Doree (Switch!) - Photo by Daniel Wilinger Photografie

Vienna Players #10: Doree (Switch!/CWV)

In der Reihe Vienna Players stellen wir euch zwischen Anfang Mai und Ende Juni dreißig herausstechende Akteure der Wiener Club-Szene vor. In dieser spielt Drum & Bass seit Jahr und Tag eine große Rolle – und inmitten dieser pulsierenden Subkultur hat sich Doree innerhalb der letzten Jahre zu einer fixen Größe entwickelt. Sie ist Fixbestandteil der Wiener Jump Up Crew Switch! und den umtriebigen City Warriors Vienna, legt regelmäßig auf den Partys von Vollkontakt auf und hat in den letzten Wochen für so große Nummern wie Roni Size, Alix Perez, Fierce, Culture Shock und Mob Tactics eröffnet. Ein paar Worte über das Leben, Auflegen und Ausgehen in Wien und einen exklusiven Mix von Doree gibt es in den folgenden Zeilen!

Was hat dich ursprünglich in die Musik-/Clubszene verschlagen?
Also in die Clubszene, genauer gesagt in die Drum & Bass Szene, hat es mich eigentlich durch meinen damaligen Freund verschlagen. Bis dahin hab ich weder DnB gehört, noch war ich in Clubs wie Flex, Arena und Co anzutreffen.

Mir hat es damals gleich so gut gefallen, dass ich seitdem auf DnB Partys zu finden bin. Bis heute hat meine Begeisterung nicht nachgelassen – auch wenn es mal Downs gibt.

Was macht gerade Wien zum idealen Mittelpunkt für deine musikalischen Aktivitäten?
Idealer Mittelpunkt, hm.. Nachdem ich in Wien geboren bin und keinen Vergleich anstellen kann, kann ich die Frage so nicht beantworten.

Es ist auf jeden Fall so, dass die DnB Szene sehr lebendig ist, sprich, es wirklich fast schon ein Überangebot an guten DnB Partys gibt! In so einer regen Szene kann ich daher über zu wenig Bookings absolut nicht klagen.

Das Schöne ist auch, dass man sich untereinander kennt und ich viele nette Menschen kennenlernen durfte und darf. Noch dazu ist es spannend, die Entwicklung über die Jahre hinweg mitzubekommen, angefangen bei DJs, die über die Landesgrenzen hinaus bekannt geworden sind, bis zu österreichischen Labels, die nun auch am Musikmarkt mitmischen. Deshalb finde ich, dass ich in Wien mit meinen musikalischen Aktivitäten sehr gut aufgehoben bin.

Doree (Switch!) - photo by BetaPhotographieDu kommst unerwartet zu 100 Euro. Wo in der Stadt wirst du sie wahrscheinlich ausgeben und wofür?
Ich muss sagen, dass ich generell nicht einfach so shoppen gehe, außer ich brauch etwas wirklich, was in meinem Fall zu 90% für die Musik sein wird. Daher würd ich mal schätzen, dass ich sie am ehesten in der Klangfarbe, oder im Friendly House ausgeben würde, wobei man dort mit 100 Euro nicht sehr weit kommt.

Was ist das Schönste an Wiens Clubszene?
Ich würde sagen, die Vielfalt. Es gibt so viele Möglichkeiten in Wien fortzugehen und das fast die ganze Woche durchgehend. Ich denke, dass Wien für jeden Geschmack etwas zu bieten hat. Das sollte man echt wertschätzen.

Was ist das Nervigste an Wiens Clubszene?
Männer, die grapschen und aggressive Leute.

Es ist manchmal echt schlimm, mit welcher Selbstverständlichkeit Männer Frauen angrapschen. Auch anstrengend ist es, wenn total Betrunkene ihre Anmachkünste zum Besten geben. Aber dem kann ich mich mittlerweile schon ganz gut entziehen.

Was für mich gar nichts auf einer Party verloren hat, ist unnötig aggressives Verhalten. Die Leute sollen Spaß haben und den Abend genießen können.

Und, fast hätt ichs vergessen.. stehende Menschen auf der Tanzfläche, oder noch besser, in der ersten Reihe. Das ist echt demotivierend. Ich frag mich ja immer, warum sie sich nicht hinsetzen, raus gehen oder sonst was machen, wenn ihnen die Musik nicht gefällt. Obwohl vielleicht versteh ich diejenigen nur nicht und sie finden‘s eigentlich eh leiwand. Who knows ^^

Ui, wenn ich die vorige Frage betrachte, merk ich schon, da kommt der Wiener raus 😉

Doree (Switch) - Photo by BetaPhotographieLass uns zum Schluss noch folgendes von dir wissen:

  • Erster Gig – wann und wo? 13.05.2011 bei Wien’s Jump Up Party „SWITCH!“, damals noch im Badeschiff. Zwar hab ich auch schon davor mal auf einer Geburtstagsparty gespielt, oder hab wo einspringen dürfen, aber das war der erste offizielle Gig.
  • Vinyl, Digital oder ganz was anderes? Angefangen hat’s mit Vinyl. Das ging auch noch echt lang, bis Mitte 2013. Dann bin ich schweren Herzens auch auf digitale Tunes umgestiegen. Zu Beginn hab ich CDs verwendet, jetzt größtenteils USBs. Es wird zwar nie dasselbe sein, aber ich hab mich relativ gut daran gewöhnt. Das heißt aber nicht, dass ich gar nicht mehr mit Vinyl auflege. Ich freu mich jedes Mal, wenn ich sie wieder einmal ausführen darf – bis auf das Gewicht, das ist weniger erfreulich!
  • Größe deiner Musiksammlung? Leider wächst ja meine Musiksammlung fast nur noch Digital, aber aus den Jahren davor konnte ich mir eine Sammlung von ca. 400 Platten aneignen, wobei sicher noch die eine oder andere dazukommen wird.
  • BpM-Range: Von – bis? Ich würd mal grob sagen von 176 bis 181, je nachdem wo und wann ich spiel. Auch durch das jeweilige DnB Subgenre variiert die BPM-Range.

Anbei noch einen Exklusiv-Mix von Doree, mit nicht weniger als 30 Tracks innerhalb von 60 Minuten. Mehr von Doree gibt es in den nächsten Wochen unter anderem am 23. Mai bei der Let It Roll Tour in der Arena, am 30. Mai bei Vollkontakt im Fluc und für alle Reisefreudigen am 19. Juni bei United Islands of Prague, dem größten City-Festival in (wie der Name schon verrät) Prag – mehr Info zu dem Riesen-Ding gibt es laufend unter hier zu finden!

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