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Bono Goldbaum (Die Kantine)

Vienna Players #27: Bono Goldbaum (Die Kantine)

In der Reihe Vienna Players stellen wir euch derzeit 30 Akteure der Wiener Szene vor, die man unbedingt kennen sollte. Heute ist das einer, der vielen Techno- und House-Liebhaberinnen und Liebhabern bereits unzählige schwitzend durchtanzte Nächte beschert hat – und das gar nicht zwangsläufig nur als DJ, sondern oftmals auch, weil er sie veranstaltet hat. Bono Goldbaum ist der Mastermind hinter Instinkt Music und hat in dieser Funktion bereits so ziemliche alle großen Kaliber der Four-to-the-floor-Machart entweder in Wien ge- oder nach Wien verbucht – zuletzt vor allem in Der Kantine, einer der jüngsten Ergänzungen zu Wiens Clubkultur, zwei Floors und Function One System inklusive. Was Wien für ihn als Musiker und Veranstalter zu einem guten Terrain macht hat er uns in den folgenden Zeilen verraten.

Was hat euch ursprünglich in die Musik-/Clubszene verschlagen?
Die Musik, die bunten Lichter, die vielen facettenreichen Persönlichkeiten des Nachtlebens sollte ich meinen, aber eigentlich weiß ich es nicht mehr, das ist schon eine Weile her. Immerhin bin ich seit 15 Jahren in der, nennen wir’s “Branche” tätig 😀
Grundlegend aber die Liebe zur Musik.

Was macht gerade Wien zum idealen Mittelpunkt für deine musikalischen Aktivitäten?
Dass ich hier meine meisten Freunde, Crowd, Kontakte, und den Club habe.

Bono Goldbaum (Die Kantine) - Photo by WardaEin Freund aus Übersee kommt zu Besuch nach Wien und hat den festen Vorsatz, eine unvergessliche Nacht zu erleben. Welches Abendprogramm stellst du für ihn zusammen?
Häng dich einfach an uns ran, es wird bestimmt lustig…

Du kommst unerwartet zu 100 Euro. Wo in der Stadt wirst du sie wahrscheinlich ausgeben und wofür?
Mit Freunden den Griller anwerfen und Quality Time verbringen.

Du hast die Chance, für einen ganzen Abend ein Line-Up ganz nach deinem Geschmack zusammenzustellen, einzige Voraussetzung: Es darf nur aus Wiener DJs bestehen. Wie sieht dein Line-Up aus?
Schau dir einfach das Lineup der Kantine an..

Was ist das Schönste an Wiens Clubszene?
Die Frauen natürlich… *hust, Schleimer…* Es gibt so viele verschiedene davon, Clubs natürlich.

Was ist das Nervigste an Wiens Clubszene?
Nörgeln und der Hype um irgendwas, wenn sie alle hinpilgern, weil in Wien leider noch immer das Sehen und gesehn werden zur obersten Priorität gehört.

Womit verbringst du deine Zeit, wenn du nicht gerade auflegst?
Bono Goldbaum (Die Kantine)Wie, es gibt ein Leben ohne Auflegen und Parties? Das halt ich für ein Gerücht.

Lass uns zum Schluss noch folgendes von dir wissen:

  • Erster Gig – wann und wo? Ein kleines Cafe in dem Kaff wo ich herkomme, Bruck an der Leitha, Mittelpunkt und Herz der österreichischen Technobewegung (just joking).
  • Vinyl, Digital oder ganz was anderes? Mittlerweile nur mehr digital. Aber ich überlege, wieder zum schwarzen Gold zurück zu gehen… Mal sehen, was die Zukunft bringt, vielleicht spielen wir morgen schon alle mit der Apple Watch… hoffe aber nicht.
  • Größe deiner Musiksammlung? 3-4000 Platten noch über, welche bei meinen Eltern am Land dahinverstauben, und ca 50.000 raubkop… äääähm gekaufte MP3s
  • BpM-Range: Von – bis? Weiß nicht, ich benutze keinen BPM Counter. Der Beat muss vom dem Herzen kommen… oder so.

Natürlich hat es sich Bono Goldbaum, wie seine 27 VorgängerInnen auch, nicht nehmen lassen, für uns einen exklusiven Mix anzufertigen – 70 Minuten pure Energie irgendwo zwischen House und Techno, die man am besten auf entsprechender Lautstärke genießt – so wie eben auch in der Kantine, wo Bono Goldbaum demnächst am 4. Juli als Support für Uto Karem und Daniel Boon spielen wird, sowie am 10. Juli back2back mit Max Wanderer als Support für Oliver Dollar.

Austrian Apparel - photo by Lukas Gansterer

Vienna Players #26: Austrian Apparel (Live)

Vienna Players, unsere Serie über 30 der bedeutendsten DJs der Wiener Szene, geht mit einem etwas außergewöhnlichen Ausreißer in die nächste Runde – unsere heutigen Protagonisten sind nämlich gar nicht als DJs unterwegs (zumindest nicht vorrangig), sondern als Live-Act. Das dafür dermaßen skillful und charmant, dass sie an dieser Stelle dennoch nicht fehlen dürfen. Die Rede ist von Sebastian und Domink alias Austrian Apparel, die sich in den letzten drei Jahren zu einem der Aushängeschilder Wiens in Sachen Techno gemausert haben und ihren Maschinenpark nunmehr zwischen so renommierten Events wie dem Lighthouse Festival, der FM4 Unlimited Clubnight und dem Urban Artforms Festival hin- und herschleppen. Für die Vienna Players Serie haben sie dennoch eines ihrer raren DJ-Sets zur Verfügung gestellt und obendrein unser fröhliches Frage- und Antwortspiel mitgespielt, doch lest und hört selbst…

Was hat euch ursprünglich in die Musik-/Clubszene verschlagen?
Dominik: Job und Drogen.
Sebastian: Mädchen und Geldmangel.

Was macht gerade Wien zum idealen Mittelpunkt für deine musikalischen Aktivitäten?
Austrian ApparelDominik: Qualität ist relativ gesehen überdurchschnittlich hoch.
Sebastian: Top Freunde, top Band

Ein Freund aus Übersee kommt zu Besuch nach Wien und hat den festen Vorsatz, eine unvergessliche Nacht zu erleben. Welches Abendprogramm stellst du für ihn zusammen?
Dominik: Warmup im Studio, Techno Sonntag Party im Wald, Grelle Forelle (Soundsystem !!), Afterparty mit Mirko.
Sebastian: Keine Ahnung, ich geh nicht mehr fort…

Du kommst unerwartet zu 100 Euro. Wo in der Stadt wirst du sie wahrscheinlich ausgeben und wofür?
Dominik: Essen gehen, Burger beim Artner auf der Wieden (mit MOTSA!)
Sebastian: Nachzahlungen, Erste Bank Taborstraße

Du hast die Chance, für einen ganzen Abend ein Line-Up ganz nach deinem Geschmack zusammenzustellen, einzige Voraussetzung: Es darf nur aus Wiener DJs bestehen. Wie sieht dein Line-Up aus?
Dominik: AA+, Markus Lindner, MOTSA
Sebastian: Johannes Haidin, Zuckerwatt Leute

Was ist das Schönste an Wiens Clubszene?
Dominik: Grelle Forelle
Sebastian: Soundcheck

Was ist das Nervigste an Wiens Clubszene?
Dominik: Zu wenig Leute, mehr Piefke bitte!
Sebastian: Alles außer Soundcheck und Gig.

Womit verbringt ihr eure Zeit, wenn ihr nicht gerade Musik macht?
Austrian Apparel - photo credit: Thomas UnterbergerDominik: Ich liebe alle Frauen.
Sebastian: Ich umarme Bäume und Mädchen.

Lasst uns zum Schluss noch folgendes von euch wissen:

  • Erster Gig – wann und wo? Dominik: 2000 Cover Band (Nirvana, Peppers, etc..) / Sebastian: Schulband im Waldviertel
  • Vinyl, Digital oder ganz was anderes? Dominik: LIVE Sebastian: Toplive
  • Größe eurer Musiksammlung? Dominik: Klein. / Sebastian: Habe mir letztens 10 MP3s auf Beatport gekauft.
  • BpM-Range: Von – bis? Dominik: 30 -­ 142 BPM / Sebastian: 30 -­ 300 BPM

Der folgende Mix wurde bei einem der äußerst raren Anlässe mitgeschnitten, bei denen Austrian Apparel sich an Decks und Reglern statt Synthies und Drumcomputern zeigen, nämlich im Rahmen des diesjährigen Electric Spring Festivals im MQ – mehr hausgemachtes gibt es natürlich immer noch auf ihrem Soundcloud-Account zum Anhören und teilweise sogar Runterladen sowie auf ihrer Bandcamp Page zum Nice Price zu kaufen. Oder wahlweise dort, wo Austrian Apparel am ehesten in ihrem Element sind, nämlich live – beispielsweise am 3. Juli beim Bock auf Revo*lotion Festival zugunsten dem Flüchtlingsprojekt Ute Bock beim Böllerbauer in Stadt Haag/Niederösterreich, sowie am letzten Juli-Wochenende beim  AgratAmAgatha in Riedenburg/Bayern

Joyce Muniz (Exploited)

Vienna Players #17: Joyce Muniz (Exploited Records)

In der Serie Vienna Players präsentieren wir euch derzeit 30 DJs aus Wien, die man unbedingt kennen sollten. Wobei: Wer nur irgendwie mit House und Techno zu tun hat, kennt unseren heutigen Wahl-Act wohl ohnehin schon: Joyce Muniz reist seit Jahren um die Welt und bespielt mit ihren dynamischen House-Sets Open Air Partys in Brasilien gleichermaßen wie Festivals in den USA und die fettesten Clubs Europas, als Produzentin ist sie nicht nur Fixstarter auf Shir Khan‘s Exploited Label, sondern auch auf renommierten Labels wie 20:20 Vision, Defected, G-Stone und Man Recordings zu Hause. Nebst dem für Vienna Players bereits obligaten Exklusiv-Mix erzählt uns Joyce im Weiteren, warum es sie trotz der internationalen Resonanz immer wieder nach Wien zurück zieht.

Was hat euch ursprünglich in die Musik-/Clubszene verschlagen?
Ich war immer schon von Bass fasziniert und nachdem ich meine erste Drum and Bass Party besuchte (damals mit 16 :P) wurde die liebe zur Elektronischen Musik geweckt und da ich damals schon Platten gesammelt habe war es nurmehr eine frage der Zeit bis ich selber hinter dem Pult stehen würde.

Was macht gerade Wien zum idealen Mittelpunkt für deine musikalischen Aktivitäten?
Wien war für den beginn meiner Karriere sehr wichtig, da ich von Anfang an mit Talentierten Künstlern und Musikern aus Wien arbeiten durfte, war auf jeden fall eine super Schule. Wien ist nachwievor eine tolle Insperationsquelle und ein Ort an dem ich gerne zurückkehre.

JoyceEin Freund aus Übersee kommt zu Besuch nach Wien und hat den festen Vorsatz, eine unvergessliche Nacht zu erleben. Welches Abendprogramm stellst du für ihn zusammen?
Ich würde sagen, eher ein Wochenende.
Freitag: Auslage
Samstag: Grelle Forelle
Sonntag Morgen: SASS Club
Sonntag Nachmittag: Pratersauna

Du kommst unerwartet zu 100 Euro. Wo in der Stadt wirst du sie wahrscheinlich ausgeben und wofür?
Geh mit meinem besten Homie was gutes Essen und dazu gibt’s einen Top Wein.

Du hast die Chance, für einen ganzen Abend ein Line-Up ganz nach deinem Geschmack zusammenzustellen, einzige Voraussetzung: Es darf nur aus Wiener DJs bestehen. Wie sieht dein Line-Up aus?
1. Floor: HVOB live , Patrick Pulsinger, Motsa, Ken Hayakawa, Peter Kruder
2. Floor: Dorian Concept live, Dj DSL, Functionist & Beware, Makossa, ScheiboSan

Was ist das Schönste an Wiens Clubszene?
Jeder kennt jeden.

Was ist das Nervigste an Wiens Clubszene?
Jeder kennt jeden.

Joyce Muniz (Exploited)Wo verbringst du deine Zeit, wenn du nicht gerade auflegst?
Ich verbringe sehr viel Zeit mit Family und Freunden. Ich vereise sehr gern Privat.

Lass uns zum Schluss noch folgendes von dir wissen:

  • Erster Gig – wann und wo? Vor ca. 15 jahren im Dub-Club Flex
  • Vinyl, Digital oder ganz was anderes? Anfangs Vinyl und jetzt nurmehr Digital
  • Größe deiner Musiksammlung? 3000 Vinyls, über 1000 CDs und ca. 2 TB Digital
  • BpM-Range: Von – bis? 120-125 Bpm

Joyce Muniz ist auch in den kommenden Wochen fleißig am Touren, unter anderem bei diversen Anlässen am und rund um’s Sonar Festival in Barcelona oder beim Wiener popfest im Juli. Wie das so klingen kann, davon darf man sich im folgenden Mix überzeugen, den Joyce exklusiv für Play.fm aufgenommen hat! Und wer daran Gefallen findet, dem sei auch ihr aktueller Release auf Exploited namens You Always Get Me High wärmstens ans Herz gelegt – in den Crates von Heavyweights wie Tiga, DJ Sneak oder Marcel Dettmann bereits ein Fixstarter.

Mann & Klamm (Houseology)

Vienna Players #16: Mann&Klamm (Malen nach Zahlen)

Unter dem Titel Vienna Players stellen wir euch derzeit 30 der spannendsten Acts der Wiener Szene vor – heute: Das DJ- und Produzenten-Duo Mann&Klamm, die ursprünglich aus Vorarlberg kommen und seit 2010 die Bundeshauptstadt mit ihrer groovigen, eingängigen Definition von House gehörig aufmischen. Mit Releases auf Houseology, Piston Recordings und My Little Dog und Gigs zwischen Barcelona, Berlin, Zürich und Istanbul sind sie auch bereits am internationalen Markt angekommen – warum ihr Headquarter dennoch Wien bleibt und warum, erzählen sie uns in den folgenden Zeilen. Obendrein: Der obligate Exklusiv-Mix!

Was hat euch ursprünglich in die Musik-/Clubszene verschlagen?
House.

Was macht gerade Wien zum idealen Mittelpunkt für eure musikalischen Aktivitäten?
Mann & Klamm (Houseology)Wien stellt nicht nur geografisch die Bundeshauptstadt Österreichs dar, sondern auch musikalisch. Da wir selbst aus Vorarlberg kommen ist Wien unsere erste Wahl.

Ein Freund aus Übersee kommt zu Besuch nach Wien und hat den festen Vorsatz, eine unvergessliche Nacht zu erleben. Welches Abendprogramm stellt ihr für ihn zusammen?
Unvergessliche Abende starten meistens mit 1 oder 2 Gläschen Alkohol, also würden wir uns zuerst mal einen Drink gönnen und dann mal sehen…

Du kommst unerwartet zu 100 Euro. Wo in der Stadt wirst du sie wahrscheinlich ausgeben und wofür?
Erstmal richtig feiern gehen und den Rest beim Wurstis in Jägermeister investieren.

Ihr habt die Chance, für einen ganzen Abend ein Line-Up ganz nach deinem Geschmack zusammenzustellen, einzige Voraussetzung: Es darf nur aus Wiener DJs bestehen. Wie sieht euer Line-Up aus?
Puh… Schwere Frage! Wir gehen davon aus, dass es ein sehr langer Abend ist und B2B gespielt wird: Philipp Blecha, Andy Catana, Ilyas Heckmann, John Weltreise, Alex Kolodziej, und Thomas Grün wären am Start.

Was ist das Schönste an Wiens Clubszene?
Das wir ein Teil davon sind 😉

Was ist das Nervigste an Wiens Clubszene?
Vergnügungssteuer

Womit verbringt ihr eure Zeit, wenn du nicht gerade auflegst?
Mann & Klamm (Houseology)Grafik Design (Elias) + Architektur (Jan) sowie Musik produzieren & Veranstaltungen planen.

Lasst uns zum Schluss noch folgendes von euch wissen:

  • Erster Gig – wann und wo? Weekender Club Innsbruck 2010
  • Vinyl, Digital oder ganz was anderes? Schwarzes Gold, gepaart mit Usb & Cd´s
  • Größe deiner Musiksammlung? Noch nie gezählt.
  • BpM-Range: Von – bis? 118 – 126

Mann&Klamm waren so nett, exklusiv für Play.fm einen Mix mit einigen ihrer aktuellen Favourites aufzunehmen – wer mehr davon hören möchte, hat unter anderem bereits am Erscheinungstag dieses Features beim Abendschwimmer in der Pratersauna die Chance, oder sonst am 5. Juni beim Springfestival in Graz, am 27. Juni im Wiener Volksgarten sowie – etwas weiter weg, aber umso empfehlenswerter – am 10. Juli beim Poolbarfestival in Feldkirch in Vorarlberg Möglichkeit dazu.