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Beatmaker Sessions

Im Club mit: Beatmaker Sessions (Interview + Mix)

Vor Jahren, als wir mit Play.fm noch ein Radiostudio im MuseumsQuartier hatten, hat unser damaliger Sendungsgestalter Alan Brown uns nach dem einen oder anderen alkoholhaltigen Konzept mal seine Version vom Club der Zukunft erzählt: Damals gab es im Londoner Plastic People eClub einen Abend namens CDR, bei dem nur Musik gespielt wurde, die zuvor von noch nicht gesigneten Produzenten eingereicht wurde. Wir einigten uns, dass sich in Wien wohl niemand über sowas drüber trauen würde – und staunten nicht schlecht, als uns gar nicht so viel später der Flyer der ersten Beatmaker Sessions mit genau diesem Konzept in die Hände fiel, treffenderweise mit dem Untertitel “The Future of Music”. Gerade noch rechtzeitig vor dem vierjährigen Jubiläum – inklusive Release der neuen Beatmaker Sessions Compilation – hat sich Hauptveranstalter Alex netterweise noch Zeit genommen, mit uns über sein Projekt, die Szene und Wien und so einiges mehr zu plaudern.

Beatmaker Sessions – wer steckt hinter diesem Namen? Was macht ihr und wer ist bei euch wofür zuständig?

Im Großen und Ganzen ist alles auf meinem Mist gewachsen. Sprich ich bin der Initiator des Events. Verantwortlich für Konzipierung, Projektmanagement, Booking, Art Direction, Ablauf, Promotion etc. Im Team und großer Bestandteil der Sessions sind DJ Straves und Wax 865, sowie unser Fotograf Dominik Vsetecka. Als auch externe Grafiker die dem Ganzen auch einen speziellen Look nach aussen verleihen.

Seit wann ist Beatmaker Sessions im Wiener Nachtleben aktiv, und wie ist es überhaupt dazu gekommen?

Das erste Event haben wir am 19. Dezember 2011 veranstaltet, um unseren Faible für alternative Elektronische Live Sets zu frönen und der lokalen Producer-Szene eine Plattform zu bieten.

Und wie sieht es bei Beatmaker Sessions aktuell aus – wo und wie oft macht ihr Veranstaltungen? Welche Idee und welches musikalische Konzept verfolgt ihr, und welches Publikum wollt ihr damit ansprechen?

Black Lotus Experiment
Black Lotus Experiment live bei den Beatmaker Sessions im fluc (Foto credit: Dominik Vsetecka)

Wir veranstalten von Oktober bis Mai, in den Locations fluc und celeste. Im fluc kann sich jeder Musik-Produzent der Lust und das Können hat für einen “Beatmaker L!VE Slot” bewerben, sowie seine eigenen Produktionen für das “Beatmaker DJ-Set” einreichen, das seit Anfang an fixer Bestandteil des Konzeptes ist.

Im celeste organisieren wir Special-Events mit mehr Live- und Party Charakter. Eine spezielle Richtung haben wir nie wirklich verfolgt. Wir waren von Anfang an für alle Elektronischen-Musikrichtungen offen – ganz nach unserem Motto “The Future of Music”. Das, was uns die Produzenten schicken, spielen wir, und interpretieren wir als die Zukunft der Musik. Aufgrund der Kuration der Live-Acts geht es ein bisschen mehr in die alternative elektronische und experimentelle Hip Hop Richtung. Unser Publikum besteht großteils aus lokalen Musikproduzenten und Musikinteressierten.

Wie ist es aktuell, in Wien Partys zu veranstalten, könnt ihr davon leben? Was motiviert euch, damit weiter zu machen, was macht euch eher zu schaffen, welche Probleme seht ihr?

Davon leben können wir nicht. Da müsste man vielleicht in größeren Dimensionen arbeiten. Derzeit ist es mehr ein Hobby und Spielplatz für uns. Wir machen weiter da wir lieben, was wir machen, und aufgrund des postiven Feedbacks und Zuspruches des Publikums. Davon leben wir, und von den großartigen Momenten die wir bisher dadurch erlebten haben. Die Konkurrenz ist in Wien auf jeden Fall groß und schläft nicht. Jedoch, möchte ich behaupten, dass es so etwas wie wir machen in Wien und ganz Österreich sonst nicht gibt.

In welche Richtung entwickelt sich die Wiener Szene eurer Meinung nach, gibt es genug gute Veranstaltungen oder vielleicht sogar zu viele? Wie steht Wien aus eurer Sicht im internationalen Vergleich da, wie seht ihr die Wiener Clubs und welche Entwicklungen würdet ihr euch für die Zukunft wünschen?

Kampfsportzwillinge
Kampfsportzwillinge bei den Beatmaker Sessions im fluc (Foto credit: Dominik Vsetecka)

Veranstaltungen gibt es für meinen Geschmack ausreichend, wenn nicht sogar zu viele. Im Sommer als auch im Winter steht man vor einer großen Auswahl an sehr guten Club-Nights, Konzerten und Festivals. Und das nicht nur am Wochenende sondern auch unter der Woche. Ein “drei Tage wach” Weekend ist da ohne Probleme möglich. Wien kann im internationalen Wettbewerb bestimmt mithalten. Durch das Internet kann sich jeder anhören was ihm lieb ist, und man kommt entsprechend leicht an neue oder alte Musik. Die Leute sind offen und aufgrund der Größe und Vielfalt der Stadt kann man mit der richtigen Nase bestimmt auch in seiner Nische Fuß fassen und seine Traum-Veranstaltung verwirklichen. Was ich mir für die Zukunft wünschen würde ist, dass die Fördertöpfe nicht an Großveranstaltungen wie zum Beispiel dem Electric Spring, vergeben werden, die die Gratis-Kultur fördern, sowie den anderen Veranstaltern, die seit Jahren für das Wachsen der Wiener Kultur einstehen, ein Bein stellen.

Wenn ihr auf eure bisherige Laufbahn als Veranstalter zurückblickt: Was waren die Highlights, woran erinnert ihr euch gerne?

Highligts gab es einige. Viele Acts die da waren und uns einfach einen Grinser ins Gesicht zauberten. Sowie Vergleiche mit Low End Theory und Boiler Room. Als auch eine Freundin, die regelmäßig bei den Veranstaltungen ist und bei jeder meint “this is the best sound ever” – priceless. Oder Beatmaker L!VE Slots, die mit Kommentaren wie “best time of my life” nach Hause gehen. Das sind schöne Erinnerungen.

Windshadow
Windshadow bei den Beatmaker Sessions im fluc (Foto credit: Dominik Vsetecka)

Und welche Momente waren für euch am schwierigsten?

Kann mich da an keinen schwierigen Moment erinnern. Im Großen und Ganzen lief bisher alles ganz gut.

Gab es bei euren bisherigen Partys auch Bookings, die ihr definitiv nicht mehr machen würdet? Und wenn ja, wieso?

Nicht wirklich. Bei uns sind großteils lokale Acts die spielen wollen, Freude haben und daher nicht unbedingt Probleme machen.

Wenn Geld und sonstige Ressourcen keine Rolle spielen würden – wie würde die Party eurer Träume aussehen, und wer würde dort auftreten?

Arena outdoor Stage mit Flying Lotus, Jeremy Ellis, Exile, Glitch Mob.

Nachdem sich das Jahresende mit großen Schritten nähert: Was darf man 2016 und darüber hinaus von euch erwarten?

Beatmaker Sessions Compilation Volume 4
Out soon: Die Beatmaker Sessions Compilation Volume 4

Am 19. Dezember 2015 gibt es noch die 4-Jahresfeier im celeste, und den Album Release der Beatmaker Sessions Compilation Vol.4. Darauf freuen wir uns sehr. Weiter geht es dann im neuen Jahr mit den Sessions im fluc und celeste, sowie dem “Beatmaker Tracks Season #4” Contest im Frühling 2016. Wobei ich hier erwähnen möchte, dass wir die Anzahl der Veranstaltungen wegen zeitlichen und finanziellen Gründen etwas zurückgeschraubt haben. Statt wie bisher neun Events pro Saison im fluc gibt es nur mehr fünf.

Und zum Schluss natürlich die obligatorische Frage – wie gefällt euch die neue Play.fm-Seite, was würdet ihr euch als Veranstalter davon wünschen?

Auf jeden Fall sehr schick. Gefällt uns gut. Was uns fehlt ist das Eintragen der Events. Wobei ich irgendwo mal gelesen habe dass das wahrscheinlich eh noch integriert wird. Wir sind gespannt. 🙂 Besten Dank für das Interview!

Beatmaker Sessions

Wer dieses außergewöhnliche Veranstaltungskonzept selbst erleben will, hat – sollten wir eingangs noch nicht ausdrücklich genug darauf verwiesen haben – am kommenden Samstag, den 19. Dezember, beim Vier-Jahres-Jubiläum der Beatmaker Sessions im Celeste Gelegenheit dazu. Ebendort wird auch erstmals die vierte Ausgabe der hauseigenen Compilation vorgestellt, die es in weiterer Folge – wie ihre Vorgänger – via Bandcamp zu erwerben geben wird. Der neue Compilation-Mix wurde leider zwischen den Vorbereitungen nicht mehr ganz fertig, dafür gibt es an dieser Stelle als Warm-Up jene der Ausgaben zwei und drei und damit vorerst auch mal genug Beats von heimischen Künstlern, die ihr mit hoher Wahrscheinlichkeit noch nicht gehört habt..!

 

 

Noch nicht genug? Mehr Mixes aus Wien findest du in unserem Vienna City Channel!

Gerald van der Hint - one of 30 DJs from Vienna you should know!

Spot on Vienna – 30 DJs you should know

Vienna – does that ring a bell? The reference of this town probably brings up thoughts of classical music, old emperors with white beards, art nouveau buildings and Schnitzel in first place. However, Austria’s capital also offers a lively, diverse electronic music scene to discover, which not only brought up worldwide renowned artists like Dorian Concept, Patrick Pulsinger, Kruder & Dorfmeister or Camo & Krooked, but dozens and hundreds of creative, devoted individuals pushing things forward as DJs, producers, event and club promoters or operators of labels or record stores, and making it a shiny, little gem for music lovers.

Album covers of Austrian artists
You probably own at least one of those, don’t you..?

How do we know? Simple, we live here – Play.fm was founded by people from and having its headquarters in Vienna since 2004. Thus, as a kick-off for our new city channels, nothing more obvious for us to do to showcase some (thirty to be exact) of the Vienna’s most talented, demanded, interesting, forward-thinking or in any other way influential players and have them chatting about life in Vienna and the local scene as well as do what they do best: Mix up magnificent music!

So throughout the recently passed months of May and June, we did thirty interviews (in German only yet, any translation tool of your choice shall give you the overall idea though), each coming along with an exclusive mix – a collection that showcases the wide range of Vienna’s club scene, from Hip Hop, Reggae and Funk via all shades of House and Techno to Dubstep, Drum & Bass and other styles of Bass music – here’s the full list of links to the many-faceted sound of Vienna:

 

#1: Emil Berliner

Part of Junge Wilde collective and a splendid producer with releases on Great Stuff, Schönbrunner Perlen or My Best Friend.

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#2: Shroombab

Initiator of Junglistic Sistaz, a worldwide network of female Drum & Bass artists, and operator of High Tension Records.

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#3: Olinclusive

Part of DSTYCRTS, a collective of dedicated DJs and beatmakers, one half of DJ team Scooby Duo and band member of Captain Hot Dog Sauce.

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#4: DJ Mogli

Part of Treasure Isle, Vienna’s longest running sound system in regards of Roots Reggae, Dub, Rocksteady and any other authentic Jamaican sounds.

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#5: Joja

Former radio host on Superfly FM and operator of V ARE, a local initiative to blend music, visual arts, design and other disciplines of arts.

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#6: Nicole Jaey

An up and coming multi-talent (DJ, producer, live-performing artist and singer) rooted in Vienna’s leading audiovisual festival sound:frame.

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#7: Makossa

One of Austria’s longest serving DJs, head of music at nationwide public radio FM4, one part of Makossa & Megablast (with releases on Gigolo Records and G-Stone) and innovator of the term Swound Sound.

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#8: Ken Hayakawa

One of the head honchos at the Schönbrunner Perlen label and one of the most renowned Techno producers with releases on liebe*detailMusik gewinnt Freunde or Goldmin Music.

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#9: Trishes

Devoted music journalist and host of FM4’s Hip Hop show Tribe Vibes, beatmaker on Duzz Down San and curator of this year’s popfest.

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#10: Doree

One of Vienna’s freshest and already most demanded Drum & Bass DJs, representing Switch! and City Warriors Vienna.

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#11: Roman Rauch

Our town’s number one export regarding deep, analogish House these days, with a discography including releases on PhilpotEndless Flight/Mule MusiqQuintessentials and an album on klamauk.

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#12: Mia Rabe

Part of Viennoise, an artist collective combining their passion for electronic music with concerts, visual arts and exhibitions.

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#13: Laho

Vienna’s jack-of-all-trades, record dealer at Tongues, event promoter and, not least, a dedicated DJ daring to explore sounds off the beaten track.

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#14: Matt Mor

One of the town’s most demanded DJs regarding true, uncompromising Techno, promoter of Wechselstrom events and co-running the label Panterre Musique.

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#15: pocketful of g:ld 

One of the local DJs and promoters most likely to dare and deal music that’s off the public radar, running the BLVZE nights and the home-made events at Das Werk.

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#16: Mann & Klamm

A young duo fully dedicated to House, with DJ appearances between Barcelona and Istanbul and releases on Houseology, Piston Recordings and My Little Dog.

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#17: Joyce Muniz

One who has been steadily touring the world throughout the past few years, while still dropping releases on internationally aknowledged labels as 20:20 VisionTop Billin’ and Exploited.

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#18: B.Visible

One of the city’s leading beatmakers, a regular on Duzz Down San and with releases on Cosmonostro.

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#19: Simonlebon

Founding father and co-operator of internationally aknowledged Luv Shack Records and one half of the production duo Burnin’ Tears.

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#20: Pezo Fox

One of the godfathers, being busy as DJ, promoter and record dealer for 25 years, responsible for bringing artists like KRS-OneMos Def or the Wu-Tang Clan to town.

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#21: Gerald van der Hint 

Promoter of events like Meat Market and Mutter and a fully dedicated Techno- and House-DJ himself.

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#22: Christoph Wagner

Long-term host of the Jazzdination Radioshow, doing regular interviews and live-sessions with artists like Dorian ConceptLouie Austen or Brenk Sinatra.

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#23: Jay Rome

Head of Blu Saphir Records and it’s several sublabels, home for international Drum & Bass artists like BungleSyncopix and Bassface Sascha.

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#24: Slack Hippy

One of our town’s longest serving and still most demanded DJs and a regular at FM4 La Boum deluxe.

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#25: Zanshin

Part of Affine Records, as both a solo artist as well as one half of Ogris Debris, also appearing on Compost RecordsNurvous Records and disko404.

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#26: Austrian Apparel

Probably the most hyped Techno liveact Vienna has to offer at the moment, pulling their analogue synths and drum computers through all relevant clubs and festivals.

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#27: Bono Goldbaum

Mastermind behind booking and event agency Instinkt Music and booker at Die Kantine, the latest addition to Vienna’s club scene that’s booming the city with a massive Function One system.

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#28: Moogle

Music journalist at music magazine The Gap and the regional edition of Noisey and part of the Bebop Rodeo collective, that’s brought artists like Moodymann and Theo Parrish to town, as well as hosting a 100+ mixes strong podcast series.

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#29: Beware

Two-times DMC championship participant, co-host of the daily mixshow FM4 Unlimited, co-operator of critically acclaimed Klasse Recordings label and an illustrious House producer himself under his Mr. Ho moniker.

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#30: Antonia

One of Austria’s most up-and-coming talents in forward-thinking Bass music and part of the Canyoudigit collective, that’s already brought Mount KimbieHudson Mohawke or Lil Silva to town.

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Find those and a few thousand more mixes, radioshows and live recordings from Vienna, ranging back to our initial period in 2004 and even before, from long-time established artists, up-and-coming talents, dedicated record collectors and passionate bedroom DJs, in brief: music lovers, within our Vienna city channel:

https://www.play.fm/city/vienna – it’s on!

Also, be sure to stay connected for more city features to come as well as more input from our beloved hometown – as a matter of fact, it has waaaayyyyy more to offer than just those thirty…!

Tell us what´s going on in your town & upload your own mixes

If you feel there are things happening just around your corner that the world needs to learn about, feel welcome to let us know! Just write a few lines to feedback@play.fm or on our Facebook page and tell us where you live, what’s going on music wise there and which DJs, clubs and promoters are constantly changing the game there – we will surely check your hints and if we feel the same way, there’s a good chance your hood might appear within our sitemap soon with it’s very own neat city channel. And in the meanwhile: Be sure to rep your hood by uploading your own mixes!

Bono Goldbaum (Die Kantine)

Vienna Players #27: Bono Goldbaum (Die Kantine)

In der Reihe Vienna Players stellen wir euch derzeit 30 Akteure der Wiener Szene vor, die man unbedingt kennen sollte. Heute ist das einer, der vielen Techno- und House-Liebhaberinnen und Liebhabern bereits unzählige schwitzend durchtanzte Nächte beschert hat – und das gar nicht zwangsläufig nur als DJ, sondern oftmals auch, weil er sie veranstaltet hat. Bono Goldbaum ist der Mastermind hinter Instinkt Music und hat in dieser Funktion bereits so ziemliche alle großen Kaliber der Four-to-the-floor-Machart entweder in Wien ge- oder nach Wien verbucht – zuletzt vor allem in Der Kantine, einer der jüngsten Ergänzungen zu Wiens Clubkultur, zwei Floors und Function One System inklusive. Was Wien für ihn als Musiker und Veranstalter zu einem guten Terrain macht hat er uns in den folgenden Zeilen verraten.

Was hat euch ursprünglich in die Musik-/Clubszene verschlagen?
Die Musik, die bunten Lichter, die vielen facettenreichen Persönlichkeiten des Nachtlebens sollte ich meinen, aber eigentlich weiß ich es nicht mehr, das ist schon eine Weile her. Immerhin bin ich seit 15 Jahren in der, nennen wir’s “Branche” tätig 😀
Grundlegend aber die Liebe zur Musik.

Was macht gerade Wien zum idealen Mittelpunkt für deine musikalischen Aktivitäten?
Dass ich hier meine meisten Freunde, Crowd, Kontakte, und den Club habe.

Bono Goldbaum (Die Kantine) - Photo by WardaEin Freund aus Übersee kommt zu Besuch nach Wien und hat den festen Vorsatz, eine unvergessliche Nacht zu erleben. Welches Abendprogramm stellst du für ihn zusammen?
Häng dich einfach an uns ran, es wird bestimmt lustig…

Du kommst unerwartet zu 100 Euro. Wo in der Stadt wirst du sie wahrscheinlich ausgeben und wofür?
Mit Freunden den Griller anwerfen und Quality Time verbringen.

Du hast die Chance, für einen ganzen Abend ein Line-Up ganz nach deinem Geschmack zusammenzustellen, einzige Voraussetzung: Es darf nur aus Wiener DJs bestehen. Wie sieht dein Line-Up aus?
Schau dir einfach das Lineup der Kantine an..

Was ist das Schönste an Wiens Clubszene?
Die Frauen natürlich… *hust, Schleimer…* Es gibt so viele verschiedene davon, Clubs natürlich.

Was ist das Nervigste an Wiens Clubszene?
Nörgeln und der Hype um irgendwas, wenn sie alle hinpilgern, weil in Wien leider noch immer das Sehen und gesehn werden zur obersten Priorität gehört.

Womit verbringst du deine Zeit, wenn du nicht gerade auflegst?
Bono Goldbaum (Die Kantine)Wie, es gibt ein Leben ohne Auflegen und Parties? Das halt ich für ein Gerücht.

Lass uns zum Schluss noch folgendes von dir wissen:

  • Erster Gig – wann und wo? Ein kleines Cafe in dem Kaff wo ich herkomme, Bruck an der Leitha, Mittelpunkt und Herz der österreichischen Technobewegung (just joking).
  • Vinyl, Digital oder ganz was anderes? Mittlerweile nur mehr digital. Aber ich überlege, wieder zum schwarzen Gold zurück zu gehen… Mal sehen, was die Zukunft bringt, vielleicht spielen wir morgen schon alle mit der Apple Watch… hoffe aber nicht.
  • Größe deiner Musiksammlung? 3-4000 Platten noch über, welche bei meinen Eltern am Land dahinverstauben, und ca 50.000 raubkop… äääähm gekaufte MP3s
  • BpM-Range: Von – bis? Weiß nicht, ich benutze keinen BPM Counter. Der Beat muss vom dem Herzen kommen… oder so.

Natürlich hat es sich Bono Goldbaum, wie seine 27 VorgängerInnen auch, nicht nehmen lassen, für uns einen exklusiven Mix anzufertigen – 70 Minuten pure Energie irgendwo zwischen House und Techno, die man am besten auf entsprechender Lautstärke genießt – so wie eben auch in der Kantine, wo Bono Goldbaum demnächst am 4. Juli als Support für Uto Karem und Daniel Boon spielen wird, sowie am 10. Juli back2back mit Max Wanderer als Support für Oliver Dollar.

Austrian Apparel - photo by Lukas Gansterer

Vienna Players #26: Austrian Apparel (Live)

Vienna Players, unsere Serie über 30 der bedeutendsten DJs der Wiener Szene, geht mit einem etwas außergewöhnlichen Ausreißer in die nächste Runde – unsere heutigen Protagonisten sind nämlich gar nicht als DJs unterwegs (zumindest nicht vorrangig), sondern als Live-Act. Das dafür dermaßen skillful und charmant, dass sie an dieser Stelle dennoch nicht fehlen dürfen. Die Rede ist von Sebastian und Domink alias Austrian Apparel, die sich in den letzten drei Jahren zu einem der Aushängeschilder Wiens in Sachen Techno gemausert haben und ihren Maschinenpark nunmehr zwischen so renommierten Events wie dem Lighthouse Festival, der FM4 Unlimited Clubnight und dem Urban Artforms Festival hin- und herschleppen. Für die Vienna Players Serie haben sie dennoch eines ihrer raren DJ-Sets zur Verfügung gestellt und obendrein unser fröhliches Frage- und Antwortspiel mitgespielt, doch lest und hört selbst…

Was hat euch ursprünglich in die Musik-/Clubszene verschlagen?
Dominik: Job und Drogen.
Sebastian: Mädchen und Geldmangel.

Was macht gerade Wien zum idealen Mittelpunkt für deine musikalischen Aktivitäten?
Austrian ApparelDominik: Qualität ist relativ gesehen überdurchschnittlich hoch.
Sebastian: Top Freunde, top Band

Ein Freund aus Übersee kommt zu Besuch nach Wien und hat den festen Vorsatz, eine unvergessliche Nacht zu erleben. Welches Abendprogramm stellst du für ihn zusammen?
Dominik: Warmup im Studio, Techno Sonntag Party im Wald, Grelle Forelle (Soundsystem !!), Afterparty mit Mirko.
Sebastian: Keine Ahnung, ich geh nicht mehr fort…

Du kommst unerwartet zu 100 Euro. Wo in der Stadt wirst du sie wahrscheinlich ausgeben und wofür?
Dominik: Essen gehen, Burger beim Artner auf der Wieden (mit MOTSA!)
Sebastian: Nachzahlungen, Erste Bank Taborstraße

Du hast die Chance, für einen ganzen Abend ein Line-Up ganz nach deinem Geschmack zusammenzustellen, einzige Voraussetzung: Es darf nur aus Wiener DJs bestehen. Wie sieht dein Line-Up aus?
Dominik: AA+, Markus Lindner, MOTSA
Sebastian: Johannes Haidin, Zuckerwatt Leute

Was ist das Schönste an Wiens Clubszene?
Dominik: Grelle Forelle
Sebastian: Soundcheck

Was ist das Nervigste an Wiens Clubszene?
Dominik: Zu wenig Leute, mehr Piefke bitte!
Sebastian: Alles außer Soundcheck und Gig.

Womit verbringt ihr eure Zeit, wenn ihr nicht gerade Musik macht?
Austrian Apparel - photo credit: Thomas UnterbergerDominik: Ich liebe alle Frauen.
Sebastian: Ich umarme Bäume und Mädchen.

Lasst uns zum Schluss noch folgendes von euch wissen:

  • Erster Gig – wann und wo? Dominik: 2000 Cover Band (Nirvana, Peppers, etc..) / Sebastian: Schulband im Waldviertel
  • Vinyl, Digital oder ganz was anderes? Dominik: LIVE Sebastian: Toplive
  • Größe eurer Musiksammlung? Dominik: Klein. / Sebastian: Habe mir letztens 10 MP3s auf Beatport gekauft.
  • BpM-Range: Von – bis? Dominik: 30 -­ 142 BPM / Sebastian: 30 -­ 300 BPM

Der folgende Mix wurde bei einem der äußerst raren Anlässe mitgeschnitten, bei denen Austrian Apparel sich an Decks und Reglern statt Synthies und Drumcomputern zeigen, nämlich im Rahmen des diesjährigen Electric Spring Festivals im MQ – mehr hausgemachtes gibt es natürlich immer noch auf ihrem Soundcloud-Account zum Anhören und teilweise sogar Runterladen sowie auf ihrer Bandcamp Page zum Nice Price zu kaufen. Oder wahlweise dort, wo Austrian Apparel am ehesten in ihrem Element sind, nämlich live – beispielsweise am 3. Juli beim Bock auf Revo*lotion Festival zugunsten dem Flüchtlingsprojekt Ute Bock beim Böllerbauer in Stadt Haag/Niederösterreich, sowie am letzten Juli-Wochenende beim  AgratAmAgatha in Riedenburg/Bayern

Matt Mor (Panterre Musique)

Vienna Players #14: Matt Mor (Wechselstrom)

In der Reihe Vienna Players stellen wir euch derzeit insgesamt dreißig der (unserer Meinung nach) interessantesten Akteure der Wiener Club-Szene vor. Heute steht mit Matt Mor eines der aufstrebendsten Talente der lokalen Techno-Szene am Programm – Matt ist aktuell nicht nur einer der gefragtesten DJs der Stadt, sondern obendrein Mitbetreiber des Panterre Musique Labels und Veranstalter der Reihe Wechselstrom, mit der er zuletzt Acts wie Function und Alan Fitzpatrick nach Wien geholt hat. Auch er hat sich die Zeit genommen, unsere bereits bekannten Fragen zum Leben und Ausgehen in Wien zu beantworten und einen exklusiven Mix zur Verfügung zu stellen.

Was hat dich ursprünglich in die Musik-/Clubszene verschlagen?
Na die Musik selber, was sonst. Die Liebe zum DJing und Prodzieren, diese ausleben zu können und dem Publikum gute Musik zu präsentieren!

Was macht gerade Wien zum idealen Mittelpunkt für deine musikalischen Aktivitäten?
Ich liebe die Stadt und die Clublandschaft ist überdurchschnittlich gut bestückt im Vergleich zur Einwohnerzahl bzw. der Szene. Wir haben hier Clubs von denen andere Städte nur träumen können!

Ein Freund aus Übersee kommt zu Besuch nach Wien und hat den festen Vorsatz, eine unvergessliche Nacht zu erleben. Welches Abendprogramm stellst du für ihn zusammen?
Matt Mor (Panterre Musique)Warmup Bierli im Kiosk, je nach Programm Grelle Forelle, Pratersauna, Kantine oder Auslage. Dann zur Staatsoper auf ne Bratwurst und anschließend ins SASS zum Absch(l)uss in die After Hour.

Du kommst unerwartet zu 100 Euro. Wo in der Stadt wirst du sie wahrscheinlich ausgeben und wofür?
Westbahnhof, ich geb sie nem Obdachlosen.

Du hast die Chance, für einen ganzen Abend ein Line-Up ganz nach deinem Geschmack zusammenzustellen, einzige Voraussetzung: Es darf nur aus Wiener DJs bestehen. Wie sieht dein Line-Up aus?
Zu schwierig die Frage. Ich würd vlt mal nen ganzen Abend auf 2 DJs beschränken oder nur einen. Damit man sehen kann, was derjenige wirklich drauf hat bzw. eine Geschichte erzählen kann. 1h Sets sucken! Ich denk da z.B. an Moxx von Funkroom.

Was ist das Schönste an Wiens Clubszene?
Das unfassbare Überangebot an dicken Acts & Parties.

Was ist das Nervigste an Wiens Clubszene?
Der Neid & das ewige Schlechtreden.

Womit verbringst du deine Zeit, wenn du nicht gerade auflegst?
CG-Artist, 3D Animation und generell Grafiker. Filme schauen, mit meiner besseren Hälfte Essen gehen…

Matt Mor (Panterre Musique)Lass uns zum Schluss noch folgendes von dir wissen:

  • Erster Gig – wann und wo? Jazz Pub Wiesen, 2012, davor ab 2008 auf privat open air raves
  • Vinyl, Digital oder ganz was anderes? Vinyl und Digital beides. Im Club CDJ & analog Drummachine
  • Größe deiner Musiksammlung? Einst Masse, jetzt Klasse. Hab die Sammlung sehr reduziert und beschränk mich nur mehr auf wirklich qualitative Tracks, die mir nicht beim Hals raushängen nach ner Zeit.
  • BpM-Range: Von – bis? 123-135

Anbei eine knappe Stunde ausgewählter State-of-the-art Techno aus den Crates von Matt Mor – wer mehr von ihm hören möchte hat in den nächsten Wochen genügend Möglichkeit, beispielsweise am 6. Juni bei Blakkout mit Simo Lorenz in der Auslage, am 20. Juni beim Urban Artforms Festival in Wiesen sowie am 23. Juni und am 3. Juli jeweils im Flex – ersteres mit noch geheimem Line-Up, letzteres an der Seite von Oliver Huntemann. Und natürlich sollte nicht verschwiegen werden, dass Matt Mor nicht nur als DJ, sondern auch als Produzent ebenso fleißig wie hörenswert ist – aktuell sei sein Remix für Mark Deutsché und Musoé auf Panterre Musique wärmstens empfohlen!

Ken Hayakawa (Schönbrunner Perlen) - photo by Lukas Gansterer

Vienna Players #8: Ken Hayakawa (Schönbrunner Perlen)

In der Reihe Vienna Players stellen wir euch derzeit dreißig der wegweisendsten DJs und Produzenten unserer Stadt vor. Heute: Ken Hayakawa, nicht nur einer der gefragtesten, sondern auch einer der gewieftesten Produzenten elektronischer Musik in Wien, mit Releases unter anderem auf liebe*detail, Musik gewinnt Freunde und SOSO – und natürlich auf Schönbrunner Perlen, das Ken gemeinsam mit einigen anderen kreativen Köpfen betreibt. In den folgenden Zeilen: Ein paar Wörter über sein Wirken und die Wiener Szene und ein exklusiver Mix für Play.fm!

Was hat dich ursprünglich in die Musik-/Clubszene verschlagen?
Das geschah durch Freunde. Sie hatten damals das Auflegen für sich entdeckt und haben mich soweit inspiriert, dass ich mein erstes Auto, einen Ford Transit, um 16.000 Schilling verkauft habe, die ich dann in Technics investierte.

Was macht gerade Wien zum idealen Mittelpunkt für deine musikalischen Aktivitäten?
Der Ideale Mittelpunkt ist schwer zu sagen. Ich denke dass es viele Städte gibt wo es einfacher wäre. Wien ist von der Größe und Infrastruktur sehr überschaubar und ein bisschen eigenbrötlerisch. Das macht es wiederum interessant, da man noch Platz hat zum Ausbauen.

Ein Freund aus Übersee kommt zu Besuch nach Wien und hat den festen Vorsatz, eine unvergessliche Nacht zu erleben. Welches Abendprogramm stellst du für ihn zusammen?
Das ganze würde wahrscheinlich beim Heurigen starten.Ken Hayakawa (Schönbrunner Perlen) - photo by Peter GamuschDeftiges Essen, guter Wein und Wiener Gemütlichkeit! Danach ein Abstecher ins Donau und weiter in einen größeren Club. Flex, Fluc, Pratersauna, Grelle Forelle oder Kantine. Je nach Programm, Wetter und Laune hat jeder Club für sich was anderes anzubieten. Wenn er dann noch immer nicht genug hat würde es noch ins Sass oder in den Queen Club zur Afterhour gehen, bevor es zum Abschluss ein Schnitzel im Drechsler gibt.

Du kommst unerwartet zu 100 Euro. Wo in der Stadt wirst du sie wahrscheinlich ausgeben und wofür?
Wahrscheinlich würde ich die 100€ meiner Tochter für die Sparbüchse geben 😉

Du hast die Chance, für einen ganzen Abend ein Line-Up ganz nach deinem Geschmack zusammenzustellen, einzige Voraussetzung: Es darf nur aus Wiener DJs bestehen. Wie sieht dein Line-Up aus?
Knochen Hartmann, Oberst & Buchner, Davi DB, Lupo der Fux und caTekk. (Timetable nach Reihenfolge)

Was ist das Schönste an Wiens Clubszene?
Das jeder jeden kennt 😉

Was ist das Nervigste an Wiens Clubszene?
Das jeder jeden kennt 😉

Wo verbringst du deine Zeit, wenn du nicht gerade auflegst?
Momentan Arbeite ich 7 Tage die Woche. Am Wochenende stehe ich im Club und unter der Woche bin ich eingedeckt mit Studioarbeit.Alles von der Zeit was noch überbleibt gehört meiner Familie.Vor meiner Musikkarriere war ich in der Elektrotechnik Branche.

Lass uns zum Schluss noch folgendes von dir wissen:nicolejaey_300x300_01

  • Erster Gig – wann und wo? Erster offizieller war 2001 im Loft Salzburg.
  • Vinyl, Digital oder ganz was anderes? Damals nur Vinyl, jetzt digital mit USB.
  • Größe deiner Musiksammlung? Kann ich nicht mehr genau sagen, paar tausend Platten und zig Gigabyte digital.
  • BpM-Range: Von – bis? Da kann alles dabei sein je nach Situation. Das einzige was ich anmerken möchte, viele DJs verbinden Geschwindigkeit mit Härte. DAS STIMMT NICHT!

Im folgenden Exklusiv-Mix präsentiert Ken Hayakawa seine ruhigere Seite – wer ihn in gewohnt tanzbarer Manier hören möchte, hat dazu zum Beispiel am 21. Mai im Sass und am 26. Mai im Gartenbaukino bei der Eröffnung des Kurzfilmfestivals Vienna Independent Shorts Möglichkeit dazu. Vinyl-Sammler sollten außerdem nach Ken’s Kasumi EP, die letztes Jahr auf Schönbrunner Perlen erschienen ist, und die aktuelle liebe*detail EP mit einem Beitrag von ihm Ausschau halten!