soundboys & Soundgirls, Merch- & Goodie Produzent_innen, Bühnenbauer_innen, Fahrer, Clan Cater_innen, Securities und und und. Wir wachsen und gedeihen fortlaufend und freuen uns über jede_n der/die aktiv mitmachen will und kann.

An dieser Stelle many many shouts out to Moon, The Zion Archives, Nobody, Damask, Rubbah, SORA, Apoxid, Ronin, Leomann, Sprengmeister, Tetrapak, Syrup Visuals, Marina, Ronja, Nadine, Vali, Carina, Andi, Dani, Moritz, Michel, Billy!

Seit wann ist Basstrace im Wiener Nachtleben aktiv, und wie ist es überhaupt dazu gekommen?

Ein Teil der Basstrace Family
Ein Teil der Basstrace Family (Foto credit: Persé Photography)

Basstrace ist neu im Sinne von 2015 gegründet. Eigentlich ist das eine lange Geschichte, aber das war demnach der Kern der Frage. Also – es war einmal…

Log System Sound, ein Zwei-Mann-Soundsystem-Kollektiv. Isonoe und sein damaliger Partner haben über mehrere Jahre hinweg in liebevoller Kleinstarbeit ein besonders bass-starkes HiFidelity Soundsystem gebaut (eine Geschichte für sich, die hier nicht näher ausgeführt werden soll – besser man kommt und spürt selbst rein).

Das System wurde dann in Wien erstmals 2013 in der Fluc_Wanne aufgestellt, Veranstaltungstitel: “Speakers Corner”. Das war übrigens auch das Jahr in dem RAW in die Langzeitpause gegangen war und nachdem Bounce sich selbst für tot erklärt hatte. Funkstille in Wien am untersten Ende der Frequenz-Fahnenstange als wir kamen. Sehr hart für uns. Und hat sich dann doch nicht bewährt. Gründe gab es viele, aber vor allen Dingen der herannahende Ausstieg eines der beiden Soundmen.

Sollte Isonoe, also ich, die bis dahin hart erarbeiteten Träume auch wieder fallen lassen? Sicher nicht! Ich habe mir dann das ganze System auf den Buckel geschnallt, nicht wissend wo die Reise hinführt. Es wurden viel Kartoffeln gegessen. Systemanteile ablösen kann recht teuer sein. Und manchmal waren die Nächte schlaflos, weil 1,5 Tonnen Sound allein daheim zu haben manchmal ein schwerer Brocken ist. Wohin damit? Wie handeln? Und vor allem mit wem? Für wen? Phase 0 nannte ich das für mich. Immer viel Hoffnung dabei, dass sich was entwickeln wird. Und so kam es dann auch.

Über den Beitritt zu einem wundervollen Kollektiv (Spezial/Hoppala/Technosonntag), das non-kommerziell Open-Airs, Underground-Raves und sonstigen Techno-lala an unüblichen Wochentagen macht, wurden mir und damit Basstrace vor seiner Gründung schon wichtige Grundwerte vorgelebt: DIY, Community Spirit und die Freude an der Sache an sich. Diese bereichernden Erfahrungen und gute Gespräche mit diesen tollen Menschen sowie anderen langjährigen Weggefährten zeigten mir, dass es gut ist wie es gekommen war. Und dass die Zeit Ende 2014 reif war, wieder was für Bassmusik zu tun in einer Stadt, die vor House, Techno, Freetek geradezu am Überquellen war. Wo waren die eklektischen Musikliebhaber geblieben, die mehr als nur auf 4×4 zählen konnten? Bestimmt irgendwo da draußen, versteckt. Meine Mission: Basstrace. Let’s go find them. Let’s build a scene – together.

Ende Herbst 2014 waren wir zu zweit. The Zion Archives, Dubstep Producer, DJ, Illustrator und damit auch unser Grafiker, stieg sofort ein als ich ihm von dem Vorhaben erzählte. Wir traten mit dem Fluc in Kontakt und bekamen prompt für Jänner 2015 einen Termin. Die ersten Bassheads gaben sich in der Crowd schnell zu erkennen und neue Clanmitglieder kamen, die unsere Philosophie vom Fleck weg teilten.

Und wie sieht es bei Basstrace aktuell aus – wo und wie oft macht ihr Veranstaltungen? Welche Idee und welches musikalische Konzept verfolgt ihr, und welches Publikum wollt ihr damit ansprechen?

Das Basstrace Soundsystem
Das Basstrace Soundsystem (Foto credit: Kurt Prinz)

Kurz gesagt: “Basstrace is here to share, enjoy and recultivate what so many miss: the trueschool roots of dubstep. Providing an alternative to mainstream. Beyond mass spectrum.”

In einer Zeit, wo der Hype schon lange weitergezogen ist machen wir unser Ding in seinem Schatten. Koste was es wolle, wir haben da eigentlich keine Wahl. So ist das, wenn man etwas wahnsinnig liebt und es auch teilen will.

Live & direct, keine unnötigen selbstbekräftigenden Schnörkeleien, geradlinig und echt. Trueschool sound system culture eben. Und das in einem Spektrum, das gerade im Herkunftsland UK noch immer wahnsinnig boomt, doch hierzulande nach wie vor massiven Entwicklungsbedarf hat.

In Basstrace hörst du vor allem Eines: Dubstep, Dubstep, und noch mehr Dubstep. In all seinen Spielformen, EDM Brostep ausgenommen (eh klar). Wohldosierte Ergänzungen durch Artverwandtes (UK Bass, Grime, Garage/2-step, Halfstep DnB) kommen vor, werden aber sicher nie das Ruder übernehmen. Aus tiefer Überzeugung heraus und im Sinne einer kulturellen Artenvielfalt wollen wir gerade Dubstep den Raum geben den er verdient. Zumindest einmal im Monat. Von der intimen Fluc-Session im Café oben bis zum massiven Dubrave mit bass-schwerem Soundsystem an entsprechenden Off-Locations wie bisher dem Tüwi oder dem EKH.

Manch Eine_r weiß mitunter noch gar nicht, was er/sie verpasst. Im Ernst jetzt. Neben den Heads, die wissen was sie wollen und sich ein Bein bis zur nächsten Session wegfreuen, kommen auch immer wieder genrefremde Personen dazu. Die wissen zwar Anfangs nicht mal wie das Genre heißt, sind aber oft vom Fleck weg emotional berührt und löchern uns dann mit leuchtenden Augen 1000 Fragen in den Bauch.

Demografische Kategorien wie Alter (ab Volljährigkeit), Herkunft, soziale Schicht usw. sind natürlich völlig nebensächlich. Einzig wichtig ist uns, dass unsere Community friedlich vereint und frei von Ismen funktioniert. Das heißt, Respekt und Toleranz ist ein Muss. Gilt nicht für Blauwähler, die müssen uns mal vor der Türe draußen erklären, warum sie solchen Blödsinn machen *lacht*

Zu Basstrace gehört auch, dass wir wo auch immer wir können, ein sozialcharitatives Element einbauen. Schon im April hatten wir gemeinsam mit dem Label Red Moon Rising für den Humanitarian Bazaar, einem in Somalia tätigen Sozialprojekt, Spenden gesammelt sowie im Juli für das gerade überall rund um uns aufpoppende #refugeeswelcome Thema Geld- und Sachspenden entgegengenommen und zweckgebunden zugeführt. Wenn wir feiern, soll es in mehrfacher Sicht wirken. People have to feel it.

Wie ist es aktuell, in Wien Partys zu veranstalten, könnt ihr davon leben? Was motiviert euch, damit weiter zu machen, was macht euch eher zu schaffen, welche Probleme seht ihr?

Die Basstrace Crowd
Die Basstrace Crowd (Foto credit: Persé Photography)

Brötchen verdienen wir am Tag woanders. Basstrace ist bislang nichts als Liebhaberei. Alles was reinkommt wird ins Kulturschaffen reinvestiert bzw. gespendet. Das gehört zum Underground-Dasein dazu.

Wovon wir aber sehr wohl „leben“ ist der Spirit. Glückliche Community, glückliche Location-Geber, glücklicher Clan. Einfach die Kraft, die bei unseren Nächten rüberkommt.

Von was wir wie alle anderen abhängig sind ist natürlich Geld. No money, no honey. Gutes Finanzmanagement ist wirklich essentiell, gerade als Underground Bewegung. Weil bei uns alles auf freiwilligen Spenden läuft, müssen wir hart wirtschaften. Da können uns keine Patzer leisten, sonst blutet einer (meistens ich) und steckt rein.

Wenn es um Dubraves mit Soundsystem geht, ist der größte Problemfaktor die Location. Da haben wir kaum uns bekannte Wahlmöglichkeiten. Was wir bisher probiert haben, war immer verbesserungswürdig, dh. wir haben entweder produktionstechnisch draufbezahlt oder die Leute sind nicht hingekommen, weil der Ort nicht extrabequem angebunden ist mit Nacht U-Bahn. Da könnte man schon auch sagen, es liegt auch ein bisschen an den Fortgehgewohnheiten der Wiener_innen. Wenn man nicht Freetek oder Goa Kultur innehat, will man nicht weit fahren.

Wir bräuchten jedenfalls echt eine solide und gut erreichbare Off-Location die wir nach unserem Geschmack mit unserem System bespielen können ohne dass uns wer zu viel dreinredet (Anrainer, Betreiber etc.).

In welche Richtung entwickelt sich die Wiener Szene eurer Meinung nach, gibt es genug gute Veranstaltungen oder vielleicht sogar zu viele? Wie steht Wien aus eurer Sicht im internationalen Vergleich da, wie seht ihr die Wiener Clubs und welche Entwicklungen würdet ihr euch für die Zukunft wünschen?

The Zion Archives
The Zion Archives (Foto credit: Persé Photography)

Die Entwicklung des Publikumsgeschmacks folgt aus unserer Sicht gegenläufigen Trends. Während die einen vom Höher-Schneller-Weiter-Prinzip nicht genug kriegen können, mehrt sich die Zahl jener, denen es auch nach Anderem dürstet, was nicht immer aber auch gleichzusetzen ist mit Entschleunigung. Insofern eine Entwicklung in die richtige Richtung.

Dass zu viel los ist, unterschreiben wir sofort. Dass zu viel vom Gleichen passiert auch. Dass dadurch die Sichtbarkeit auf Neues unterbunden ist gehört da dazu. Immer noch zu viele rennen dort hin wo sie’s schon kennen. Teils blinder Konsum. Dass sie da zehnmal mehr Geld liegen lassen, als an einem spannenderen, aber nicht so etablierten Ort scheint noch zu oft egal zu sein.

Da sollten auch die Clubs couragierter dran und selbst mehr wagen in Sachen Preispolitik kultureller Diversität, auch wenn es schwierig ist. A) das liebe Geld, darin schwimmen die Clubs wohl auch nicht mehr (sagen sie zumindest – keine Ahnung). Und B) Besucherzahlen immer mehr von virtuellen Communities abhängt, die der Fremdveranstalter halt mal so mitliefern muss, um den Club über Break Even zu bringen.

Weiters würden wir uns mehr solide und gut erreichbare Off-Locations wünschen, die ohne großem Risiko bespielt werden könnte. Gerade wir Soundsystem-Leute brauchen mit unserem passende Räume. Vielleicht fände sich da was das man auch selbst verwalten könnte, sofern sich die Stadt Wien mal ernsthaft ins Zeug legt in Sachen Zwischennutzung.

Letzter Punkt dazu wenn wir gerade bei der Wechselbeziehung Politik und Gesellschaft sind: das Wiener Lärmschutzgesetz. Es ermöglicht jedem, der sich gestört fühlt, Veranstaltern und Location-Betreibern das Leben schwer zu machen. Ein Anruf bei den helfenden Freunden genügt und die „Verursachenden“ sind schnell abgedreht.

Egal wer zuerst da war und in welchem zeit- und ortsgebundenen Zusammenhang es steht. Hier appellieren wir an die Toleranz in der Bevölkerung und bei den Behörden. Ein koexistentes aufeinander Zugehen in einer wachsenden Stadt sollte da möglich sein, sind wir überzeugt.

Wenn ihr auf eure bisherige Laufbahn als Veranstalter zurückblickt: Was waren die Highlights, woran erinnert ihr euch gerne?

The Zion Archives
The Zion Archives (Foto credit: Persé Photography)

Wenn zum Beispiel unser Soundsystem den ersten Ton von sich gibt und sprichwörtlich zum organischen Wesen wird, das uns mit Bass und süßen Melodien im Innersten trifft, umfließt, dann hat das schon gewaltiges Motivationspotential!

Wenn alles weitere rundherum stimmig ist und sich gut anfühlt, haben wir einfach Lust auf mehr. Auch bei den Session ohne eigenem System macht uns die gute Musik, die wir mit allen Anwesenden teilen, echt glücklich. Toll finden wir auch, dass wir mit unseren Sessions wiederholt Leute außerhalb von Wien anziehen. Und das sogar wiederkehrend – aus der Steiermark, Oberösterreich, aber auch aus Ungarn oder Italien.

Dazu die Zuversicht, dass wir wiederholt sowohl durch unsere lokalen DJs und Producer sowie internationale Gästen extrem hohe Qualität liefern. Wir hatten bislang Egoless (der Taktgeber schlechthin im dubbigen Spektrum von Dubstep), LSN (Meister aller melodischen Sparten) oder Joe Nice (“The ambassador of dubstep in America”, ein weltbekanntes Urgestein über den sogar mittlerweile eine eigene Doku gedreht wurde – also auch eine Geschichte für sich). Und die haben sich echt wohl gefühlt in Wien!

Das Sahnehäubchen ist die Resonanz in der internationalen Dubstep-Community, d.h. wir sind sichtbar und pflegen Beziehungen zu Veranstaltern die anderswo auf dem Erdball genau dasselbe machen. Auch namhafte Artists wie Mala, Gantz, Kahn, Om Unit, uvm. kennen uns.

Schließlich wurden wir auch schon gleich dieses Jahr zur Sound System Culture Conference im Zuge vom Outlook Festival eingeladen, dem globalen Bass Music Mekka dieser Tage.

Ganz schön cool für uns Neulinge, oder? *grinst*

Und welche Momente waren für euch am schwierigsten?

Schwierig ist, wenn wir uns voll reinhauen, alles astrein läuft, wir gut kalkuliert haben aber wegen bereits erwähnten Faktoren doch nicht genug Besucher hinkriegen. Kam schon auch vor, Joe Nice im Juli zum Beispiel. Das schmerzt nicht nur finanziell sondern auch und von der vergebenen Liebesmüh her und was die nicht Anwesenden verpasst haben. Gerade Letzteres besonders. Aber motiviert umgekehrt nach einer Zeit des Wundenleckens umso mehr, noch weiter zu optimieren und noch besser “den Fuß in die Tür zu bekommen”.

Gab es bei euren bisherigen Partys auch Bookings, die ihr definitiv nicht mehr machen würdet? Und wenn ja, wieso?

Isonoe
Isonoe (Foto credit: Persé Photography)

Ja einmal, und das war keiner der oben Genannten. Der unliebsame Gast hat partout sein Serato nicht zum Laufen gebracht obwohl wir ihn angehalten haben, dass er sich besser mehr als 5 Minuten vor seinem Slot darum kümmern sollte bzw. wir ihm auch gerne helfen. Als er dran war war natürlich nix ready und dann mal 15 Minuten still. Er hat es vorgezogen – so wurde berichtet – seinen Status lieber dafür zu nützen alle möglichen Mädels anzugraben (inklusive der Freundin eines Kernmitglieds). Gar nicht professionell. Aufgelegt hat er übrigens auch grottenschlecht. Leider haben sich in Folge eine kleine Handvoll von Leuten im Publikum den Mund darüber zerrissen und es uns angekreidet.

Naja, sowas passiert garantiert nicht mehr. Wir legen seitdem noch mehr Wert auf eine gute Mischung aus persönlicher Beziehung und professionellem Anspruch mit den Artists.

Wenn Geld und sonstige Ressourcen keine Rolle spielen würden – wie würde die Party eurer Träume aussehen, und wer würde dort auftreten?

Bomben Lineup (weniger Big Names, mehr Talente – die Liste ist zu lang zum Ausführen). Location ist da ein ordentliches Warehouse mit reichlich Infrastruktur (Hygienebereiche *grins*). Zwei Floors (groß, medium). Double Stack Soundsystem im einen, eine mittelgroße Void Anlage im Anderen. Stunning visuals everywhere. Tolle Bühnenaufbauten, wo es passt. Dazu ein Raum mit Pölstern, Wasserpfeifen am Boden zum Chillen und gutem Essen. Die Bars haben eine gute Auswahl an alternativen Erfrischungsgetränken und Alkoholika. Erschwingliche Preise.

Jede_r kann kommen. Freie Spenden gehen 50 % in unsere zukünftige Kulturarbeit, 50 % an ein gutes Sozialprojekt. Artists und alle Mitwirkenden bekommen eine adäquate Gage / Aufwandentschädigung. Purer Luxus sowas.

Nachdem sich das Jahresende mit großen Schritten nähert: Was darf man 2016 und darüber hinaus von euch erwarten?

Basstrace Slipmat
Basstrace Slipmat (Foto credit: Persé Photography)

Weiterhin organisches Wachstum ohne Zwang. Nachhaltiges Kulturschaffen. Echte Erlebnisse die hängen bleiben – Killer Bookings und verstärkt auch wieder nationale Talentschauen. Arbeiten auch noch dran über unser eigenes Stamm-Format hinaus extern auftreten zu können, d.h. auf kleineren Festivals, in den anderen Bass-Mekkas des Landes bei unseren befreundeten Crews. Und sicherlich kommt auch eine weitere Location zum Fliegen (sachdienliche Hinweise sehr willkommen, liebe Leser_innen!)

Und zum Schluss natürlich die obligatorische Frage – wie gefällt euch die neue Play.fm-Seite, was würdet ihr euch als Veranstalter davon wünschen?

Respekt, eure Seite macht echt was her! Toll wäre, wenn ihr es schafft, noch mehr die lokalen Communities zu stärken, lokale Artists sichtbarer zu machen dadurch stärker auf eure Seite zu ziehen – weg von den Big Players wie Soundcloud, Facebook, o.ä. Wie ihr das hinbekommt außer über Initiativen wie diese, können wir euch leider nicht sagen. Wir wünschen uns das halt und euch dabei viel Erfolg!

Gleich eine ganze Reihe an Hörproben davon, was man bei Basstrace musikalisch so erwarten darf, hat uns die Crew hier zu Verfügung gestellt. Wer den Sound in full effect genießen möchte ohne es sich gleich mit den Nachbarn zu verscherzen hat in den nächsten Wochen gleich zweimal in der Fluc_wanne Gelegenheit dazu: Am Samstag, 28. November bei einer Free Party in Kooperation mit RAW und Vollkontakt sowie am Freitag, 11. Dezember beim nächsten “richtigen” Basstrace mit Dublix von der Deepnheavy Sounds Crew in Graz!

Mixes by Basstrace on play.fm

 

Noch nicht genug? Mehr Mixes aus Wien findest du in unserem Vienna City Channel!

Switch!

Im Club mit: Switch! (Interview + Mix)

Wien und Drum & Bass verbindet seit jeher eine enge, innige Beziehung, und Acts wie D.Kay bzw. Ill.Skillz, Camo & Krooked, Disaszt, Paul SG und Shroombab internationale Botschafter dieser Liaison. Logisch, dass es auch an Veranstaltungen in diesem Genre nicht mangelt – eine jener, die am längsten besteht und nach wie vor großen Spaß macht, ist Switch!. Ein monatlicher Club der, sämtlichen mehr oder weniger kurzlebigen Hypes und Trends zum Trotz, den ursprünglichen Flair früher Drum & Bass Partys weit über die Jahrtausendwende gerettet hat – brachiale Breakbeats, ungeniert wobbelnde Basslines, MCs, wenig Licht, umso mehr Nebel und eine gesunde Portion Ekstase. Worum es Switch! dabei genau geht und wie man im Jahr 2015 in Wien damit durchkommt, hat uns Chef-Promoterin DJ Pandora im Interview erzählt. 

Switch! – wer steckt hinter diesem Namen? Was macht ihr und wer ist bei euch wofür zuständig?

Switch! sind und waren immer Coda & Pandora, seit gemeinsamer Gründung machen wir nach wie vor alles gemeinsam und sind beide für alles zuständig. Obwohl man schwerpunkttechnisch vor allem ob unserer Location (Coda in London, Pandora in Wien), vielleicht erkennen kann, dass sich Coda tendenziell mehr ums Label kümmert, während ich natürlich verstärkt die Events organisieren.

Seit wann ist Switch! im Wiener Nachtleben aktiv, und wie ist es überhaupt dazu gekommen?

Wir haben 2007, kurz nachdem Coda gerade erst wieder nach London zurückgegangen war (er hatte ja jahrelang in Wien gelebt), beschlossen, trotzdem gemeinsam einen Club in Wien zu machen. Ein Freund hatte uns gefragt, ob wir nicht einen Freitag im Monat in der Fluc Wanne ein Event machen wollen, und da konnten wir einfach nicht nein sagen. Es gab in Wien nichts vergleichbares, kein Event, dass so war, wie wir es wollten; Mehr Partyvibe, weniger Neuro, mehr MCs. Wien war DnB-technisch immer schon im darken und im Neuro-Bereich sehr stark, das wollten wir ändern.

Und wie sieht es bei Switch! aktuell aus – wo und wie oft macht ihr Veranstaltungen? Welche Idee und welches musikalische Konzept verfolgt ihr, und welches Publikum wollt ihr damit ansprechen?

DJ Pandora - die eine Hälfte von Switch!...
DJ Pandora – die eine Hälfte von Switch!…

Switch! ist nun seit mehreren Jahren konstant jeden zweiten Freitag im Monat. In unterschiedlichen Clubs, waren wir nicht zuerst in der Fluc Wanne, dann im The Zoo, im Badeschiff und in der Camera und jetzt in der Auslage, aber der Termin ist immer gleich!

Grundsätzlich stehen wir natürlich für JumpUp, ganz klar! Wichtig ist es uns aber auch immer, musikalisch offen zu bleiben. Unsere beider Lieblings-DJs sind eigentlich zumeist die, die es noch schaffen (es werden immer weniger), alle Styles in einem Set gut zu vereinen. Drum’N’Bass als ganzes abzubilden. So kommt es, dass dies auch in unseren Line-Ups immer wieder zumindest teilweise berücksichtigt wird. Unsere Resident-DJs spielen oft auch anderen Sound, wichtig ist bei uns: Partyvibe! Alles, was Party macht, darf bei uns den Dancefloor rocken 🙂

Nicht zuletzt deswegen war uns auch von Anfang an das MC-Konzept sehr wichtig! Hier geht es um Interaktion mit der Crowd, Stimmung, Hype, Spaß. Das gehört also unbedingt zum Switch!, man wird wohl nie ein Switch! erleben, das nicht von einem MC begleitet wird, das wäre einfach nicht das gleiche.

Wie ist es aktuell, in Wien Partys zu veranstalten, könnt ihr davon leben? Was motiviert euch, damit weiter zu machen, was macht euch eher zu schaffen, welche Probleme seht ihr?

Nein, von einem Event, vor allem wenn man es zu zweit veranstaltet, kann man natürlich nicht leben. Zumal wir ja jetzt kein Mainstream-Event sind – JumpUp wird zur Zeit zwar auch hierzulande populärer, dennoch sprechen wir von einer Nische im Drum’N’Bass.

Was uns motiviert weiterzumachen ist eigentlich genau das gleiche, was uns motiviert hat, zu beginnen: Unseren eigenen Club zu gestalten, die eigenen Ideen umzusetzen und im besten Fall sogar erleben, dass es der Crowd genau so taugt, wie man sich das vorgestellt hat. Und vor allen Dingen: Der Spaß an der Sache, der ist ganz essentiell. Wir freuen uns auf jedes Switch! erneut, als wäre es das erste, jedes einzelne Event ist ganz speziell für uns. Es ist halt nur einmal im Monat, dass wir mit unseren Leuten zu unserem Sound abgehen können. Das sollte für Veranstalter immer ganz im Vordergrund stehen, zumindest abseits des kommerziellen Bereiches.

Probleme wüssten wir nicht, welche. Natürlich wäre es schön, wenn man davon leben könnte, aber da hätten wir uns vielleicht eine andere Musikrichtung aussuchen müssen. In Wien gibt es darüber hinaus keine Probleme. Wir leben in einer Stadt, in der es viele Events gibt und auch schon vier gleichzeitig an einem Tag stattgefunden haben, die alle funktioniert haben. Es gibt also genug Publikum. Die Szene hat sich hier gut aufgebaut und hält sich auch sehr gut.

Und, wenn man einen Wunsch nach der Wahl deponieren darf: Ein Absehen von der Vergnügungssteuer wäre natürlich sehr wünschenswert. 🙂

In welche Richtung entwickelt sich die Wiener Szene eurer Meinung nach, gibt es genug gute Veranstaltungen oder vielleicht sogar zu viele? Wie steht Wien aus eurer Sicht im internationalen Vergleich da, wie seht ihr die Wiener Clubs und welche Entwicklungen würdet ihr euch für die Zukunft wünschen?

...und DJ Coda, die andere!
…und DJ Coda, die andere!

Da steckt jetzt schon einiges in der Antwort davor. Zu viele Veranstaltungen gibt es zur Zeit eigentlich nicht. Es gibt immer mal mehr und mal weniger, mal probieren neue Veranstalter etwas aus, und das ist gut so. Man sagt ja immer: Konkurrenz belebt das Geschäft und das ist tatsächlich so. Wenn neue DJs, Veranstalter und Produzenten kommen, bedeutet das nur, dass die Szene lebt und floriert. Natürlich gäbe es einen Level, auf dem es zu viel wäre, aber da sind wir zur Zeit nicht. Hoffen wir, dass es so bleibt. Und wenn nicht: Drum`N`Bass geht immer leicht auf und ab, bleibt aber doch relativ stabil, zumindest in Wien. Und das freut uns sehr!

Wenn ihr auf eure bisherige Laufbahn als Veranstalter zurückblickt: Was waren die Highlights, woran erinnert ihr euch gerne?

Es gab so viele! Wie schon gesagt ist jedes einzelne Switch! für uns speziell. Und Highlights sind nicht notwendigerweise, wenn viele Leute kommen – das Schöne ist immer wieder, das wir auch an schlechten Abenden großartige Parties erlebt haben!

Und welche Momente waren für euch am schwierigsten?

Die ersten Jahre. Denn abseits von guter Stimmung, geht es nun mal auch um Geld, und wenn das einfach partout nicht reicht, muss man sich durchaus ernsthaft überlegen, ob man weitermacht, weitermachen kann! Schließlich haben wir alle Rechnungen zu zahlen 🙂

Und das haben wir uns nicht nur einmal sehr ernsthaft überlegt. Aber dank des Feedbacks unzähliger Leute, des guten Supports und den vielen Beschwichtigungen, doch dran zu bleiben, taten wir das auch. Irgendwann ging es dann gottseidank.

Gab es bei euren bisherigen Partys auch Bookings, die ihr definitiv nicht mehr machen würdet? Und wenn ja, wieso?

Es gab natürlich Events, an denen wir am nächsten Tag gesagt haben, aus, den buchen wir nicht mehr. Einfach wegen Superstar-Attitüden, schwierigen Ridern, mühsamen Anforderungen. Aber am Ende des Tages zählt dann doch die Musik, man bucht die Leute, weil sie gut sind und nicht weil sie nett sind, also bucht man sie doch wieder. Dann weiss man ja auch schon, worauf man sich einlässt und kann sich entsprechend vorbereiten.

Außerdem müssen wir da sagen, haben wir sehr viel Glück. Mit vielen Artists haben wir jetzt schon wiederholt gearbeitet, sie wissen, dass sie sich auf uns verlassen können und dass sie eine gute Party haben werden, daher freuen sie sich immer wieder, zu uns zurückzukommen. Die meisten sind eh ganz pflegeleicht 🙂

Wenn Geld und sonstige Ressourcen keine Rolle spielen würden – wie würde die Party eurer Träume aussehen, und wer würde dort auftreten?

Naja, wenn Geld und sonstige Ressourcen keine Rolle spielen würden, wäre die Szene sehr rasch extrem übersättigt und damit tot. Also will ich den Gedanken eigentlich gar nicht weiterspinnen 🙂

Wir haben eh Monat für Monat die Party unserer Träume, und so über die Jahre aufgeteilt ist das eigentlich viel besser als alles auf einmal. 🙂

Nachdem sich das Jahresende mit großen Schritten nähert: Was darf man 2016 und darüber hinaus von euch erwarten?

Nicht nur als Partyreihe, auch als Label ist Switch! höchst aktiv
Nicht nur als Partyreihe, auch als Label ist Switch! höchst aktiv

Zum Jahresende gleich ein Wort: Wir sind sehr glücklich, dass wir auch dieses Jahr Sylvester in unserem neuen Club, der Auslage, feiern dürfen! Das hat jetzt schon ein bisschen Tradition und da geht’s üblicherweise ziemlich gut ab! 🙂

2016 geht es wie bisher jeden zweiten Freitag weiter. Vor allem werden wir jetzt aber auch viel an unserem Label, Switch! Recordings, arbeiten, der erste Release im Jahr 2016 wird gleichzeitig unsere Nummer 10, auf der wir viele unterschiedliche, internationale und bereits gut bekannte Artists featuren. Wir haben hier schon viel Anerkennung dafür bekommen, nun ist es uns ein Anliegen, etwas weiter oben mitzuspielen. Nicht zuletzt deswegen, weil es wirklich einige sehr gute Artists gibt, die mehr Anerkennung verdient haben, die wir unbedingt supporten möchten.

Eventtechnisch gibt es das ein oder andere Special, dazu möchten wir aber noch nicht zu viel verraten! 🙂

Und zum Schluss natürlich die obligatorische Frage – wie gefällt euch die neue Play.fm-Seite, was würdet ihr euch als Veranstalter davon wünschen?

Das Design ist super: Einfach, übersichtlich und dezent schick, alles was man braucht. Überladene Pages gibt es genug, viel wichtiger ist ja, dass sie übersichtlich ist.

Ein bisschen fehlt auf den ersten Blick eine Art News-Section, die gleich anzeigt, wo es aktuelles gibt. Als Veranstalter wünscht man sich eigentlich immer nur, dass das Event beworben wird. Aber dafür ist ja eure Seite nicht unbedingt zuständig. Vielleicht wäre ne „Crew-SubSection“ ganz nett, aber das ist dann auch schwierig wsl, wen man in welchen Topf wirft. Ich denke, da seid ihr mit solchen Projekten wie diesen eh am besten bedient. 🙂

Sowohl Pandora selbst als auch ihr Partner in Crime DJ Coda waren so nett, uns jeweils einen Mix als Hörprobe zukommen zu lassen, beide 100% Switch! Style. Wer das live erleben möchte (und so toll die Musik zuhause, bei der Arbeit oder unterwegs ist, auf einer guten Club-Anlage entfaltet sie erst ihr gesamtes Potential!) hat dazu vor Jahresende noch zwei Mal Gelegenheit: Am 13. November mit Serum und DJ Limited, die regelmäßigen Switch!-Gästen bereits von vergangenen Nächten bestens in Erinnerung sind, sowie bei der großen Neujahrsgala am 31. Dezember – beides wie gehabt im Club Auslage!

Mixes by Switch! on play.fm

 

Noch nicht genug? Mehr Mixes aus Wien findest du in unserem Vienna City Channel!

Slack Hippy (FM4 Dog's Bollocks)

Vienna Players #24: Slack Hippy (FM4 Dog’s Bollocks)

Zwei Monate, eine Stadt und dreißig ihrer einflussreichsten DJs – soweit die Idee hinter unserer aktuellen Serie Vienna Players. Auf Startposition (die übrigens rein zufällig vergeben wird) #24 wartet heute ein Everybody’s Darling der lokalen Szene, auf den BeobachterInnen der Serie wohl schon längst gewartet haben: Slack Hippy, Vollblut-Vinyl-DJ ohne Genre-Grenzen seit mehr als zwei Jahrzehnten, Host und Resident-DJ bei FM4 La Boum deluxe und Inhaber einer Facebook-Wall, die längst sämtliche Diskussions-Foren und Marketing-Pages als zentrale Diskussionsplattform der Wiener Szene abgelöst hat. Als Native Speaker darf er unser Frage&Antwort-Spiel auf Englisch halten, und der exklusive Gast-Mix spricht jenseits aller Sprachbarrieren ohnehin für sich…

What made you initially end up in the music/club scene?
Going Raving with my Friends in England and watching DJs do their thing.

What exactly is it that makes Vienna the perfect central point for your musical activities?Hard to answer that, I just landed here in 1991 and didnt look back and as luck would have it the electronic music scene was just kicking off, so I joined them and here I am 24 years later.

Slack Hippy (FM4 Dog's BollocksA friend from overseas comes to visit Vienna with the intentiion of experiencing an unforgettable night. What evening’s entertainment do you plan for him?
Well , A good restauraut to kick things off, preferably with a good beer menu , I would choose Brickmakers for that . Then I would look up wots on offer club/music wise for the night and head off there. In the morning I would take them to Drechsler for breakfast and then all back to mine to end off the night.

You’re unexpectedly receiving 100 Euros. Where in town will you most probably spend it on and on what?I would hit Das Market & buy some records and save 30 -40 euros and take my lady out for dinner.

You get the chance to arrange a lineup for a whole night that just fits your personal taste, only condition: You might only choose DJs from Vienna. What does your lineup look like?
Without mentioning any names?? A fine blend of music from 4/4, Breakbeats and Leftfield with a quality warm-up DJ (warm up is important folks), a banging headliner and someone to take them into a deep journey to end the night . I think 3-4 DJs should do it, as I believe every DJ needs at least 90 minutes for a set . The longer a DJ plays the better it gets.

What’s the best thing about Vienna?s club scene?
🙂 The beer, the vast selection of clubs & bars, going out dancing with my friends.

What’s the most annoying thing about Vienna’s club scene?
The laws and govt regulations concerning running / hosting a club night can be very annoying.

How do you spend your time when you’re not DJing, and what did your life look like before your musical career?
B.Visible (Duzz Down San) - Photo credit: Sachin SoniWhen I am not DJing I love to garden, cook and meet good friends. I also like sampling my way through the beer scene.

At the end, please let us know the following:

  • First gig – when and where? Some illegal rave on the beach in England in 1990.
  • Vinyl, digital or something completely different? Vinyl baby.
  • Extent of your music collection? around 15000 plates, maybe more… havent counted them for ages.
  • BpM-Range: From – to? 0 – 180 BpM.

Für die Vienna Players Reihe hat Slack Hippy tief in seinen Plattenboxen gekramt und eine kunterbunte, im Kern aber durchwegs Breakbeat-lastige Selection zusammengesucht. Ähnliches gibt es jede letzten Freitag im Monat in Dog’s Bollocks, seinem monatlichem Sendeplatz in Rahmen von FM4 La Boum deluxe, zu hören. Und wer noch mehr Slack Hippy hören möchte und gleichzeitig etwas Gutes tun möchte, sollte sich das erste Juli-Wochenende unbedingt vormerken, an diesem spielt er nämlich gleich zwei Mal zu Gunsten des Flüchtlingsprojekts Ute Bock: Am Freitag, den 3. Juli, bei Refugees Welcome in der Grellen Forelle und Tags darauf, am 4. Juli, nur knapp eineinhalb Stunden westlich von Wien beim wunderschönen Böllerbauer im Rahmen des Bock auf Revo*lotion Festivals. Beide Veranstaltungen mit Unmengen weiterer großartiger Acts, und beide mit Reinerlös an dieses unglaublich wichtige Projekt.

Jay Rome (Blu Saphir)

Vienna Players #23: Jay Rome (Blu Saphir)

Unter dem Titel Vienna Players stellen wir euch derzeit dreißig bedeutende Akteure der Wiener Club-Szene vor. Ebendiese ist seit Jahr und Tag eng mit Drum & Bass verbunden – und das ist unter anderem Jay Rome zu verdanken. Nicht nur als begnadeter DJ, sondern seit nunmehr zehn Jahren als treibende Kraft hinter Blu Saphir und dessen diversen Sublabels trägt er dafür Sorge, dass die Trommeln und Bässe auch immer mit einem gehörigen Schuss Funk und Soul daher rollen. So umfasst der Katalog des kleinen Label-Imperiums inzwischen weit über 60 Releases von etablierten Acts wie Bungle, Big Bud, Syncopix, Bassface Sascha oder seinem Wiener Homie Paul SG – um nur einige zu nennen. Was Wien zu einem guten Headquarter für seine Mission macht erzählt uns Jay Rome in den kommenden Zeilen – nebst einem brandneuen einstündigen Exklusiv-Mix.

Was hat euch ursprünglich in die Musik-/Clubszene verschlagen?
Meine Club Anfänge reichen knapp 20 Jahre zurück. 1994 hat es mich zuerst in die Techno Szene in Frankfurt verschlagen. Meine ersten Club Nights waren damals im Omen und im Dorian Gray. Erst später als ich ins Internat kam bin ich dann in Kontakt mit meinem guten alten Freund und DJ Mentor Mark-E. Bis dahin kannte ich Drum and Bass noch nicht und es riss mich direkt in den Bann. Mein Freund Mark-E brachte mir 1995 dann das auflegen bei und nach meiner Internatszeit bin ich dann als ausgebildeter Drum and Bass DJ zurück in meine alte Heimat Frankfurt gezogen und hab mich einer DnB crew namens System Killaz angeschlossen. Von 1998 bis zu meinem Umzug nach Wien haben wir zu dritt monatlich unsere Sendung namens “Music4ahardlife” moderiert. Die show gibt es immer noch monatlich auf FM Radio X (www.radiox.de). Mit den System Killaz gab es auch 2001 das erste Vinyl release auf S-Limited was ein Schwesterlabel von DJ Lightwood‘s label Santorin war. 2005 war dann die Geburtststunde von meinem Label Blu Saphir Recs.

Was macht gerade Wien zum idealen Mittelpunkt für deine musikalischen Aktivitäten?
Jay Rome (Blu Saphir)Nun ja meine alte Heimat (Frankfurt am Main) war und ist nicht gerade für Drum and Bass berühmt, sondern eher für House und Techno, was mich schon immer sehr genervt hat und deswegen wollte ich eigentlich schon immer raus aus meiner Stadt. Als ich meine ersten Bookings 2002 in Wien hatte, merkte ich sehr schnell das die Leute dort viel aufgeschlossener gegenüber DnB waren und das war eigentlich einer meiner Hauptgründe. Vor allen dingen hat man es von Wien nicht so weit nach Ungarn, Tschechien, Slowakei, oder Rumänien, wo ich auch regelmäßig gebucht werde.

Ein Freund aus Übersee kommt zu Besuch nach Wien und hat den festen Vorsatz, eine unvergessliche Nacht zu erleben. Welches Abendprogramm stellst du für ihn zusammen?
Natürlich erstmals traditionell ne Stelze im Schweizer Hof essen und mit gutem Bier und Schnaps verdauen, danach ab in die Donau Bar und von dort dann in die Clubs, gibt ja immer genug Programm und zum Abschluss wird’s dann natürlich auch ne Eitrige und ein 16er Blech von der Würstelbude geben.

Du kommst unerwartet zu 100 Euro. Wo in der Stadt wirst du sie wahrscheinlich ausgeben und wofür?Soviel ist das ja leider gar nicht mehr. Aber ein paar Platten und n T-Shirt wären ja drin.

Du hast die Chance, für einen ganzen Abend ein Line-Up ganz nach deinem Geschmack zusammenzustellen, einzige Voraussetzung: Es darf nur aus Wiener DJs bestehen. Wie sieht dein Line-Up aus?
MotsaJay Rome (Blu Saphir)
Franz Jazzin Otto
Aziz
DJ Crum
Burnin Tears
Kimyan Law
Kruder und Dorfmeister
Paul SG
Dorian Concept

Was ist das Schönste an Wiens Clubszene?
Das wachsende interesse and Drum and Bass.

Was ist das Nervigste an Wiens Clubszene?
Wenig Innovation, zuviel Copy & Paste.

Womit verbringst du deine Zeit, wenn du nicht gerade auflegst?
Ich kümmere mich viel um meine labels (Blu Saphir, Digital Blus & Blu Saphir LTD.), darunter fallen: Merchandising, das zusammenstellen der Release Schedules, Artist Management, das erstellen von Verträgen, Kalkulation usw. Ansonsten mach ich auch regelmässig Sport und produzier in Ableton falls ich die Zeit dazu habe. Mein Leben vor meiner Musikkarriere war ziemlich so wie bei den meisten anderen auch, da ich in der Zeit noch in die Schule ging 😉

Lass uns zum Schluss noch folgendes von dir wissen:

  • Erster Gig – wann und wo? Toe´s birthday session in der Skaterhalle in Limburg, 1997
  • Vinyl, Digital oder ganz was anderes? Die Kombination von beidem, Serato Vinyl und Vinyl 😉
  • Größe deiner Musiksammlung? Über 3000 Vinyl und mehrere TB Digital.
  • BpM-Range: Von – bis? 86-174 BPM.

Wir freuen uns, euch in weiterer Folge einen exklusiven einstündigen Streifzug durch Jay Rome’s Crates anbieten zu dürfen – einige Produktionen aus dem Hause Blu Spahir und seiner eigenen Beatschmiede inklusive. Wer mehr davon hören möchte folgt am besten seiner Facebook Page, sowie für kommende Releases natürlich der von Blu Saphir!

Trishes (FM4 Tribe Vibes)

Vienna Players #9: Trishes (FM4 Tribe Vibes)

Unter dem Titel “Vienna Players” stellen wir euch insgesamt dreißig Acts vor, welche die Wiener Musiklandschaft besonders prägen. Unser heutiger Kandidat Trishes tut das nicht nur als DJ und Produzent – er ist obendrein bei FM4 – dem öffentlichen Sender, um den uns ganz Europa beneidet – Moderator der Sendung Tribe Vibes, Betreuer der Musik-Plattform Soundpark und fleißiger Blogger und kuratiert dieses Jahr gemeinsam mit Electric Indigo das Popfest.
Zwischen all seiner hingebungsvollen Arbeit hat er noch Zeit gefunden, uns ein paar Fragen zu beantworten und einen Exklusiv-Mix zusammenzustellen!

Was hat dich ursprünglich in die Musik-/Clubszene verschlagen?
Ich habe schon seit frühen Teenagertagen mit einem recht primitiven Computerprogrammen namens “Fast Tracker 2” elektronische Tracks gemacht, teilweise Jungle, teilweise HipHop. Dann bin ich durch Schulkollegen (Shoutouts an Whizz Vienna, Florian Scheibein und Peter Bergmann!) mehr in die HipHop-Richtung abgedriftet und hab auch immer mehr Platten gekauft – damals noch vor allem zu Samplezwecken. Als DJ sah ich mich eigentlich lange nicht, weil ich mit den diversen HipHop-DJs skillmäßig nicht mithalten konnte. Als einer der Residents bei den Parties des HipHop-Magazins The Message im Roxy hab ich dann einerseits viel gelernt (big up an Preddy & Urbs!) und andererseits auch die Scheu abgelegt, zwischen Funk-, Soul- und Boogie-Platten immer mehr HipHop einzubauen.

Was macht gerade Wien zum idealen Mittelpunkt für deine musikalischen Aktivitäten?
Das gute Leben hier.

Ein Freund aus Übersee kommt zu Besuch nach Wien und hat den festen Vorsatz, eine unvergessliche Nacht zu erleben. Welches Abendprogramm stellst du für ihn zusammen?
Trishes (FM4 Tribe Vibes)Ein paar Drinks bei If Dogs Run Free zum Aufwärmen, dann rüber in den Volksgarten Pavillon zu den Birds & Bees – und wenn wir später noch motiviert sind je nach Programm vielleicht ins Cafe Leopold, in die Brut oder die Auslage, oder ins Celeste.

Du kommst unerwartet zu 100 Euro. Wo in der Stadt wirst du sie wahrscheinlich ausgeben und wofür?
Platten kaufen gehen. Zum Beispiel beim Teuchtler, Moses, Rave Up oder Deep Soul… Bei der Gelegenheit würde ich mir vielleicht endlich auch mal Black Monk Records anschauen.

Du hast die Chance, für einen ganzen Abend ein Line-Up ganz nach deinem Geschmack zusammenzustellen, einzige Voraussetzung: Es darf nur aus Wiener DJs bestehen. Wie sieht dein Line-Up aus?
Rayna
Preddy
Phekt
Urbs
The Clonious b2b Cid Rim

Was ist das Schönste an Wiens Clubszene?
Vielfalt im Angebot und relativ gut “gebildete” Crowds.

Was ist das Nervigste an Wiens Clubszene?
Kleingeistige Anrainer, die Clubs und Bars das Leben schwermachen.

Wo verbringst du deine Zeit, wenn du nicht gerade auflegst?
Bei FM4 arbeiten, Musik machen, picknicken oder sonstwie Zeit mit der Familie verbringen.

Lass uns zum Schluss noch folgendes von dir wissen:

  • Erster Gig – wann und wo? Ich glaube das war 1999 im heutigen Club U (damals Shabu) am Karlsplatz, ein reines Bossa Nova Set. Dank an Sebastian Brauneis, der mich damals eingeladen hat!
  • Vinyl, Digital oder ganz was anderes? Beides, heutzutage aber öfter digital.
  • Größe deiner Musiksammlung? So in Richtung 5.000 Platten, bei CDs und Files kann ich es nicht sagen…
  • BpM-Range: Von – bis? Eigentlich keine Limits, aber im Normalfall bewegt es sich wohl zwischen 60-180…

Bevor von 23. bis 26. Juli das sechste Popfest am Wiener Karlsplatz mit einem von Trishes und Electric Indigo zusammengestellten Line-Up über die Bühne(n) geht, kann man den guten Mann selbst auch noch ein paar Mal an den Plattenspielern erleben – zum Beispiel am 28. Juni bei den Weekend Sounds im Wiener Museumsquartier, am 4. Juli ein paar hundert Kilometer westlich im Conrad Sohm in Dornbirn und am 17. Juli wieder in Wien bei der Afterparty des Hip Hop Open in der Säulenhalle.