Trishes (FM4 Tribe Vibes)

Vienna Players #9: Trishes (FM4 Tribe Vibes)

Unter dem Titel “Vienna Players” stellen wir euch insgesamt dreißig Acts vor, welche die Wiener Musiklandschaft besonders prägen. Unser heutiger Kandidat Trishes tut das nicht nur als DJ und Produzent – er ist obendrein bei FM4 – dem öffentlichen Sender, um den uns ganz Europa beneidet – Moderator der Sendung Tribe Vibes, Betreuer der Musik-Plattform Soundpark und fleißiger Blogger und kuratiert dieses Jahr gemeinsam mit Electric Indigo das Popfest.
Zwischen all seiner hingebungsvollen Arbeit hat er noch Zeit gefunden, uns ein paar Fragen zu beantworten und einen Exklusiv-Mix zusammenzustellen!

Was hat dich ursprünglich in die Musik-/Clubszene verschlagen?
Ich habe schon seit frühen Teenagertagen mit einem recht primitiven Computerprogrammen namens “Fast Tracker 2” elektronische Tracks gemacht, teilweise Jungle, teilweise HipHop. Dann bin ich durch Schulkollegen (Shoutouts an Whizz Vienna, Florian Scheibein und Peter Bergmann!) mehr in die HipHop-Richtung abgedriftet und hab auch immer mehr Platten gekauft – damals noch vor allem zu Samplezwecken. Als DJ sah ich mich eigentlich lange nicht, weil ich mit den diversen HipHop-DJs skillmäßig nicht mithalten konnte. Als einer der Residents bei den Parties des HipHop-Magazins The Message im Roxy hab ich dann einerseits viel gelernt (big up an Preddy & Urbs!) und andererseits auch die Scheu abgelegt, zwischen Funk-, Soul- und Boogie-Platten immer mehr HipHop einzubauen.

Was macht gerade Wien zum idealen Mittelpunkt für deine musikalischen Aktivitäten?
Das gute Leben hier.

Ein Freund aus Übersee kommt zu Besuch nach Wien und hat den festen Vorsatz, eine unvergessliche Nacht zu erleben. Welches Abendprogramm stellst du für ihn zusammen?
Trishes (FM4 Tribe Vibes)Ein paar Drinks bei If Dogs Run Free zum Aufwärmen, dann rüber in den Volksgarten Pavillon zu den Birds & Bees – und wenn wir später noch motiviert sind je nach Programm vielleicht ins Cafe Leopold, in die Brut oder die Auslage, oder ins Celeste.

Du kommst unerwartet zu 100 Euro. Wo in der Stadt wirst du sie wahrscheinlich ausgeben und wofür?
Platten kaufen gehen. Zum Beispiel beim Teuchtler, Moses, Rave Up oder Deep Soul… Bei der Gelegenheit würde ich mir vielleicht endlich auch mal Black Monk Records anschauen.

Du hast die Chance, für einen ganzen Abend ein Line-Up ganz nach deinem Geschmack zusammenzustellen, einzige Voraussetzung: Es darf nur aus Wiener DJs bestehen. Wie sieht dein Line-Up aus?
Rayna
Preddy
Phekt
Urbs
The Clonious b2b Cid Rim

Was ist das Schönste an Wiens Clubszene?
Vielfalt im Angebot und relativ gut “gebildete” Crowds.

Was ist das Nervigste an Wiens Clubszene?
Kleingeistige Anrainer, die Clubs und Bars das Leben schwermachen.

Wo verbringst du deine Zeit, wenn du nicht gerade auflegst?
Bei FM4 arbeiten, Musik machen, picknicken oder sonstwie Zeit mit der Familie verbringen.

Lass uns zum Schluss noch folgendes von dir wissen:

  • Erster Gig – wann und wo? Ich glaube das war 1999 im heutigen Club U (damals Shabu) am Karlsplatz, ein reines Bossa Nova Set. Dank an Sebastian Brauneis, der mich damals eingeladen hat!
  • Vinyl, Digital oder ganz was anderes? Beides, heutzutage aber öfter digital.
  • Größe deiner Musiksammlung? So in Richtung 5.000 Platten, bei CDs und Files kann ich es nicht sagen…
  • BpM-Range: Von – bis? Eigentlich keine Limits, aber im Normalfall bewegt es sich wohl zwischen 60-180…

Bevor von 23. bis 26. Juli das sechste Popfest am Wiener Karlsplatz mit einem von Trishes und Electric Indigo zusammengestellten Line-Up über die Bühne(n) geht, kann man den guten Mann selbst auch noch ein paar Mal an den Plattenspielern erleben – zum Beispiel am 28. Juni bei den Weekend Sounds im Wiener Museumsquartier, am 4. Juli ein paar hundert Kilometer westlich im Conrad Sohm in Dornbirn und am 17. Juli wieder in Wien bei der Afterparty des Hip Hop Open in der Säulenhalle.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *